Archiv des Autors: Siegbert Mattheis

Über Siegbert Mattheis

Studien Philosophie, Kunstgeschichte, Wissenschaftstheorie, Kommunikationsdesign. Gründer Mattheis. Werbeagentur GmbH, Ambiente-Mediterran.de, Eat! Berlin Feinschmeckerfestival. Blogger, Travel-Journalist, Fotograf, Foodist, Videofilmer

Wie ist eigentlich unsere Schrift entstanden?

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(Lesezeit nur 7 Min. 😉 )
Die Buchstaben, die wir heute täglich in unsere Smartphones tippen, sind das Ergebnis einer multikulturellen Zusammenarbeit. Wanderarbeiter in ägyptischen Türkisminen aus Kanaan waren zwar fasziniert von ägyptischen Hieroglyphen, fanden sie aber zu kompliziert und vereinfachten sie. Ein (sehr früher) Fall von Usability, Nutzerfreundlichkeit 😉

Aber der Reihe nach.

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Koloss von Rhodos: Wo stand er wirklich? Und wie sah er aus?

4.92/5 (36)
(Lesezeit nur 8 Min. 😉 )
Breitbeinig überspannt der riesige Koloss von Rhodos über der Hafeneinfahrt von Rhodos. Genau dort, wo heute am Mandraki-Hafen die beiden Säulen mit dem Hirsch, dem Wappentier von Rhodos und der Hirschkuh stehen. So jedenfalls suggerieren es uns die vielen Bilder und Souvenirs, die im Umlauf sind.

Aber kann das stimmen?

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Calçotada, einzigartiges Zwiebelfest in Katalonien mit Calçots und viel Spaß!

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(Lesezeit nur 5 Min. 😉 )
Calçotada in Katalonien: Der köstliche Duft von angebratenen Zwiebeln liegt in der Luft. Rauchschwaden ziehen träge durch die Gassen. Unter das Stimmengewirr und Lachen mischt sich das Knistern von brennenden Zweigen …

Hier findet ihr alle Antworten zum geselligsten Fest Kataloniens – von den Calçots über die richtige Esstechnik bis hin zu den besten Terminen und Orten.

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Wie richtet man ein Badezimmer im mediterranen Stil ein?

4.8/5 (10)
(Lesezeit nur 6 Min. 😉 )
Ein mediterranes Badezimmer stilvoll einzurichten, ist ganz einfach.

In diesem umfassenden Ratgeber zeigen wir euch, wie ihr Schritt für Schritt euer eigenes mediterranes Traumbad gestaltet. Mit praktischen Tipps, Materialempfehlungen und Antworten auf die häufigsten Fragen. Weiterlesen

Das perfekte Kaminfeuer, so einfach geht’s!

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(Lesezeit nur 5 Min. 😉 )

Ein knisterndes Kaminfeuer schafft Atmosphäre und wohlige Wärme. Doch wie gelingt das perfekte Feuer ohne Qualm und Ruß? In diesem FAQ-Guide beantworten wir alle wichtigen Fragen rund ums richtige Anfeuern, die beste Holzwahl und die optimale Luftzufuhr. Weiterlesen

Kaminromantik ohne offenen Kamin, welche Alternativen gibt es?

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(Lesezeit nur 5 Min. 😉 )
Ein knisterndes Kaminfeuer steht für Gemütlichkeit, Wärme und Romantik. Doch ein traditioneller offener Kamin ist teuer, wartungsintensiv und in vielen Wohnungen schlicht nicht möglich. Die gute Nachricht: Es gibt zahlreiche Alternativen, mit denen ihr euch Kaminfeuer-Romantik nach Hause holen könnt.

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Hotel Provençal, wie entstand der Mythos der Côte d’Azur und der Französischen Riviera?

4.85/5 (27)
(Lesezeit nur 7 Min. 😉 )
Riviera, Côte d‘Azur, Nizza, Cannes, Monaco, Saint-Tropez oder Juan-les-Pins … allein der Klang dieser Namen ruft in uns eine Unmenge von Bildern und Assoziationen hervor, weckt Sehnsüchte und Träume. Nicht nur von Sonne, Strand und azurblauem Meer, sondern gleichermaßen vom Zauber von Glamour, Luxus, Leidenschaft, Reichtum, Exzentrik und Weltgewandtheit. Mondän, welterfahren, extravagant, im ursprünglichen Sinne des französischen Wortes mondain.
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Mandelblüte Mallorca 2026, wann und wo ist sie am schönsten?

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(Lesezeit nur 4 Min. 😉 )

Die Mandelblüte auf Mallorca ist eines der schönsten Naturschauspiele im Mittelmeerraum. Zwischen Ende Januar und Mitte März verwandelt sich die Baleareninsel in ein zartrosa und weißes Blütenmeer. Hier findet ihr alle wichtigen Informationen rund um die Mandelblüte.

Weiß-rosa Mandelblüte
Mandeln in voller Blüte © Siegbert Mattheis
Schafe unter Bäumen
Leise bimmeln die Glöckchen der Schafe ... © Siegbert Mattheis
Mandelblüten verbreiten einen zart-süßlichen Duft © Siegbert Mattheis
Mandelblüten verbreiten einen zart-süßlichen Duft © Siegbert Mattheis

Wann ist die Mandelblüte auf Mallorca?

Die Mandelblüte auf Mallorca beginnt typischerweise zwischen Mitte Januar und Anfang Februar und dauert bis etwa Mitte März. Der exakte Zeitpunkt hängt vom Winterwetter ab. Denn je strenger der Winter war, desto später setzt die Blüte ein.

Wann ist die beste Reisezeit?

Mitte bis Ende Februar ist der ideale Zeitpunkt, da dann die meisten der Millionen Mandelbäume in voller Blütenpracht stehen. Die Blüte erreicht in dieser Zeit ihren Höhepunkt und dauert insgesamt vier bis acht Wochen.

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Wie ist das Wetter zur Mandelblüte auf Mallorca?

Zur Zeit der Mandelblüte herrschen auf Mallorca bereits frühlingshafte Bedingungen:

  • Temperaturen: 15-20 Grad Celsius, im Süden teilweise sogar höher
  • Sonnenschein: Viele sonnige Tage mit strahlend blauem Himmel
  • Klima: Angenehm mild, ideal für Wanderungen und Radtouren
  • Besonderheit: Während in Deutschland noch Winter ist, beginnt auf Mallorca bereits der Frühling

Wo ist die Mandelblüte auf Mallorca am schönsten?

Mandelbäume findet ihr nahezu überall auf Mallorca, besonders eindrucksvoll sind folgende Regionen:

Ostküste:

  • Zwischen Porto Cristo und Porto Colom
  • Region um Santanyí und Felanitx
  • Gegend um Manacor

Westen und Tramuntana:

  • Zwischen Palma und Sóller (auch vom historischen Zug “Roter Blitz” aus sichtbar)
  • Zwischen Esporles und Bunyola
  • Zwischen Andratx und S’Arraco
  • Um Valldemossa herum
  • Strecke zwischen Valldemossa und Sóller

Im Inselinneren:

  • Zwischen Llucmajor und Santanyí
  • Gegend um Alaró und Bunyola
  • Region um den Puig de Randa
Zug in Kurve vor Gebirge
Mit dem Zug durch das Tramontana-Gebirge © Siegbert Mattheis
Blick aus einem Zugabteil
Vom "Roten Blitz" aus sieht man viele Mandelbäume © Siegbert Mattheis
Mandelbaum in Blüte vor Stadt
Einzelne Mandelbäume bei Sollér © Siegbert Mattheis

Wie kann man die Mandelblüte am besten erleben?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Mandelblüte zu entdecken:

Mit dem Auto: Mietet euch einen Wagen und fahrt durch die Ebenen und kleinen Nebenstraßen der Insel. So könnt ihr flexibel die schönsten Orte ansteuern.

Mit dem Zug: Der “Rote Blitz” von Palma nach Sóller fährt durch das Tramuntana-Gebirge und bietet spektakuläre Ausblicke auf blühende Mandelbaumfelder.

Mit dem Fahrrad: Die milden Temperaturen und ebenen Strecken im Inselinneren sind ideal für Radtouren durch die Mandelplantagen.

Zu Fuß: Zahlreiche Wanderwege führen durch Mandelplantagen und bieten intensive Naturerlebnisse.

Warum blühen manche Mandelbäume rosa und andere weiß?

Die Blütenfarbe hängt von der Mandelsorte ab, nicht vom Unterschied zwischen Süß- und Bittermandeln, wie oft fälschlicherweise behauptet wird. Auf Mallorca gibt es etwa 120 bis 150 verschiedene Mandelsorten. Die Kombination beider Farben erzeugt das charakteristische rosa-weiße Blütenmeer.

Mandelblüte in rosa und weiß © Siegbert Mattheis
Mandelblüte in rosa und weiß © Siegbert Mattheis
Mandelblüte auf Mallorca, hier Anfang Februar in der Nähe von Santa Maria © Siegbert Mattheis
Mandelblüte auf Mallorca, hier Anfang Februar in der Nähe von Santa Maria © Siegbert Mattheis

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Wie riecht die Mandelblüte?

Die Mandelblüte verströmt einen zart-süßlichen, honigartigen Duft, der sich mit den Aromen der mediterranen Vegetation mischt:

  • Süßlicher Honigduft der Mandelblüten
  • Wilde Kamille
  • Garrigue (mediterrane Macchia)
  • Buxus (Buchsbaum)

Dieser charakteristische Duft liegt während der Blütezeit überall in der Luft und macht die Mandelblüte zu einem Erlebnis für alle Sinne.

Sind Mandeln eigentlich Nüsse?

Nein, obwohl Mandeln oft zusammen mit Nüssen verkauft werden, handelt es sich botanisch nicht um Nüsse, sondern um Samenkerne, ähnlich wie bei Pflaumen oder Pfirsichen.

Die Mandel ist eine Steinfrucht, deren Fruchtfleisch bei der Reife aufspringt und den Samenkern freigibt. Dieser Kern ist das, was wir als “Mandel” essen.

Mandeln am Baum
Bereits aufgeplatzte Mandeln am Baum © Siegbert Mattheis
Mandeln und Kern
Im Mandelkern befindet sich der Samen © Siegbert Mattheis

Warum gibt es so viele Mandelbäume auf Mallorca?

Das hat historische Gründe:

  • 10. Jahrhundert: Die Mauren brachten Mandelbäume aus dem Orient nach Mallorca
  • 19. Jahrhundert: Nach einer verheerenden Reblausplage, die die Weinberge zerstörte, stellten die mallorquinischen Bauern auf Mandelanbau um
  • 20. Jahrhundert: Mallorca wurde zu einem der größten Mandelanbaugebiete weltweit
  • Heute: Etwa 7.000 Tonnen Mandeln werden jährlich geerntet, viele noch in Handarbeit

Die Legende: Einer Überlieferung nach ließ ein maurischer Sultan überall auf der Insel Mandelbäume pflanzen, um seiner Frau aus dem Norden den Anblick von “Schnee” zu schenken. Die weißen Mandelblüten sollten ihr Heimweh lindern 😉 .

Wie viele Mandelbäume gibt es auf Mallorca?

Auf Mallorca wachsen schätzungsweise 4 bis 7 Millionen Mandelbäume, sowohl wild wachsend als auch in kultivierten Plantagen. Sie prägen das Landschaftsbild der gesamten Insel und sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

Welche mallorquinischen Mandelprodukte gibt es?

Aus den im August und September geernteten Mandeln werden zahlreiche traditionelle Spezialitäten hergestellt:

Mallorquinische Mandeln gelten übrigens aufgrund ihres höheren Proteingehalts als besonders hochwertig und aromatisch.

Dunkles Feigenbrot mit Mandeln
Köstliches Feigenbrot Pa de Figa mit Mandeln © Siegbert Mattheis

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Gibt es ein Mandelblütenfest auf Mallorca?

Ja! Das Firó de la Flor d’Ametler findet jedes Jahr am ersten Wochenende im Februar in Son Servera auf der historischen Finca Ca S’Hereu statt.

Programm des Festes:

  • Informationen über Mandelanbau und verschiedene Sorten
  • Verkostung traditioneller Mandelrezepte und -produkte
  • Ausstellung landwirtschaftlicher Werkzeuge und Maschinen
  • Musikalische Darbietungen und traditionelle Tänze
  • Vorstellung von Mandelprodukten (Kuchen, Cremes, Seifen, Duftkerzen)

Welche Unterkünfte eignen sich zur Mandelblüte?

Zur Mandelblütenzeit habt ihr die Wahl zwischen verschiedenen Unterkunftstypen:

Hotels in Palma: Zentrale Lage mit guter Anbindung, z.B. das Hotel Almudaina mit Dachterrasse und Blick auf die Kathedrale

Finca-Hotels im Inselinneren: Romantische Landhotels inmitten von Mandelplantagen, besonders in den Regionen:

  • Um Alaró
  • Bei Campos
  • Nahe Bunyola
  • Region Valldemossa

Küstenhotels: An der Playa de Palma oder anderen Küstenorten mit guter Ausgangslage für Ausflüge

Tipp: Bucht frühzeitig, da die Mandelblütenzeit zunehmend beliebter wird!

Traumhafter Blick über Palma von der Dachterrasse des Hotels Almudaina © Siegbert Mattheis
Traumhafter Blick über Palma von der Dachterrasse des Hotels Almudaina © Siegbert Mattheis

Ist die Mandelblüte auch etwas für Kinder?

Absolut! Die Mandelblütenzeit ist ideal für Familien:

  • Milde Temperaturen: Angenehm für Kinder zum Spielen
  • Naturerlebnis: Beeindruckendes Schauspiel auch für Kinder
  • Outdoor-Aktivitäten: Wandern, Radfahren in kindgerechtem Tempo
  • Wenig los: Keine überfüllten Strände oder Hotels
  • Bildungswert: Kinder lernen über Natur und Landwirtschaft
  • Mandelprodukte probieren: Kinder lieben Mandelkuchen und süßes Gebäck

Wie nachhaltig ist der Mandelanbau auf Mallorca?

Der traditionelle Mandelanbau auf Mallorca gilt als relativ nachhaltig:

  • Handarbeit: Viele Mandeln werden noch von Hand geerntet
  • Traditionelle Methoden: Jahrhundertealte Anbautechniken
  • Lokale Produkte: Kurze Transportwege
  • Qualität: Hochwertige Mandeln statt Massenproduktion
  • Herausforderungen: Veraltete Baumbestände und Pilzkrankheiten bedrohen teilweise die Kulturen

Aktuelle Entwicklung: Der kommerzielle Mandelanbau ist aufgrund niedriger Weltmarktpreise rückläufig, was dazu führt, dass manche Mandelhaine verwildern. Dies erhöht paradoxerweise den touristischen Reiz der natürlich wirkenden Landschaft.

Ein einzigartiges Duft- und Farberlebnis

Wir empfanden die Mandelblüte auf Mallorca als ein einzigartiges Naturerlebnis, das die Insel von ihrer schönsten und ruhigsten Seite zeigt. Die Zeit von Anfang Februar bis Mitte März bietet optimale Bedingungen, um dieses Schauspiel zu erleben. Mit mildem Wetter, wenigen Touristen und diesem unvergesslichen Duft- und Farbenmeer.

Siegbert Mattheis

Älterer Mann mit weißem Haar und Bart, trägt ein dunkles Hemd und blickt mit einem leichten Lächeln in die Kamera.

Siegbert Mattheis, Jahrgang 1959, ist seit seinem ersten Italienaufenthalt 1977 vom mediterranen Lebensgefühl begeistert. Seitdem bereist er mehrmals im Jahr die Länder rund um das Mittelmeer. Nach seinen Studien Kommunikationsdesign, Philosophie, Wissenschaftstheorie und Kunstgeschichte gründete er eine Werbeagentur, die er seit 1998 gemeinsam mit seiner Frau Claudia Mattheis führt. 2002 bauten beide gemeinsam AmbienteMediterran.de auf, das inzwischen größte Lifestyle-Magazin rund um die mediterrane Kultur. Darüber hinaus ist er Fachjournalist und Fotograf, begeisterter Hobbykoch und Liebhaber stilvoller Einrichtung. Gründliche Recherche und Liebe zum Detail gehören zu seinen Leidenschaften. Mit seiner Frau lebt er in Berlin Prenzlauer Berg.

Etruskische Frauen, waren sie höher gestellt als bei uns heute?

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(Lesezeit nur 6 Min. 😉 )
Vor über 2.500 Jahren war die gesellschaftliche Anerkennung und Stellung der Frau in vielen Punkten fortschrittlicher als heute. Etruskische Frauen (zumindest in der Oberschicht) durften eigene Namen führen, ihre Familiennamen nach der Heirat behalten und in einigen Fällen Eigentum erben und darüber verfügen.

In Deutschland wurde das erst 1962 gesetzlich möglich. Erst ab diesem Zeitpunkt durften Frauen ein eigenes Konto führen. In der Schweiz wurde das Frauenstimmrecht erst 1971 eingeführt.

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Wie kam es dazu, dass wir Silvester am 31. Dezember feiern?

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(Lesezeit nur 6 Min. 😉 )

Silvester ist der letzte Tag des Jahres und am 1. Januar beginnt das neue Jahr. Für uns ist das selbstverständlich. Aber war schon immer so und gilt das für die ganze Welt? Denn dass wir Silvester als den letzten Tag im Jahr feiern, ist mehr oder weniger zufällig entstanden.

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Wie bewahrt man Trüffeln richtig auf?

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(Lesezeit nur 3 Min. 😉 )
Trüffeln sollten so frisch wie irgend möglich verzehrt werden. Denn mit jedem Tag verlieren sie an Aroma, der wichtigsten Eigenschaft der Edelpilze. Aber mit der richtigen Methode kann man auch länger Freude daran haben. Nachfolgend die besten Tipps zur Konservierung von Trüffeln.
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Die Pizza: Vom Fladenbrot zum Weltgericht …

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(Lesezeit nur 8 Min. 😉 )

Die Pizza ist das nach Reis, Getreide und Nudeln das weltweit am häufigsten verzehrte Gericht. Aber wie genau ist sie entstanden und warum ausgerechnet in Neapel? Was unterscheidet die neapolitanische von der Pizza alla romana?

Wir haben im Ursprungsort der Pizza recherchiert und einige weitgehend unbekannte Fakten ausgegraben. Und dazu git es noch ein paar Fun Facts über die Pizza 😉

Woher stammt die Pizza?

Die Wurzeln der Pizza reichen weit zurück bis in die Antike. Runde Fladenbrote, auf heißen Steinen gebacken, gab es schon, seitdem Weizen und Gerste angebaut wurden.

  • Die Ägypter backten sie erstmalig in Öfen.
  • Die Griechen reicherten Fladenbrote mit Öl, Kräutern, Knoblauch und Käse an und nannten es “Plakous”.
  • Die Etrusker kannten ein Gericht ähnlich der heutigen Focaccia.
  • Die Römer übernahmen diese runden Brote und legten Gemüse darauf, wie neueste Ausgrabungen in Pompeji 2023 zeigen.
  • In der Provinz Latium wurde die Pizza 997 erstmalig schriftlich erwähnt.
  • In Neapel wurden im 16. Jahrhundert zerdrückte Brote als pizza bezeichnet.
Antikes Fresko eines Speisetellers mit Brot, Obst und einem silbernen Becher, teilweise beschädigt und zerbrochen.
2023 wurde dieses über 2.000 Jahre altes Fresko in Pompeji freigelegt. Es zeigt eine Art Vorläufer der Pizza, allerdings ohne die damals noch nicht bekannten Tomaten © Wikipedia / Pompeji Archives
Antikes Fresko eines Mannes, der in der Hand einen runden Fladen hält, vor einem verblassten ockerfarbenen Hintergrund.
War er der erste Pizzalieferant? Wandfresko in Pompeji © Siegbert Mattheis
Antikes verblasstes Fresko, das eine Person zeigt, die mit einem erhobenen Arm eine Schüssel hält, vor einem rötlichen Hintergrund.
Ein weiteres Fresko in Pompeji © Siegbert Mattheis

Wie kam die Tomate auf die Pizza?

Die Tomatenpflanze gelangte zwar schon 1520 durch den spanischen Eroberer Hernán Cortéz von den Azteken nach Spanien. Vorwiegend waren es kleine gelbe Früchte, die man in Anlehnung an die aztekische Bezeichnung tomate nannte.

Tomaten waren lange Zeit als nicht essbar angesehen

Sie wurden aber lange Zeit als giftig angesehen, da die Tomate zu den Nachtschattengewächsen zählt. So wurden sie als Raritäten in den Gärten der Oberschicht gepflanzt und auch als Liebesgaben (Paradeiser, Liebesapfel) wie Blumen überreicht. Aufgrund ihrer Seltenheit symbolisierten sie Wohlstand und beeindrucken Besucher.

Erst Mitte des 17. Jahrhunderts werden Gerichte mit Tomaten schriftlich erwähnt.

Eine Weltkarte zeigt mit Pfeilen und Textfeldern die Geschichte und die globalen Produktionswege der Tomate.
Der Weg der Tomate mit Neapel als Ziel: Schautafel über die mediterrane Ernährung im MuCem Marseille © Siegbert Mattheis

Warum ist die Pizza ausgerechnet in Neapel entstanden?

Hier wird es spannend: Neapel war damals Teil des spanischen Königreichs und war schnell zur größten Stadt des Reiches herangewachsen. Nach Paris war sie die zweitgrößte Metropole in Europa.

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Von Spanien nach Neapel

  • 1532: Pedro Álvarez de Toledo wird aus Spanien nach Neapel geschickt und von König Ferdinand II. dort als Vizekönig eingesetzt. Er führt städtebauliche Maßnahmen durch, um dem Bevölkerungszuwachs Herr zu werden. So lässt er vorhandene Bausubstanz aufstocken und ein neues Stadtviertel (Quartieri Spagnoli) westlich der nach ihm benannten Via Toledo errichten. Es gibt keine eindeutigen Belege dafür, aber sehr wahrscheinlich brachte er die Tomaten nach Neapel.

Pomodoro in Italien

  • 1544: Der Italiener Pietro Andrea Mattioli beschreibt als einer der Ersten die Tomate als gelbe Frucht. Er liefert auch bereits ein Rezept für den Verzehr von Tomaten. Später berichtet er von Varietäten mit roten Früchten, aber gibt der Tomate erstmals einen italienischen Namen: „pomi d’oro“ (Goldene Äpfel). So heißt die Tomate auch heute noch im Italienischen pomodoro.

Die Medici ernten Tomaten

  • 1548: Der toskanische Großherzog Cosimo di Medici erntet erstmals einen Korb voll Tomaten von seinem Landgut. Cosimo I. ist seit 1539 mit Leonor verheiratet, der Tochter des Vizekönigs Pedro Álvarez de Toledo. Das könnte ein weiteres Indiz dafür sein, dass dieser die Tomatenpflanze in Italien einführte.

Erste Rezepte mit Tomaten

  • 1658: Antonio Latini ist als Koch beim derzeitigen spanischen Vizekönig von Neapel tätig. In seinem 1694 verfassten Kochbuch Lo scalco alla moderna * (Der moderne Küchenchef) findet sich erstmals auch ein Rezept für Tomatensauce. Andere Gerichte, in denen die Tomate vorkommt, nennt er „alla spagnola“ (auf spanische Art).

Flache Brote mit Tomaten in Neapel

  • 1694: Der französische Botaniker Joseph Pitton de Tournefort erwähnt erstaunt in seinem Buch Éléments de botanique, dass man rund um Neapel die Früchte essen würde. Flache Brote sollen mit Tomaten belegt sein.
  • 1734 wird erstmals die Pizza Marinara mit Tomaten, Olivenöl, Basilikum, Oregano und Knoblauch erwähnt.

Das war die Geburtsstunde der modernen Pizza mit Tomatensugo.

  • Ende des 18. Jahrhunderts bezeichnet die Encyclopædia Britannica den Einsatz von Tomaten in der neapolitanischen Küche als „alltäglich“. Denn rund um die Stadt gedeihen Tomaten hervorragend auf den fruchtbaren Hügeln des Vesuv. Vor allem in San Marzano sul Sarno, wenige Kilometer östlich von Pompeji.
  • 1858 dokumentierte der Philologe Emmanuele Rocco in dem von Francesco de Bourcard koordinierten Werk Usi e costumi di Napoli e contorni descritti et dipinti die Existenz einer Pizza aus Tomaten, Mozzarella und Basilikum, also die Kombination der heutigen Pizza Margherita.
Eine Person in historischer Kleidung steht an einem Tisch und schneidet mit einem Messer rundes Gebäck auf.
Ein Pizzaiolo um 1830 © Wikipedia
Mit roten Tomaten gefüllte Holzkisten, die an einem sonnigen Tag an einem Marktstand im Freien aufgereiht sind.
San Marzano-Tomaten auf den Straßen von Neapel © Siegbert Mattheis
Eine ganze Pizza Margherita mit Tomatensauce, Käse und Basilikumblättern auf einem Holztisch.
Pizza Marinara mit Tomatensauce, Öl, Knoblauch und Basilikum© Siegbert Mattheis

Erste Pizzeria in Neapel

  • 1738: Die erste dokumentierte Pizzeria, die “Antica Pizzeria Port’Alba”, öffnet als Verpflegungsstätte für Wanderhändler. In Neapel entwickelt sich die Pizza rasch zum einfachen, aber schmackhaften Essen der ärmeren Bevölkerung. 1830 wird die Pizzeria in ein Restaurant mit Tischen und Stühlen umgewandelt und ist bis heute in Betrieb.
Holzofen mit Flammen, der drei mit Käse, Tomaten und Basilikum belegte Pizzen auf einer Steinfläche backt.
Im Holzofen werden die Pizzen etwa eineinhalb Minuten bei über 400 Grad gebacken © Depositphotos

Was ist die Geschichte der Pizza Margherita?

Der Legende zufolge soll der Pizzaiolo Raffaele Esposito sie erfunden haben und sie 1889 nach der damaligen Königin Margherita benannt haben. Doch dazu gibt es neueste Forschungen, die ein ganz anderes Licht auf diese überall zitierte und von der Pizzeria Brandi verbreitete Geschichte werfen.

Aber wer hat die Pizza Margherita wirklich erfunden?

Historischer Stadtplatz mit Pferdekutschen, Spaziergängern und großen Gebäuden im Hintergrund.
Neapel um 1890 © Foto: Siegbert Mattheis

Was ist die original neapolitanische Pizza?

Nach den Regeln der Associazione Verace Pizza Napoletana (AVPN) gibt es zwei klassische neapolitanische Pizzen:

1. Pizza Marinara
Die ursprünglichste Pizza, benannt nach den neapolitanischen Seefahrern (marinai), die sie mitnahmen. Sie besteht nur aus Tomatensugo, Knoblauch und Oregano (ohne Fisch).

Eine einfache Pizza mit Tomatensoße auf einem weißen Teller, der auf einem gemusterten Tischtuch liegt.
Original Pizza Marinara ohne Fisch, nur mit Tomatensauce, Orgenao und Knoblauch © Wikipedia

2. Pizza Margherita
Die bekannteste Pizza mit Tomatensugo, Mozzarella und Basilikum. Vermutlich wurde sie benannt nach Königin Margherita von Savoyen.

Nur diese beiden Varianten gelten als die traditionellen Klassiker der neapolitanischen Pizzakunst.

Eine Margherita-Pizza nach neapolitanischer Art mit geschmolzenem Mozzarella, Tomatensauce und Basilikum auf einem weißen Teller.
Eine original Pizza Margherita, mit Tomatensauce, Mozzarella und Basilikumblättern in den italienischen Farben Rot, Weiß, Grün © Depositphotos
Nahaufnahme einer Pizza mit geschmolzenem Käse, Tomatensauce und einer verkohlten, knusprigen Kruste.
Cornicione: der dicke Rand und die durch den Holzofen gebräunten Luftblasen sind die Merkmale der Pizza Napoletana ©Siegbert Mattheis
Eine Hand hält ein Stück Pizza mit Tomatensauce, Basilikum und geschmolzenem Käse.
Pizza Napoletana ist weich © Siegbert Mattheis

Welche ist die älteste Pizza mit Tomatensoße?

Die Pizza Marinara, die bei armen Matrosen (marinaio, daher der Name) beliebt war. Sie soll schon 1734 mit Olivenöl, Tomaten, Basilikum, Oregano und Knoblauch zubereitet worden sein. 1866 schreibt Francesco de Bourcard in Siussi e costumi di Napoli, dass „oft auch winzige Fische hinzugefügt werden“, sogenannte cecinielli.

Was ist eine Pizza Mastunicola?

Eine Pizza Mastunicola ist die älteste bekannte neapolitanische Pizza. Sie ist mit Schmalz, Basilikum, Hartkäse und schwarzem Pfeffer belegt. Der ungewöhnliche Name stammt vermutlich von dem Bäcker Nicola in der Rua Catalana, der im Jahr 1490 auf die Idee mit diesen Zutaten kam. Er verkaufte sie an die Handwerker der umliegenden Eisenwarenläden. Diese Pizza wurde so beliebt, dass man sie nach dem Meister (Mastu im neapolitanischen Dialekt) Nicola, Pizza Mastu’nicola benannte.

Diese Pizzavariante war lange Zeit vergessen worden. Durch den Trend, ursprüngliche Rezepte wieder zu entdecken, taucht sie seit einigen Jahren auf den Speisekarten der neapolitanischen Restaurants auf. Zum Beispiel auch in der ältesten Pizzeria Neapels, Pizzeria Port d‘Alba.

Was ist Pizza a Portafoglio?

Die hatte uns der gebürtige Neapolitaner Giovanni gezeigt. Sie ist die günstigste Pizza in Neapel (ab 2 Euro). Sie wird auf die Größe eines Geldbeutels (it. portafoglio) zusammengefaltet und aus der Hand auf der Straße verzehrt. Dafür ist der Belag nicht zu üppig, damit er nicht aus den Falten herausquillt. Berühmt wurde sie 1994, als der damalige US-Präsident Bill Clinton in Neapel genussvoll eine Pizza a portafoglio gebissen hatte und die Bilder davon um die Welt gingen.

Was ist Pizza a ruota di carretta?

Das ist eine sehr große Pizza, eine „Wagenradpizza“. (it. ruota ist Rad, carretta = Karren) auch als Pizza a ruoto di carro bekannt. Dabei wird der Teig vor allem in ärmeren Familien mit vielen Kindern sehr großflächig ausgerollt, damit möglichst alle ein Stück davon abhaben konnten. Der neapolitanische Dichter Velardiniello beschrieb sie bereits im späten 16. Jahrhundert als „ein Wagenrad“.

Was ist Pizza al taglio?

Pizza al taglio (Pizza geschnitten) stammt ursprünglich aus Rom. Sie wird auf rechteckigen Platten gebacken und meist nach Gewicht an Straßenständen als Street Food verkauft.

Was ist der Unterschied zwischen neapolitanischer und römischer Pizza?

Die beiden berühmtesten italienischen Pizzastile unterscheiden sich deutlich:

Neapolitanische Pizza:

  • Charakteristischer hoher, luftiger Rand (Cornicione)
  • Dünner, weicher Boden in der Mitte
  • Teig aus nur vier Zutaten: Mehl, Wasser, Salz, Hefe (ohne Fett)
  • Backzeit: 60-90 Sekunden bei 400-500°C im Holzofen
  • Minimaler Belag: Klassiker sind Margherita und Marinara
  • 2017 von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt

Römische Pizza (Pizza Romana Scrocchiarella):

  • Flach und gleichmäßig dick bis zum Rand
  • Knusprig-brüchige Textur (“scrocchiare” = knusprig klingen)
  • Teig enthält Olivenöl
  • Längere Backzeit bei niedrigeren Temperaturen
  • Trocknet im Ofen aus und wird dadurch knusprig
  • Vielfältigere Beläge möglich

Wurde die Pizza in Amerika erfunden?

Das fragen sich tatsächlich viele Amerikaner:innen. Die Pizza selbst wurde zwar in Neapel erfunden, aber einige Pizzaarten wurden tatsächlich in den USA erfunden, z.B. die Deep Dish Pizza in Chicago und besondere Formen und Variationen, beispielsweise mit Fleischbällchen oder Mais.

Wie kam die Pizza nach Amerika?

Die Pizza erreichte die USA Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts durch italienische Einwanderer, hauptsächlich aus Süditalien und Neapel. Diese ließen sich vor allem in Städten wie New York, Chicago, Boston und Philadelphia nieder.

Zunächst galt Pizza auch in Amerika als “Arme-Leute-Essen” der italienischen Immigranten, doch nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie zum nationalen Phänomen.

Wichtige Meilensteine:

  • 1905: Gennaro Lombardi erhielt die erste offizielle Pizzeria-Lizenz in den USA für “Lombardi’s” in New York City (Little Italy, Manhattan)
  • 1924: Totonno Pero eröffnete seine eigene Pizzeria in Coney Island
  • Nach dem Zweiten Weltkrieg: Amerikanische Soldaten, die in Italien stationiert waren, brachten ihre Vorliebe für Pizza mit nach Hause
  • 1950er-60er Jahre: Pizza-Boom in ganz Amerika mit der Gründung von Ketten wie Pizza Hut (1958) und Domino’s (1960)

Wann gab es die erste Pizzeria in Deutschland?

Dass Deutschland in den Genuss der Pizza kam, ist Migranten zu verdanken, die nach dem zweiten Weltkrieg ins Land kamen. Nicolino di Camillo eröffnete 1952 in Würzburg die erste Pizzeria unter dem Namen „Sabbie di Capri“. Problematisch war der Bezug der typischen Lebensmittel. Doch das Geschäft konnte sich durchsetzen. Zu Beginn sicherlich dank der amerikanischen Soldaten, die in der bayerischen Stadt stationiert waren.

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Warum schmeckt Pizza zu Hause nie wie im italienischen Restaurant?

In neapolitanischen Restaurants wird eine Pizza innerhalb von 90 Sekunden bei etwa 495 Grad gebacken. Unsere normalen Backöfen schaffen in der Regel nur 250 Grad. Daher muss die Pizza länger backen, was den Geschmack beeinflusst.

Nur wer einen echten Pizzaofen zu Hause hat, der in 90 Sekunden auf 500 Grad heizt, kommt an die Qualität der neapolitanischen Restaurants heran.

Das schafft z.B. ein Ooni-Gasofen *

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Lustige und erstaunliche Fun Facts über Pizza

Das Wort “pizza” ist das bekannteste italienische Wort der Welt, gefolgt von der Begrüßungsform “ciao”.

Wie viel Pizza essen die Deutschen im Jahr?

Im Schnitt essen wir pro Kopf rund 13 Kilogramm Pizza jährlich. Mit etwa 26 Stück sind das mehr als 2 Pizzen pro Monat.

Welche ist die teuerste Pizza der Welt?

In Salerno (Italien) gibt es die „Louis XIII“ Pizza vom Star-Pizzabäcker Renato Viola. Kostenpunkt: rund 8.300 Euro. Belag: Kaviar, Hummer und 24-karätiges Blattgold.

Was war die längste Pizza der Welt?

2017 wurde in Kalifornien die längste Pizza der Welt gebacken: 1,93 Kilometer lang! Über 100 Pizzabäcker haben dafür Teig, Tomaten und Käse in XXL-Mengen verarbeitet.

Wann kam die erste Tiefkühlpizza auf den Markt?

1957 brachte das US-Unternehmen Totino’s die erste Tiefkühlpizza in die Supermärkte.
In Deutschland gab es TK-Pizza erstmals 1970 zu kaufen.

Pizza als Raumfahrt-Food?

2017 klagte der Italiener Paolo Nespoli, der schon mehr als 100 Tage auf der Internationalen Raumstation (ISS) im Einsatz war, wie sehr er Pizza vermisse. Seine beiläufige Bemerkung gegenüber dem ISS-Team auf der Erde wurde erhört. Der Raumfrachter Cygnus lieferte Pizzateig, Tomatensauce, Käse sowie Belag und damit die Zutaten für eine kleine Pizza-Party im All. Damit ist Pizza offiziell das erste Gericht, das auch im Weltall serviert wurde.

Dazu gibt es auch ein Video auf YouTube.

Welche Pizza mögen die Deutschen am liebsten?

Ganz oben auf der Hitliste steht die Pizza Salami, dicht gefolgt von Margherita und Prosciutto.

Pizza weit mehr ist als nur Fast Food

Die Kunst der neapolitanischen Pizza wurde 2017 von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe der Menschheit anerkannt. Sie ist stolze Tradition, Handwerk und Leidenschaft, die von Generation zu Generation weitergegeben wird.

Buon appetito! 🍕

Siegbert Mattheis

Älterer Mann mit weißem Haar und Bart, trägt ein dunkles Hemd und blickt mit einem leichten Lächeln in die Kamera.

Siegbert Mattheis, Jahrgang 1959, ist seit seinem ersten Italienaufenthalt 1977 vom mediterranen Lebensgefühl begeistert. Seitdem bereist er mehrmals im Jahr die Länder rund um das Mittelmeer. Nach seinen Studien Kommunikationsdesign, Philosophie, Wissenschaftstheorie und Kunstgeschichte gründete er eine Werbeagentur, die er seit 1998 gemeinsam mit seiner Frau Claudia Mattheis führt. 2002 bauten beide gemeinsam AmbienteMediterran.de auf, das inzwischen größte Lifestyle-Magazin rund um die mediterrane Kultur. Darüber hinaus ist er Fachjournalist und Fotograf, begeisterter Hobbykoch und Liebhaber stilvoller Einrichtung. Gründliche Recherche und Liebe zum Detail gehören zu seinen Leidenschaften. Mit seiner Frau lebt er in Berlin Prenzlauer Berg.

Pizza Margherita, wer hat die legendäre Pizza wirklich erfunden?

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(Lesezeit nur 6 Min. 😉 )
Die Pizza Margherita gehört zu den bekanntesten italienischen Gerichten weltweit. Doch wie entstand sie wirklich? Kann sich die berühmte Legende von Königin Margherita und dem Pizzabäcker Raffaele Esposito so zugetragen haben? Wir haben intensiv recherchiert und die neuesten Forschungen und Fakten zusammengefasst:
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Wie kam der Zucker nach Europa?

5/5 (21)
(Lesezeit nur 5 Min. 😉 )
Zucker, Süßigkeiten und süße Desserts sind für uns heute selbstverständlich. Aber bis der Zucker als erschwingliches Gut zu uns nach Europa gelangte, dauerte es Jahrtausende. Und die Geschichte ist geprägt von unermesslichem Reichtum und unsäglichem menschlichen Leid. Weiterlesen

Kanutour zum Pont du Gard: Paddeln durch die Gardonschlucht

4.88/5 (8)
(Lesezeit nur 6 Min. 😉 )
Eine Kajaktour zum Pont du Gard ist ein einzigartiges Abenteuer, das Sport, Natur und Geschichte auf spektakuläre Weise vereint. Wir haben diese Tour im Oktober gemacht und sind mit dem Kanu gemächlich durch die Gardonschlucht bis unter das 2.000 Jahre alte römische Aquädukt gepaddelt. Ein herrliches Erlebnis!
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Cozzana: prächtige venezianische Villen im Hinterland von Apulien

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(Lesezeit nur 3 Min. 😉 )
Wer auf der Straße zwischen Monopoli und Conversano unterwegs ist, erlebt eine architektonische Überraschung: In der Ortschaft Cozzana tauchen plötzlich prächtige neoklassizistische Villen auf, eingebettet zwischen Zypressen und Pinien. Für Apulien ist dieser Anblick eher ungewöhnlich. Solche imposanten Herrenhäuser vermutet man eher in Venedig oder Florenz.
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Zauberhaftes Grignan und Château de Grignan in der Drôme

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(Lesezeit nur 4 Min. 😉 )
Grignan in der Drôme Provençale zählt seit 2019 offiziell zu den schönsten Dörfern Frankreichs. Malerisch umgeben von Lavendelfeldern zieht es vor allem im Sommer die Besucher:innen an. Dann ist das etwa 1.500 Einwohner:innen zählende Dorf allerdings schnell überfüllt.
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Bussana Vecchia, kurioses Niemandsland mitten in Italien

5/5 (10)
(Lesezeit nur 6 Min. 😉 )
Das Dorf Bussana Vecchia wurde nach einem tragischen Erdbeben verlassen, in den 1960er Jahren von Künstlern illegal wiederbesiedelt und ist heute eine Attraktion mit Cafés, Restaurants, Ateliers und einem Jazzclub. Wir hatten den Ort besucht und waren fasziniert. Mehr über die Hintergründe und unsere Tipps für ein einzigartiges Erlebnis. Weiterlesen

Trüffelmarkt in Richerenches: im Rausch der Düfte …

5/5 (14)
(Lesezeit nur 9 Min. 😉 )
Der Trüffelmarkt in Richerenches ist der größte Markt für schwarze Trüffel in Europa. Als Trüffelfan sollte man ihn unserer Meinung nach mindestens einmal im Leben besucht haben. Am besten zur offiziellen Eröffnung, der „Ban des truffes“, die jeweils am ersten Samstag im Dezember stattfindet.
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Feria del Caballo, Andalusiens großes Pferdefest

4.47/5 (15)
(Lesezeit nur 5 Min. 😉 )

Die Feria del Caballo in Jerez de la Frontera zählt zu den eindrucksvollsten Volksfesten Andalusiens. Jedes Jahr im Mai verwandelt sich die Stadt in ein farbenfrohes Gesamtkunstwerk aus Pferden, Flamenco, Musik, Sherry und sozialem Miteinander. Was einst als Viehmarkt begann, ist heute ein kulturelles Großereignis mit internationaler Strahlkraft.

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Weihnachten in Südfrankreich: das große Schlemmen und 13 Desserts

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(Lesezeit nur 6 Min. 😉 )
Anders als bei uns beginnt die Weihnachtszeit in Südfrankreich nicht am 1. Advent, sondern am 4. Dezember und endet erst 40 Tage nach Heiligabend am 2. Februar. Und zwischendurch sind – wie könnte es in Frankreich anders sein – vielfältigste kulinarische Delikatessen mit der Familie und Freunden angesagt, “convivialité”, (Geselligkeit) und “savoir-vivre” werden ausgiebig zelebriert.
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Valencia, die schönsten Sehenswürdigkeiten, Tipps zur Anreise uvm.

5/5 (19)
(Lesezeit nur 9 Min. 😉 )
Valencia hat uns wirklich überrascht, beeindruckt und begeistert! Vielleicht lag es daran, dass wir keine ikonographischen Bilder der Sehenswürdigkeiten im Kopf hatten. So wie etwa Barcelona mit der Sagrada Familia und den Ramblas oder Madrid mit dem Königspalast oder der Plaza Mayor. Dabei ist Valencia nach Madrid und Barcelona die drittgrößte Stadt Spaniens.
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Was ist ein Boudoir? Was ist der Boudoir-Stil?

5/5 (21)
(Lesezeit nur 3 Min. 😉 )
Boudoir Stil: Der Begriff Boudoir hat einen etwas wenig schmeichelhaften Hintergrund. Denn er leitet sich vom französischen Wort bouder für „Schmollen“ oder „trotzig sein“, ab. Zu Zeiten des Barockkönigs Ludwigs XIV. wurde der Begriff Boudoir für ein Zimmer verwendet, in das sich die Dame des Hauses, wenn sie „schmollte“, zurückzog.
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Mediterrane Kräuter und Gewürze, ihre Verwendung und Heilwirkung

4.95/5 (22)
(Lesezeit nur 5 Min. 😉 )
Zu welchen Gerichten passen mediterrane Kräuter, wie verwendet man sie und welche Heilwirkung haben sie, welche Beschwerden können sie lindern? Wir ließen uns von Dr. Luisa Mantovani aufklären Sie gab uns eine Übersicht über die 10 wichtigsten mediterranen Kräuter und Gewürze:

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Was ist ein Laguiole Messer? Bei welcher Schmiede sollte man kaufen?

5/5 (26)
(Lesezeit nur 4 Min. 😉 )
Ist das Merkmal des hochwertigen Laguiole Messers eine Fliege oder eine Biene? Und kommt das echte Messer wirklich aus Laguiole, einem kleinen Ort in Okzitanien oder aus Thiers bei Lyon? Bei welcher Schmiede kann man die Original Laguiole Messer kaufen? Worauf sollte man dabei achten? Wir gingen der Sache auf den Grund und haben messerscharf recherchiert.

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Was passt nicht zu Wein?

5/5 (13)
(Lesezeit nur 3 Min. 😉 )
Im Grunde passt Wein zu fast allen mediterranen Gerichten. Aber es gibt dennoch einige Kombinationen, zu denen Wein einfach nicht schmeckt. Hier die Erkenntnisse und Tipps vom Gambero Rosso, ergänzt durch eigene Erfahrungen: Weiterlesen

Die 15 schönsten Strände auf Martinique, mit Karte

5/5 (7)
(Lesezeit nur 10 Min. 😉 )
Martinique, die französische Perle der Karibik, hat uns verzaubert mit ihren spektakulären Stränden, die von puderweißem Sand bis zu vulkanischem Schwarz reichen. Mit über 50 Stränden und Buchten findet ihr für jeden Geschmack den perfekten Strand. Für Familien, Wassersportler:innen oder Ruhesuchende.
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Rhodos Unterkunft, Ferienhaus mit Meerblick

5/5 (6)
(Lesezeit nur 2 Min. 😉 )
Wir hatten lange nach einer einigermaßen schönen Unterkunft auf Rhodos gesucht, bei AirBnB, booking.com und vielen anderen Portalen. Wir hatten beinahe schon aufgegeben, bis Claudia dieses wunderbare Ferienhaus fand: Pitropos Garden!
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