Le Creuset – woher kommt der Name? Wofür sind die Töpfe und Bräter gut?

Woher kommt Le Creuset? Warum sind Le Creuset Töpfe, Bräter und Pfannen so beliebt? Sind die Le Creuset-Produkte ihr Geld wert? Wie spricht man Le Creuset richtig aus? Wir sind der Sache mal auf den Grund gegangen und haben einen tiefen Einblick in die Töpfe, die Herkunft, die Herstellung gewagt und ein paar Anekdoten ausgegraben:

Renommierte Köche sagen, es gebe Kochgeschirr und Le Creuset (übersetzt: „der Gusstiegel“). Und das hat seinen Grund. Seit wir unseren Le Creuset Kochtopf in der Farbe Ofenrot haben, kochen und braten wir beinahe alles damit. Denn der emaillierte Gusseisentopf lässt so gut wie alles gelingen und hat bemerkenswerte Eigenschaften:

Die Vorteile eines Kochtopfs oder Bräters von Le Creuset aus Gusseisen:

1. Er leitet die Ofenwärme gleichmäßig über den ganzen Topf, brät Speisen dadurch auch bei geringen Temperaturen gleichmäßig durch und hält sie dadurch auch länger warm, wenn sie auf dem Tisch stehen.

2. Er lässt sich leicht reinigen, ist enorm stabil und quasi unkaputtbar.

3. Er ist als Topf universell auf Gas, Elektro- oder Induktionsherd und gleichermaßen auch bei hohen Temperaturen im Backofen zu verwenden.

Übrigens sind wir nicht die einzigen, die von Le Creuset begeistert sind 😊, auch Marilyn Monroe hatte eine ganze Kollektion und auch Madonna und George Clooney sollen Bräter und Kochtöpfe von Le Creuset besitzen.

Le Creuset Töpfe der Serie "La Marmite" © Le Creuset
Ein Blickfang: Le Creuset Töpfe der Serie "La Marmite" © Le Creuset

Wie wird Le Creuset ausgesprochen?

Nachdem selbst die renommierte Fernsehköchin Vivian Howard aus den USA extra ein Video auf Youtube hochgeladen hatte, in dem sie sich minutenlang an der korrekten Aussprache des Namens Le Creuset versucht – und die Firma selbst das Video auf der eigenen Seite promotet hatte – möchten wir es Ihnen hier leichter machen: Le Creuset wird (mit kurzem ö) Kröseh (mit Betonung auf der zweiten Silbe) ausgesprochen!

Warum ist Le Creuset aus Gusseisen und Emaille?

Gusseisen und Schmiedeeisen erlebten Ende des 19. Jhdts. einen wahren Boom. Aus dem Material wurden Brücken, ganze Stadtteile wie in Soho in New York und nicht zuletzt der Eiffelturm in Paris gebaut. Es ließ sich heiß in alle möglichen Formen gießen und war nach dem Erkalten enorm stabil.

Auch Töpfe und Pfannen wurden aus Gusseisen hergestellt, denn Gusseisen hat eine bis zu 4 Mal höhere Wärmeleitfähigkeit als Edelstahl. Aber diese Töpfe und Pfannen hatten ein hohes Gewicht und waren schwer zu reinigen. Kochrückstände brannten leicht ein und durch den Eisenanteil rosteten sie auch schnell.

Emaille wurde für viele andere Gebrauchsgegenstände aus Gusseisen verwendet, um sie vor Korrosion zu schützen und sie leichter reinigen zu können. Aber für Töpfe und Pfannen, die ja hoch erhitzt werden, gab es ein Problem: Gusseisen dehnt sich bei Hitze aus, die Emaille jedoch ist ein Glasschmelz, der bei starker Hitzeeinwirkung zerspringt.
Wissenschaftler waren sich damals einig, dass eine Kombination beider Materialien unter starker Hitzeeinwirkung unmöglich war.

Die Geschichte von Le Creuset

1924 trafen sich zwei belgische Unternehmer, Armand Desaegher, damals schon um die 50, und Octave Aubecq auf einer Brüsseler Messe. Der eine war Spezialist in der Gusseisentechnologie, der andere Spezialist für Emaille. Sie waren sich schnell einig, dass es doch möglich sein müsse und beschlossen, eine Gießerei in Fresnoy-le-Grand in Nordfrankreich – einem historischen Knotenpunkt für den Transport von Kohle, Eisen und Sand – zu gründen, die verschiedene Kochgeschirre aus Gusseisen herstellen sollte.

Nach einem Jahr intensiver Tests gelang es den beiden im darauffolgenden Jahr 1925. Sie schafften es, eine dünnstmögliche Legierung aus Gusseisen mit einer Emailleschicht zu überdecken, die auch großer Hitze standhielt. Le Creuset , „der Gusstiegel“ war geboren.

Die ersten Kochtöpfe emaillierten sie in dem leuchtenden Orange-Rot des geschmolzenen Gusseisens in einem Kessel und nannten die Farbe Ofenrot.
Nicht zuletzt diese intensive Farbe war ausschlaggebend für den beispiellosen Erfolg von Le Creuset in einer sonst von schwarz und grau dominierten Welt des Kochgeschirrs zur damaligen Zeit.
Mit diesem Kochtopf wurde der Grundstein für ein umfangreiches Sortiment an Kochgeschirr und Küchenutensilien gelegt, mit dem Markenzeichen der 3 Ringe auf dem Deckel.
Heute umfasst das Sortiment die ganze Palette an Kochgeschirr rund um die Zubereitung aller möglichen Gerichte und auch Accessoires rund um den kulinarischen Genuss.

Neu im Sortiment: Ovaler Bräter der Serie "Deep Teal" © Le Creuset
Neu im Sortiment: Ovaler Bräter der Serie "Deep Teal" © Le Creuset
Der klassische Le Creuset-Bräter in der ursprünglichen Farbe Ofenrot © Le Creuset
Der klassische Le Creuset-Bräter in der ursprünglichen Farbe Ofenrot © Le Creuset

Warum ist Le Creuset so teuer?

Jeder einzelne Topf ist ein Unikat! Im Hochofen werden 15 Prozent reines Roheisen mit 35 Prozent recyceltem Stahl und 50 Prozent Eisen bei einer Temperatur von 1.500 Grad Celsius für 40 Minuten zu einer flüssigen Masse vermischt. Wenn Mischung und Konsistenz nicht perfekt sind, scheitert die nachfolgende Emaillierung.

Aus Sand werden sog. weibliche und männliche Formen hergestellt, die so perfekt zusammenpassen, dass ein Zwischenraum von genau 3 mm bleibt. In diesen Raum wird nun die flüssige Masse gegossen. Dabei werden die Formen mit einer Geschwindigkeit von 500 Stück pro Stunde befüllt, wobei jede Form nur einmal verwendet wird und somit jeden Topf zu einem Unikat macht.
Dies erfordert einen schier endlosen Vorrat an Sand (98 Prozent davon werden recycelt), der auf dem Geländer der Firma in hoch aufragenden blauen Fässern gelagert wird, die von gelben Rohren und Stahltrichtern durchzogen werden.

Nach dem Abkühlen werden die Teile mit Korn gestrahlt und anschließend gefettet, wodurch die Kanten geglättet werden. In einem weiteren Arbeitsschritt werden die Töpfe emailliert – in bis zu 100 Farben!
Die helle Farbe für innen ist übrigens bewusst gewählt, denn so kann man die Speisen durch den Kontrast beim Kochen besser überwachen.

Jedes Stück durchläuft anschließend sechs Inspektionen, die von Spezialisten durchgeführt werden, die darin geschult sind, auch die unauffälligsten Inkonsistenzen zu erkennen. Auch das erklärt die hohen Kosten der fertigen Produkte von Le Creuset.

Aber die Investition lohnt sich, denn ein Le Creuset hält ein Leben lang und wird auch gerne von Generation zu Generation vererbt.

Anekdoten zu den Le Creuset-Töpfen:

Marilyn Monroe besaß ein 12-teiliges Set Le Creuset Elysée Yellow, das 1999 bei Sotheby’s in New York für 25.300 Dollar versteigert wurde. Die Farbe ist auch heute noch erhältlich.

Als der Film „Julie & Julia“ 2009 mit Meryl Streep als Julia Child herauskam, explodierten die Verkäufe. Denn in dem Film über Julia Child, die den Amerikanern in den 60er Jahren die französische Küche in ihrem Buch „Mastering the Art of French Cooking“ näherbrachte und später eine Karriere als Fernsehköchin machte, wurde mit Le Creuset-Töpfen und Pfannen gekocht.

Siegbert Mattheis

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