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Pintxos ist die baskische Bezeichnung für kleine Häppchen, die mit Zahnstochern normalerweise auf einem kleinen Stück Brot aufgespießt sind (bask. pintxos oder span. pinchos bedeutet Spieß, die Aussprache ist Pintschoss). Pintxos werden zu einem Getränk, typischerweise als Aperitif zu einem Glas Rot- oder Weißwein (genannt Txikito) oder Zurito, ein kleines Glas mit einem halben Rohrbier verzehrt.
In baskischen und nordspanischen Bars und Restaurants findet ihr Pintxos in einer vielfältigen Auswahl. Im Unterschied zu den in ganz Spanien verbreiteten Tapas sind es raffinierte kleine kulinarische Kunstwerke aus verschiedene Zutaten, die mit dem Spießchen zusammengehalten werden. Oft bekommt ihr sie sogar als anspruchsvolle Mini-Gerichte. Da braucht es manchmal auch etwas mehr Zeit, sie zuzubereiten.
Diese Mini-Leckereien werden aus so gut wie allen Zutaten hergestellt, die das Baskenland hergibt und die zu einem Glas Wein oder Bier passen. Zum Beispiel Sardellen auf Serrano-Schinken und Ziegenkäse, Glasaal auf mit gekochtem Ei gefüllter Zucchini; Seehecht, Thunfisch, Kabeljau, oder auch Kartoffelomelett, gefüllte Paprika, Kroketten uvm.
Üblicherweise geht ihr einfach in einer Bar an die Theke und bittet die Kellner:innen oder Barkeeper:innen um einen Teller. Darauf stapelt ihr euch eine Auswahl der Pintxos, die üblicherweise auf der Theke stehen. Je nach Bar zeigt ihr entweder der Bedienung anschließend eure Auswahl, der sie dann abrechnet. Oder es werden euch einfach zum Schluss die Anzahl der übrig gebliebenen Zahnstocher berechnet. Früher hatte man die Zahnstocher nach dem Essen auf den Boden geworfen. Dem Kellner wurde anschließend die Anzahl der verzehrten Pintxos angesagt, die der dann in vollem Vertrauen auf die Korrektheit der Zahl so berechnete.
Es gibt natürlich wie bei den spanischen Tapas auch warme Pintxos. Die stehen in der Regel nicht auf dem Tresen. Manche werden auch extra zubereitet und an einer Tafel angezeigt; diese bestellt ihr dann beim Kellner zusätzlich.
Zum Gilda Pintxo gibt es eine ungewöhnliche Hintergrundgeschichte. Er besteht aus einer aufgespießten Olive, einer eingelegten Sardelle und einer scharfen Peperoni. Den Namen gaben ihm die (männlichen) Spanier nach dem Hollywoodmelodram “Gilda” von 1946, in dem Rita Hayworth die Hauptfigur spielte. In dem erotischen Klassiker ist sie für ihren legendären Handschuh-Striptease berühmt. Da der Gilda Pintxo scharf und würzig schmeckt, ist es eine Hommage an die als “Liebesgöttin” verehrte Schauspielerin mit spanischen Wurzeln.


Aber nicht nur das. Denn der Film löste in Spanien einen Skandal aus: Falangisten des Franco-Regimes beschmierten in Madrid die Gilda-Filmposter mit Farbe und die Kirche drohte jedem Zuschauer aufgrund der (in ihren Augen) unmoralischen Darstellungen des Films mit ewiger Verdammnis. So gelengte der Film auf der iberischen Halbinsel zu einem Synonym für die Repression, die die spanische Bevölkerung unter der Diktatur besonders während der 1940er Jahre erleiden musste. Vor allem der Protest der katholischen Kirche verlieh Gilda für die Spanier eine derart erotische Aura, dass alle überzeugt waren, dass sich Hayworth nach dem getanzten Song Put the Blame on Mame und dem Handschuh-Striptease komplett auszog …
Ein sowohl in Bilbao als auch in der Region Bizkaia tief verwurzelter Brauch ist der Txikiteo, bei dem ihr von Bar zu Bar zieht und euch bei einem lebhaften Gespräch das eine oder andere Glas Wein schmecken lässt. Der Name stammt von dem Gefäß, aus dem der Wein früher getrunken wurde: Durch dessen sehr dicken Boden und starken Wände passte wirklich nur eine kleine Menge hinein – man nannte es Txikito (kleines Glas Wein) und freute sich, dass man davon jede Menge trinken konnte 😉 .
Txikiteo ist also nichts anderes als einen Kneipentour – aber mit einer ganz besonderen baskischen Tradition. So gut wie jeder Ort in Bizkaia lädt zum Txikiteo ein. Oft gibt es sogar eine extra Route mit einem besonderen Ambiente, das sich bis auf die Straßen erstreckt. Mischt euch einfach unter die Menschen und genießt das typisch Baskische. Einen Txikiteo solltet ihr unbedingt einmal mitgemacht haben!
Durchstreift dafür am besten die Straßen im Altstadtviertel Casco Viejo, Deusto und die Straßen Calle Poza, Calle Ledesma, Calle García Rivero sowie Calle Diputación. Aber auch in den Orten im Landesinneren und an der Küste findet ihr sicher auf Anhieb die Straßen oder Gassen heraus, die diese authentische Atmosphäre bieten.
Die Hochburg der Pintxos ist übrigens die Stadt Donostia-San Sebastián. Dort und auch in anderen Orten wie Vitoria-Gasteiz oder natürlich Bilbao veranstalten regelmäßig Wettbewerbe, um die besten Pintxos der Region zu wählen.
Beim Pintxos-Wettbewerb „Pintxo-Txapelketa“ in Bilbao dreht sich alles um die Kunst der Zubereitung dieser anspruchsvollen Happen im Miniaturformat. Er wird von Jahr zu Jahr immer gefragter und versteht sich als Spiegel der Kreativität, die man an den Küchenherden von Bizkaia an den Tag legt. Alle Regionen sind bestrebt, den besten kulinarischen Ausdruck zu finden, und wetteifern um den „Goldenen, Silbernen und Bronzenen Spieß“, der mittlerweile auch an das beste Lokal vergeben wird. Die Küche im Miniaturformat hat sich zu einem wahren Schauspiel entwickelt, die anderen kulinarischen Wettbewerben in nichts nachsteht.
Siegbert Mattheis
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Korsika, das ist wildes Hochgebirge mit Gipfeln, die bis zu 2.700 Meter hoch ragen. Das sind weite Sandstrände an der über 1.000 km langen Küste. Weiterhin eine üppige Vegetation, mediterrane Städte und Dörfer und eine reiche Kultur. Auf Korsika könnt ihr alle Arten von Aktivitäten unternehmen.
Um den Urlauber:innen diese vielen Möglichkeiten näherzubringen, bietet die Agentur Presta Corsica nun einen ganz besonderen Service an. Sandrine Ketterer vermittelt euch kostenlos die schönsten, spannendsten und auch ausgefallene Freizeitaktivitäten. Insbesondere an der Côte des Nacres, der Perlmuttküste im Südosten der französischen Mittelmeerinsel zwischen Ghisonaccia und Solenzara.
Die gebürtige Elsässerin spricht gut Deutsch und kennt sich in der Umgebung bestens aus. Vor mehreren Jahren hatte sie sich in Korsika verliebt, dort niedergelassen und gibt jetzt Ihre Kenntnisse und Beziehungen gerne weiter. Nach einem Gespräch mit den Urlauber:innen, die die Insel intensiver kennenlernen wollen, stellt sie Kontakte zu Tauchclubs, Bootsverleihern, Hubschrauberfirmen, Canyoningclubs und vielen weiteren Anbietern von Freizeitaktivitäten her. Eine Massage am Strand, die Besichtigung einer Pflanzendestillerie für ätherische Öle, ein Baby-Sitter für einen Tag? Sandrine hat Antworten für die ausgefallensten Wünsche.
Die Landschaft Korsikas bietet nahezu grenzenlose Möglichkeiten. Das weiß auch Sabine Olichon, eine Partnerin von Presta Corsica: „In kurzer Zeit ist man im Gebirge und kann in der Nähe der Felsnadeln von Bavella wandern. Und nachmittags geht man an den weiten Strand, der viel Platz für alle bietet.“ Sabine hatte lange Zeit im Großraum Paris gelebt, sich wie Sandrine ebenfalls in Korsika verliebt und ist mit ihrer Familie hierher gezogen. Voller Begeisterung vermietet sie jetzt 3-Sterne-Ferienhäuser in Ventiseri.
Die Villas Orinella sind drei zusammenliegende Häuser für jeweils vier bis sechs Personen mit einem gemeinschaftlichen Pool. Die Zimmer sind natürlich alle mit Klimaanlage ausgestattet. Der Empfang ist dort sehr persönlich mit einer Flasche Rosé, hausgemachten Konfitüren, Clementinen und regionalen Spezialitäten als Gastgeschenk. „Besonders schön ist ein Aufenthalt, wenn die Macchia ihre betörenden Düfte verströmt.“
Weitere Informationen:
Sandrine Ketterer www.prestacorsica.com
Sabine Olichon www.villasorinella.com
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