Granatapfel, köstlich, gesund und das neue Superfood

Granatapfel ist ein sog. Superfood. Das wussten schon die alten Ägypter und Griechen, denn Granatäpfel gelten als eine der ältesten Kultur- und Heilpflanzen. Sie wurden beispielsweise zur Behandlung von Durchfall und Geschwüren eingesetzt. In der Bibel galt der Granatapfel als eine der bedeutsamen sieben Früchte, mit denen das Land Israel gesegnet war. Und auch im Koran wird dem Granatapfel eine hohe Stellung eingeräumt, der auch im Paradies seinen Platz hat. Und das wohl nicht ohne Grund.

Wogegen hilft Granatapfel bzw. wofür ist er gut?

Der Granatapfel enthält größere Mengen bioaktiver Substanzen, insbesondere Polyphenole, Flavonoide, Anthocyane und Gallotannine. Gerade die Polyphenole, ähnlich wie in Rotwein, roten Früchten oder Blaubeeren sind möglicherweise für viele positive gesundheitliche Effekte verantwortlich. Mehr Infos dazu finden Sie auch auf Wikipedia.

Granatäpfel enthalten Kalium, Calcium, Magnesium Eisen und Zink. Zudem Vitamin E, Beta-Carotin uvm. Damit wirken sie sich positiv auf das Herz-Kreislaufsystem aus und können vor Krebs schützen. Granatäpfel verfügen über einen sehr hohen Anteil an Antioxidantien, etwa 3 mal so viel wie Brombeeren oder 12 mal so viel wie Orangen.
Im Granatapfelsaft werden auch Teile der Schalen und des Fruchtfleisches, die ebenfalls viele wertvolle Inhaltsstoffe besitzen, verarbeitet.

Wie schmeckt Granatapfel?

Im reifen Zustand, wenn die Körner ihre rote Farbe angenommen haben, schmecken sie süß-säuerlich und sind wunderbar knackig. Essen sollte man nur die Granatapfelkerne, die Schale und der Rest des Fruchtfleisches, die Membrane ist bitter bzw. ungenießbar.

Wozu passt Granatapfel?

Die süßen Körner oder der Saft des Granatapfels können für süße oder herzhafte Gerichte verwendet werden. Im Mittelmeerraum nutzt man sie zur Verfeinerung von Wild- oder Geflügelgerichten oder in Obstsalaten. Gerne wird z.B. Taboulé, der arabische Petersiliensalat mit Granatapfelkernen knackiger und süßlicher gemacht. Man findet unzählige Rezepte für Steaktatar, geröstetes Gemüse, Schokokuchen, Eis oder Tiramisu mit den roten Körnern im Netz.

Warum heißt der Granatapfel so?

Der Name stammt ab vom Lateinischen granum für „Korn“, „Kern“ oder „Samen“, was bei der erstaunlichen Anzahl von 200 bis 1.000 Körnern oder Samen, die der Granatapfel in sich trägt, nicht weiter verwunderlich ist. So lässt sich auch das Wort Granate, die explosive, mit Pulverkörnern gefüllte Wurfkugel erklären.

Granatäpfel sind sog. Superfood © George Dolgikh, Fotolia
Granatäpfel sind köstlich und gesund, sog. Superfood © George Dolgikh, Fotolia

Woher kommen Granatäpfel, wo werden sie angebaut?

Granatäpfel werden vorwiegend im Iran, der Türkei und in Spanien angebaut.

Wie entkernt man Granatapfel am besten?

Dazu hat wohl jeder seine eigene Methode. Auf jeden Fall ist es ratsam, sich vor dem roten Saft zu schützen, der aus verletzten Körnern tritt. Schnell hat man auf der Bluse oder dem Hemd rote Flecken, die sich kaum mehr rauswaschen lassen (Granatapfelsaft war in der Türkei und Vorderasien traditionell der Farbstoff, um Orientteppiche einzufärben).

Ein spanischer Bauer hat uns eine der besseren Methoden gezeigt:

Er schneidet den Granatapfel in der Hälfte rundum etwa einen halben Zentimeter ein, ohne die Körner innen zu verletzen, dann dreht er vorsichtig die beiden Hälften gegeneinander, sodass sie sich öffnen. Anschließend klopft er mit einem Löffel die Körner aus den Halbschalen.

Man kann aber auch die beiden Hälften in einer Schüssel mit Wasser tauchen und etwas von oben drücken. Die Kerne sinken ab, während die Schale und die weißen Häutchen auf dem Wasser schwimmen und so leicht zu trennen sind.

Nachfolgend gibt es dazu eine ganz hilfreiche Anleitung auf Youtube:

Siegbert Mattheis

Granatäpfel als Zwischenmahlzeit eines türkischen Fischers © Siegbert Mattheis
Granatäpfel als Zwischenmahlzeit eines türkischen Fischers © Siegbert Mattheis

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