Bordeaux hat neben einer Fülle von Sehenswürdigkeiten auch jede Menge versteckte kleine Plätze, besondere Orte und Ecken, die von Urlauber:innen – und selbst den Bordelaiser:innen – noch kaum besucht werden.
Unsere “hidden gems” für Bordeaux
Wir waren seit 2016 mehrfach in der früheren „schlafenden Schönheit“ und der Umgebung und haben euch unsere liebsten Geheimtipps gemeinsam mit Freund:innen und Einheimischen zusammengestellt. Bei der Auswahl haben wir Wert gelegt auf Authentizität, Originalität und Besonderes.
Geheimtipps Essen
In der Stadt mit der höchsten Restaurantdichte pro Einwohner:in in Frankreich ist es nicht einfach, die besten Geheimtipps für Kulinarik herauszufinden. Aber wir haben dennoch einige wunderbare, vor allem manche erst kürzlich eröffnete Schlemmeradressen entdeckt:
Chez Fred Bordeaux
Einer der besten Starts in den Morgen: ein Café Crème im legendären historischen Bistro Chez Fred. Dazu ein Croissant vom Bäcker nebenan. Dabei genießt man einen perfekten Blick auf die Porte Cailhau (die von hinten nicht so symmetrisch ist, wie sie von vorne wirkt) und das lebhafte Kommen und Gehen davor.
Hier treffen sich nicht nur Tourist:innen, sondern auch die Einheimischen jeden Tag, umgeben vom zarten Duft von Jasmin, der am Haus nach oben rankt. Egal, ob die Sonne scheint oder es regnet, man sitzt entweder an den zwei Tischen drinnen oder auf der großen Terrasse davor am Place du Palais. Die Mitarbeitenden und Chef Fred selbst sind schon am frühen Morgen gut gelaunt und geben auch gerne Tipps für den Tag! Abends ist es der gemütliche Treff für einen Tapas-Aperitif oder entspannte Cocktails bis um 2 Uhr nachts.
La Table Deruelle
Wow, was man mit und rund um Käse alles Wunderbares kreieren kann! Dieser Geheimtipp unseres Freundes Oliver, der seit über 30 Jahren in Bordeaux lebt und dort mit Leidenschaft innovative Wein-Events gestaltet, war eine echte Überraschung!
Alle Käsespezialitäten stammen aus der Käserei von Elodie Deruelle, die seit 2011 in Bordeaux einen exzellenten Ruf genießt. Ihre beiden Söhne Arnaud und Leo bereiten daraus mit Begeisterung faszinierende und überraschende Gerichte zu und servieren sie auch persönlich.
Bistro CulSec
Dieses kleine Bistro der Pariser Sommelière Sarah Bodianu und des Kochs Gaëtan Robert ist ein echter Geheimtipp! 2025 eröffnet, verbindet die beiden die Leidenschaft für qualitativ hochwertige Arbeit. Und das schmeckt man bei jedem Bissen! Die Speisekarte ist übersichtlich, aber jedes Gericht eine Offenbarung, so die einhellige Meinung der Bordelaiser:innen.
Wir hatten uns zu viert durch (fast) die ganze Karte geschlemmt … Dazu eine sorgfältig ausgewählte Weinkarte mit über 400 Positionen (ein ziemlich dickes Buch;) und – ein Plattenspieler, bei dem ihr eure Musik passend selbst zur Atmosphäre auswählen könnt!
“Cul sec” ist übrigens ein französischer Ausdruck für “auf ex trinken” oder “in einem Zug leeren”. Wörtlich bedeutet es “trockener Hintern”, weil das Glas nach dem schnellen Trinken komplett leer ist. 😉
Restaurant L‘Entrecôte
Das mag zwar kein Geheimtipp mehr sein, immerhin gibt es dieses Restaurant mit nur einem einzigen Gericht – Salat mit Walnüssen, Entrecôte und Pommes – schon seit 1959, aber ein zarteres Rindersteak mit einer derart genialen Sauce findet man so schnell nirgendwo sonst! Selbst der in französischen Genüssen erfahrene Autor Alexander Oetker widmet dieser Institution à la Bordelaise ein extra Kapitel in seinem Buch “Bordeaux und die Atlantikküste”.
Dabei ist es entgegen mancher Meinung absolut keine Touristenfalle und extrem demokratisch. Man kann nicht reservieren, alle stehen in einer Schlange an und jede:r bekommt das gleiche Gericht. Nur Menschen mit Behinderung erhalten bevorzugten Einlass. Und der Preis ist moderat: 23 Euro inkl. Nachschlag satt an knusprig-weichen Streichholzpommes, den pommes allumettes.
Cérès Boulangerie
Wenn ihr zum Frühstück lieber etwas Leckeres vom Bäcker holen wollt und den Café dazu lieber in der Unterkunft trinkt, dann geht zur Cérès Boulangerie! Der Gründer Pacôme Beaujard verzichtet bewusst auf Kühltruhen und arbeitet ausschließlich mit regionalen Bio-Zutaten und Bauern zusammen. Kürzlich wurde er sogar mit dem nationalen französischen Preis Talents des Cités ausgezeichnet.
Six Hotdogs
Eine weitere begeisterte Empfehlung unserer Freunde Sylvie und Oliver aus Bordeaux: Chefkoch Victor Chenot, der in Pariser Sternerestaurants und Bistros ausgebildet wurde, hat sich hier seinen Traum verwirklicht:, hausgemachte Würstchen und köstliche Saucen dazu!
Spezialitäten sind etwa Hotdogs mit Raclettekäse oder handgeschnittene, zweifach frittierte Pommes. Alle Zutaten sind frisch, so weit wie möglich von lokalen Produzenten bezogen.
Wir hatten es diesmal selbst nicht mehr geschafft vorbeizuschauen, aber diese Empfehlung wollten wir euch nicht vorenthalten. Die Bewertungen sprechen für sich 😉
Besondere Orte
Via Sensoria in der Cité du Vin
Die Cité du Vin ist bei einem Besuch in Bordeaux ein Pflichtprogramm, auch für Menschen, die mit Wein wenig anfangen können. Denn ohne Wein lässt sich die Stadt nicht wirklich verstehen. Er prägt seit Jahrhunderten, wenn nicht Jahrtausenden die gesamte Region.
Das Highlight ist die Via Sensoria, die man unbedingt vorbuchen sollte. In einer Stunde nehmen Maxime oder seine Kolleginnen und Kollegen einen mit auf eine Reise in die eigene Sensorik.
Keine klassische Weinverkostung, keine Technikvorlesung, kein Terroir-Raten, sondern einfach dem eigenen Geruchs– und Geschmackssinn vertrauen und ihn bewusst erleben. Manche Düfte entführen in die Sommer der Kindheit oder an romantische Herbstabende, und plötzlich findet man sie als Geschmacks- oder Duftnoten in einem Wein wieder.
Es gibt kein Richtig oder Falsch, nur das ansprechende Ambiente, die Erklärungen zu den Hintergründen unserer Sinne und die eigenen Empfindungen genießen …
Les Halles de Bacalan
Dieser Food Court, nur wenige Schritte vor der Cité du Vin gelegen, erinnert ein wenig an die Time Out Markets in Lissabon und anderen Städten. Hier könnt ihr euch an den vielen Ständen kleine Köstlichkeiten kaufen und an den Tischen drinnen und draußen verspeisen.
Seit 2017 betreibt das baskische Unternehmen Biltoki (der Ort, der Menschen zusammenbringt) das Konzept der Hallen.
Die 22 Stände auf einer Fläche von mehr als 1.000 qm wurden von Handwerkern, Händlern und Produzenten besetzt, die aufgrund ihres Fachwissens und ihrer ergänzenden Fähigkeiten ausgewählt wurden. Denn sie konzentrieren sich auf kurze Vertriebswege. 85 % der angebotenen Produkte stammen aus dem Südwesten Frankreichs.
Notre-Dame de Bordeaux
Etwas versteckt inmitten von Wohnhäusern im Zentrum gelegen, wird diese Kirche von Tourist:innen kaum besucht. Kein weithin sichtbarer Turm, kein großer Vorplatz, der die Fassade zur Geltung bringen könnte.
Erbaut wurde sie im Barockstil, Ende des 17. und Anfang des 18. Jahrhunderts.
Eine Besonderheit verbirgt sich in der Konstruktion der Kuppel: Ihre Wandstärke wurde so genehmigt, dass sie die Installation einer feindlichen Kanone unmöglich macht, die auf das Château Trompette hätte gerichtet werden können.
Das Château war eine Zwingburg, mit der die französischen Könige nach dem Ende des Hundertjährigen Krieges Bordeaux in Schach hielten, die Kanonen auf die Stadt gerichtet. Es stand auf dem heutigen Place des Quinconces und wurde 1818 abgerissen.
Der österreichische Maler Oskar Kokoschka hielt die Kirche 1925 während seines Aufenthalts in der Stadt auf der Leinwand fest. Ihre bemerkenswerte Akustik macht sie zudem zu einem beliebten Konzertort. Wer dem Trubel draußen entkommen möchte, findet hier einen ruhigen Moment der Besinnung.
Links vom Eingang schließt sich die wunderschöne, etwas geheime Passage Sarget aus dem 19. Jahrhundert an, mit einem Teesalon, einem kleinen Hutladen, einem Schmuckgeschäft, einer Parfümerie und weiteren Läden.
Abends verwandelt sich die Passage in den romantischen Speisesaal des Restaurants Passage Secret. Unter Küchenchef Thomas Pasquereau zelebriert das Fine-Dining-Restaurant die klassische französische Küche, zeitgemäß und elegant interpretiert, mit regionalen Produkten und saisonalen Zutaten. Reservierung unbedingt empfohlen.
Büste von Toussaint Louverture
Ein haitianischer Revolutionsführer und Gründer der ersten schwarzen Republik und Bordeaux? Was auf den ersten Blick keinen Zusammenhang ergeben mag, macht bei genauerer Betrachtung durchaus Sinn. Denn Bordeaux hatte quasi das Handelsmonopol mit der damaligen Kolonie Sainte Domingue und profitierte enorm vom Sklavenhandel und den Erzeugnissen wie Zucker und Rum, bis die Insel als Haiti unabhängig wurde und das erste schwarze Kaiserreich der Geschichte entstand.
Die Büste wurde anlässlich des 200. Jahrestages der Gründung der Republik Haiti 1804, vom haitianischen Bildhauer Ludovic Booz gestaltet, hier 2005 als Würdigung aufgestellt.
2019 wurde auch der Platz nach Toussaint Louverture benannt.
Street Art
Street Art ist in Bordeaux noch nicht ganz so präsent wie etwa in Lissabon oder Porto. Dennoch ist hier eine aufstrebende Community zu beobachten, teilweise unterstützt bzw. toleriert von der Stadtverwaltung. Wir hatten eine Tour mit der sympathischen Irin Jourdan, die seit über 15 Jahren in der Stadt lebt und uns einige der bemerkenswertesten Murals und Installationen zeigte.
An diesem obigen Bild mit dem Titel „Afrique“ des Bordelaiser Street Art-Künstlers A-MO hätten wir vielleicht die Art der Malerei und den Wal bewundert, wären normalerweise aber wohl weitergegangen.
Aber Jourdan erzählt uns die bewegende, „vergessene“ Geschichte dahinter. Denn es ist eine Hommage an den Untergang der „französischen Titanic“, mit 568 Toten das größte zivile Seekatastrophe in der Geschichte Frankreichs. Die „Afrique“ lief in Bordeaux, nur wenige Meter vom Standort des Gemäldes entfernt, im Januar 1920 Richtung Senegal aus. An Bord waren viele Familien mit Kindern und auch senegalesische Soldaten, die den 1. Weltkrieg überlebt hatten und in die Heimat fahren wollten. Durch eindringendes Wasser schon in der Gironde schafften sie es nur noch bis kurz vor La Rochelle. Dort wurde das Schiff schließlich manövrierunfähig, zerschellte an einem Felsen in stürmischer und kalter See und ging unter. Es gab nur 34 Überlebende.
Initiiert wurde die Hommage von Karfa Diallo vom Verein Mémoires et Partages.
Mehr über diese Tragödie findet ihr auf der französischen Wikipediaseite
Viele weitere Murals und Graffiti-Art findet ihr im Chartron-Viertel.
French.house
Dieses entspannte Restaurant mit innovativer Cocktailbar haben wir durch Zufall entdeckt, beim Durchstreifen der Gassen auf der Suche nach einem sonnigen Plätzchen. Es liegt am kleinen Place Puy Paulin, mit einem schönen Blick hinunter in die Rue Castillon. Chillige Beats im Hintergrund, jedes Gericht hausgemacht, alle Zutaten saisonal und von lokalen Produzenten.
Die Weinkarte mit über 90 Positionen reicht von renommierten Châteaux bis zu kleinen unabhängigen Winzerinnen und Winzern, die auf biologische und biodynamische Praktiken setzen. Sympathisch ist auch das Engagement des Hauses für Bio- und Lokalprodukte, Mülltrennung, Recycling und ein eigenes Wasserfiltersystem.
Den Brunch, den das freundliche Team jeden Samstag und Sonntag von 9 bis 16 Uhr serviert, konnten wir leider nicht selbst ausprobieren. Unsere Freund:innen schwärmen jedoch davon. Legendär, sagen sie.
Place Meynard, St Michel
Das ist unser absoluter Lieblingsplatz. Authentisch, lebendig und voller Charakter: Rund um diesen weitläufigen Platz vor der Kirche St. Michel reihen sich charmante Studentencafés, Bars und traditionelle Restaurants.
Für Veranstaltungen aller Art wird er ebenfalls genutzt. Wir haben hier sogar spontan mit Einheimischen Fußball gespielt, mit dem freistehenden Kirchturm Pêche (dem höchsten Turm von Bordeaux) als Tor 😉 .
Jeden Montag- und Samstagmorgen findet ein Markt auf dem Platz statt.
Aber seine eigentliche Magie entfaltet der Platz abends. Dann mischen sich Marihuanadüfte mit den Röstaromen von Kebab und Pizza, Studierende debattieren über Philosophie oder das nächste Abendessen, und an einer Ecke spielt ein marokkanischer Vater mit seinem Sohn. Eine herrliche Atmosphäre, die einen in das lebendige, echte Bordeaux eintauchen lässt. Diese Qualität schätzten schon bordelaisische Dichter wie Meste Verdié und Ulysse Despaux.
Shopping
Librairie Mollat
Die Librairie Mollat ist die größte unabhängige Buchhandlung Frankreichs und eine echte Kulturinstitution. Auf 2.500 Quadratmetern, verteilt auf fünf ehemalige Herrenhäuser, schlängeln sich rund 18 Kilometer Regalfläche labyrinthisch durch die Räume.
Das Sortiment umfasst über eine halbe Million Bücher: Literatur, Kunst, Wissenschaft, Comics, Reiseführer sowie Werke in verschiedenen Fremdsprachen, darunter Englisch und Deutsch.
Weltweit bekannt ist die Buchhandlung für ihren Instagram-Account, auf dem Kunden passend zu ihrem jeweiligen Buchcover fotografiert werden.
La Perle des Dieux Sardinen
Sardinen sind unsere Leidenschaft, ob frisch geräuchert, in Öl mariniert oder in der Dose. Letztere schätzen wir nicht zuletzt wegen der oft wunderschönen Verpackungsgestaltung. Fündig geworden sind wir in diesem Laden der Conserverie, die seit 1887 besteht.
Für die Jahrgangssardinen von La Perle des Dieux werden Sardinen vor Saint-Gilles-Croix-de-Vie, südlich von Nantes, zur besten Jahreszeit ab August und September, gefischt und nach einem Fettgehalt von über 12% sorgfältig ausgewählt. Nach dem Eindosen werden sie dunkel und kühl gelagert und erst nach mindestens sechs Monaten in den Verkauf gebracht. Damit die Sardinen auf jeder Seite gleichmäßig mit Öl bedeckt bleiben, werden die Dosen alle sechs Monate gewendet, erklärt uns Leo im Laden begeistert.
Für die Gestaltung der Jahrgangsserien arbeitet La Perle des Dieux mit zwei Künstlerinnen zusammen. Delphine Cossais gestaltet die Serie Mademoiselle, poetisch und traumhaft. Coralie Joulin verantwortet die Serie Lulu, poppig und farbenfroher.
Rooftopbar
Rooftop-Bar und Restaurant Tchanqué
Rooftopbars gibt es in Bordeaux nicht allzu viele, aber diese auf der Terrasse des Indigo Hotels im 7. Stock bietet wohl den schönsten Ausblick über die Garonne. Im Herzen des schicken Bohème-Viertels Chartrons gelegen, schweift der Blick zur Hebebrücke und zur Cité du Vin auf der einen, zur Pont de Pierre und St. Michel auf der anderen Seite.
Den Großteil ihrer Produkte beziehen die Inhaber direkt vor Ort, von Gemüsebauern, Fischhändlern, Bäckern und anderen Erzeugern aus der Region.
Der Name Tchanqué verweist auf die berühmten Austernhütten auf Stelzen im Becken von Arcachon. Der Begriff entstammt dem gaskognischen Dialekt und bedeutet so viel wie “auf Stelzen stehend”. Errichtet wurden diese Hütten Ende des 19. Jahrhunderts von Austernzüchtern, um ihre Austernparks zu bewachen und die Gezeiten zu beobachten.
Passend dazu bietet das Tchanqué jeden Samstag von 12 bis 15 Uhr ein Austernbuffet an, Le Cabane du Tchanqué.
Die Lister unserer Geheimtipps ist noch nicht zu Ende, wir werden sie immer wieder ergänzen und aktualisieren. Auf jeden Fall wünschen wir euch viel Spaß in dieser wunderbaren Stadt!
Siegbert Mattheis
Siegbert Mattheis, Jahrgang 1959, ist seit seinem ersten Italienaufenthalt 1977 vom mediterranen Lebensgefühl begeistert. Seitdem bereist er mehrmals im Jahr die Länder rund um das Mittelmeer. Nach seinen Studien Kommunikationsdesign, Philosophie, Wissenschaftstheorie und Kunstgeschichte gründete er eine Werbeagentur, die er seit 1998 gemeinsam mit seiner Frau Claudia Mattheis führt. 2002 bauten beide gemeinsam Ambiente–Mediterran.de auf, das inzwischen größte Lifestyle-Magazin rund um die mediterrane Kultur. Darüber hinaus ist er Fachjournalist und Fotograf, begeisterter Hobbykoch und Liebhaber stilvoller Einrichtung. Gründliche Recherche und Liebe zum Detail gehören zu seinen Leidenschaften. Mit seiner Frau lebt er in Berlin Prenzlauer Berg.
Zuletzt aktualisiert im Mai 2026 von Siegbert Mattheis























































