Die Marken in Italien, wenig bekannt und ursprünglich: Tipps und Sehenswürdigkeiten

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Selbst für viele Italiener sind die Marken in Italien noch weitgehend unbekanntes Terrain. Als wir das erste Mal 2006 dort waren, hatten wir Mühe, einen geeigneten Reiseführer über die Region Marche zu finden. Das ist erstaunlich, denn nur wenige Kilometer an der Adriaküste nordwärts liegt das bekannte Rimini. Unsere Tipps für die diese wunderschöne Region und ihre Sehenswürdigkeiten:

Ursprüngliches Italien

Rimini steht seit den 60er Jahren für Badetourismus schlechthin. Aber anscheinend lockt es die Wenigsten weiter südlich. Dabei ist die zwischen der Emilia-Romagna im Norden, Toskana und Umbrien im Westen und der Region Abruzzen im Süden gelegene Region Marche mit eine der schönsten und ursprünglichsten Regionen Italiens und bietet viele Sehenswürdigkeiten. Dazu eine bodenständige Küche, wunderbare Weine, herzliche und äußerst gastfreundliche Menschen und eine beinahe lieblich zu nennende Landschaft. Hier hat man grandiose Panoramaausblicke über weich geschwungene Hügel mit farbigem Patchworkmuster aus Wiesen, Sonnenblumen- und Weizenfeldern. Oben auf diesen Hügeln finden Sie ab und zu ein Dorf oder ein Städtchen aus Backsteinen in Sepiabraun, viele behutsam mit EU-Mitteln restauriert.

Kornfelder und weiter Blick über Hügel
Die weitläufige Landschaft bei Fermo © Siegbert Mattheis
Ansicht Grottazzolina in den Marken © Siegbert Mattheis
Grottazzolina in den Marken © Siegbert Mattheis
Straßenecke im Regen
Typische Backsteinarchitektur der Marken @ Siegbert Mattheis
Stadt auf hohem Felsen, weiter Blick in die grüne Landschaft
Santa Vittoria in Matenano © Siegbert Mattheis
Ein Bauernhof in der gelbgrünen Landschaft
Felder und einzelne Bauernhöfe kennzeichnen die Marken © Siegbert Mattheis

Die Marken – ein wenig Toskana

Die Marken sind durchaus vergleichbar mit der Toskana, nur weniger bevölkert, ohne die typischen Zypressen und vom ausländischen Tourismus weitgehend verschont. Das Meer ist türkisblau und klar, der feine Sandstrand wird liebevoll gepflegt.

An der Küste finden Sie zwar wie überall in Italien die akkurat aufgestellten Liegestuhlreihen, aber so gut wie keine Betonburgen oder Bausünden.

Erleuchtete Stadt und Vollmond über dem Meer
Blick von Grottamare Alta auf die Adria © Siegbert Mattheis
ockerfarbene Villa mit Balustern
Klassizistische Villa in Pedaso © Siegbert Mattheis
gelblich beleuchteter kleiner Platz mit Restaurants
Typisch italienisch: Piazza Peretti in Grottamare Alta © Siegbert Mattheis

Sehenswürdigkeiten in den Marken

Die Küstenorte Pedaso und auch Cupra Marittima haben sich auch ein wenig den Charme der Sechziger Jahre bewahrt. Hier finden Sie viele guterhaltene klassizistische Villen.

Weiter südlich entlang der Riviera delle Palme gelangen Sie nach Grottammare und San Benedetto del Tronto, die zu den Hauptbadeorten der südlichen Marken gehören.

Wenn Sie allerdings nicht nur Strand und Landschaft pur wollen, bieten Ihnen die Marken unzählige Kirchen, Klöster, Burgen und vor allem viele historische Städte zur Besichtigung sowie zahlreiche kulturelle Veranstaltungen, u.a. die Opernaufführungen im 100 Jahre alten Freilufttheater „Arena Sferisterio“ in Macerata von Mitte Juli bis Mitte August oder im historischen Theater „Teatro dell’Aquila“ von 1780 in Fermo während der Wintermonate.

Die Hauptstadt Ascoli Piceno ist mit dem Dom, der Loggia dei Mercanti, zwei Römerbrücken ebenfalls sehenswert. Auf der zentralen Piazza del Popolo spielt sich das Leben ab. Dort finden Sie auch das im Jugenstil eingerichtete Caffè Meletti, das Drehort vieler Filme war. Bestellen Sie dort vielleicht mal einen Anisetta oder eine köstliche Eisspezialität …

Restaurantstühle auf Platz aus Marmor
Piazza del Popolo in Ascoli Piceno © Siegbert Mattheis
Cafe im Jugendstil
Caffe Meletti in Ascoli Piceno © Siegbert Mattheis

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Italienische Feinkost von Gustini

Probieren Sie auch unbedingt die marchegianische Spezialität Olive all‘ascolana, mit Hackfleisch und Gewürzen gefüllte Oliven, die paniert und anschließend in Olivenöl frittiert
werden.

Siegbert Mattheis

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