Toskana Urlaub, die 10 schönsten Orte und viele Tipps

Lange Zypressenalleen, weite hügelige Landschaften, silbrig glitzernde Olivenbäume, Terrakottatöne, großartige Weine, mittelalterliche Städte und Kunstschätze ohne Ende, das ist die Toskana.

Hier stellen wir Ihnen die 10 schönsten Orte in der Toskana vor:

Typisch Toskana © Siegbert Mattheis
Typisch Toskana © Siegbert Mattheis

Wir haben diese wunderbare Region in den letzten Jahrzehnten mehrfach bereist und uns auf die Suche nach den unserer Meinung nach schönsten Orten begeben.

1. Florenz

Vom Piazzale Michelangelo aus bietet sich ein wunderbarer Blick auf Florenz bei Sonnenuntergang © Siegbert Mattheis
Vom Piazzale Michelangelo aus bietet sich ein wunderbarer Blick auf Florenz bei Sonnenuntergang © Siegbert Mattheis
Beeindruckende Uffizien in Florenz © Siegbert Mattheis
Die beeindruckenden Uffizien in Florenz © Siegbert Mattheis
Der Ausblick von der Domkuppel in Florenz lohnt sich © Siegbert Mattheis
Der Ausblick von der Domkuppel in Florenz lohnt sich © Siegbert Mattheis

Florenz müssen Sie gesehen haben! Die Stadt ist ein Kunstzentrum von Weltrang. Im 15. Jd. florierte Florenz unter der Herrscherfamilie der Medici, die Stadt war die einflussreichste europäische Metropole für Banken und Handel. Von hier stammen viele Begriffe aus dem Bankenwesen wie Konto, Saldo oder Kredit (ital. credere = glauben). Durch den Reichtum der Stadt wurde viel Geld in Kunst und imposante Bauten wie den Dom investiert. Leonardo da Vinci, Botticelli, Donatello, Michelangelo, Machiavelli und Galileo Galilei sowie viele andere Künstler und Gelehrte wirkten in Florenz. Hier wurde die Renaissance geboren. Die Uffizien beherbergen eine der größten Kustsammlungen der Welt und der Ponte Vecchio ist eine der letzten erhaltenen bebauten Brücken, wie sie im Mittelalter nahezu überall üblich waren.

Tipp: um das Schlangestehen an den Uffizien zu umgehen, besorgen Sie sich am besten vorher Tickets online.
Und noch ein Tipp: die Altstadt um den Dom herum ist von März bis Oktober voll mit Tagestouristen. Etwas entspannter geht es südlich des Arno zu, oltr‘Arno, wie die Bewohner sagen. Dort, wie z.B. rund um den Palazzo Pitti finden Sie auch noch viele kleine traditionelle Handwerkerläden.

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2. Siena

Blick auf Siena und den Piazza del Campo © Siegbert Mattheis
Blick auf Siena und den Piazza del Campo © Siegbert Mattheis

Siena war (und ist) die ewige Konkurrentin von Florenz (siehe auch die spannende Geschichte, wie der schwarze Hahn auf die Chiantiflaschen kam). Der zentrale Piazza del Campo gilt als einer der schönsten der Welt. Der gewaltige schwarz-weiße Dom, der die Silhoutte von Siena beherrscht, war ursprünglich nur als ein Seitenflügel eines gigantisch größeren Domgebäudes gedacht, bis den Sienesern das Geld ausging.

Das wichtigste kulturelle Ereignis in Siena ist der historische Palio, ein 3-minütiges, waghalsiges Pferderennen rund um die Piazza, jedes Jahr am 2. Juli und am 16. August. Hier treten die verschiedenen Contrade, die Viertel von Siena, gegeneinander an. Es gilt als das härteste Pferrennen der Welt.

Tipp: Bereits seit 1956 ist die komplette Innenstadt Fußgängerzone, daher suchen Sie sich besser gleich einen Parkplatz außerhalb.
Probieren Sie auch unbedingt die Süßigkeiten, für die Siena berühmt ist, z.B. Ricciarelli, süße Honig Makronen oder Panforte. Am besten in der Bäckerei Nannini, Verwandte von Gianna Nannini, die in Siena geboren wurde.

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3. Pisa

Der Turm in Pisa ist wirklich ziemlich schief © Siegbert Mattheis
Der Turm in Pisa ist wirklich ziemlich schief © Siegbert Mattheis

3. Pisa

Pisa ist weltberühmt durch seinen schiefen Turm, der sich bereits in der Bauphase, als man beim dritten Stockwerk angekommen war, wegen des schwachen Untergrunds zur Seite neigte. Daher versuchte man ab da die Schieflage auszugleichen. Auf den ersten Blick fällt das nicht auf, aber wenn Sie genauer hinsehen, entdecken Sie es. Der Turm und der daneben stehende Dom sind natürlich die Touristenattraktionen, aber die gesamte Altstadt und das Ufer des Arno sind ebenfalls sehenswert. Hier geht es auch viel entspannter zu.

Tipp: Ein Ausflug ins nahegelegene Marina di Pisa am Meer lohnt sich ebenfalls.

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4. San Gimignano

San Gimignano mit seinen Geschlechtertürmen © Siegbert Mattheis
San Gimignano mit seinen Geschlechtertürmen © Siegbert Mattheis

Schon von weitem stechen einem die hohen Geschlechtertürme von San Gimignano ins Auge. Diese wurden im Mittelalter von den jeweiligen Familien möglichst immer höher als die der Konkurrenzfamilie gebaut. Sie wurden allerdings nicht nur aus Prestigegründen gebaut, sondern dienten vor allem als Schutz vor Angreifern. Heute sind in San Gimignano noch 15 Türme in voller Höhe erhalten. Sehenswert sind nicht nur die Türme, sondern auch der mittelalterliche Kern des Ortes. Wenn Sie in der Hauptsaison den Touristenströmen entkommen wollen, brauchen Sie nur in die schmalen Seitengassen abzubiegen, schon sind Sie so gut wie allein.

Tipp: Hier sollten Sie unbedingt den hervorragenden Weißwein Vernaccia di San Gimignano verkosten!

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5. Volterra

Blick von Volterra zum Meer © Siegbert Mattheis
An klaren Tagen kann man von Volterra bis zum Meer sehen © Siegbert Mattheis

Volterra liegt auf einem Hügel inmitten einer großartigen Landschaft. Bei klarem Wetter können Sie sogar bis zum 40 km entfernten Meer sehen. Volterra ist die wichtigste ehemalige Stadt der Etrusker. Von diesem Volk mit einer Hochkultur zwischen etwa 800 bis 200 v. Chr. leitet sich der Name Toskana her. Sie wurden von den Römern Tusci und ihr Herrschaftsgebiet Tuscia genannt. Immer noch ist relativ wenig von diesem Volk bekannt. Ungewöhnlich sind ihre ausgegrabenen Kultgegenstände, z.B. die sog. Schatten, in die Länge gezogene Figuren. Der Künstler Giacometti hatte sich davon zu seinen berühmten Figuren inspirieren lassen. Nachbildungen davon können Sie in jeder Größe in den Souvenirshops entdecken. Durch große Alabastervorkommen in der Nähe ist Volterra auch ein Zentrum der Herstellung von Gegenständen aus Alabaster, einer durchscheinenden Gipsart.

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6. Cortona

Marktplatz in Cortona © Siegbert Mattheis
Marktplatz in Cortona © Siegbert Mattheis
Weite Blicke über die Ebene von Cortona aus © Siegbert Mattheis
Weite Blicke über die Ebene von Cortona aus © Siegbert Mattheis

Cortona ist einer unserer Lieblingsorte in der Toskana. Der Ort liegt knapp 500 m hoch weit oben an einem Hang über dem Chiana-Tal in der Nähe des Lago Trasimeno mit einem der besterhaltenen mittelalterlichen Stadtkerne der Toskana. Am Hauptplatz erhebt sich das alte Rathaus mit einer breiten Freitreppe, an der sich zu allen Tageszeiten die Einheimischen treffen. Steile Gassen und kleine Plätze zwischendurch laden zum Bummeln und Verweilen ein. Und immer wieder bieten sich grandiose Weitblicke über die Landschaft.
Zu einiger Berühmtheit kam Cortona, als der Liebesfilm „Unter der Sonne der Toskana“ (Originaltitel: Under the Tuscan Sun) in die Kinos kam. Es war die Verfilmung das gleichnamigen autobiografischen Buches von Frances Mayes, die in Cortona eine leerstehende Villa, die Casa Bramasole kaufte.

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7. Lucca

Der ungewöhnliche ovale Marktplatz in Lucca © Siegbert Mattheis
Der ungewöhnliche ovale Marktplatz in Lucca © Siegbert Mattheis

Lucca ist als einzige Stadt der Toskana noch komplett von einer Wehrmauer umgeben. Sehenswert ist auch der Hauptplatz, der in einer ungewöhnlichen ovalen Form angelegt ist.

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8. Montepulciano

Montepulciano © Siegbert Mattheis
Montepulciano © Siegbert Mattheis
Das wunderschöne historische Caffé Poliziano in Montepulciano © Siegbert Mattheis
Das wunderschöne historische Caffé Poliziano in Montepulciano © Siegbert Mattheis

Montepulciano ist vor allem wegen seines Vino Nobile, dem edlen Wein bekannt. Steile Gassen führen vom Ortsrand zum Kern oben auf einem Hügel. Viele Handwerkerläden mit Schuhen oder Käse säumen diese schmalen Gassen. In einer von ihnen, der Via di Voltaia liegt auch das 1868 gegründete Caffé Poliziano, das zu den schönsten historischen Cafés der Toskana zählt. Hier haben sich auch schon Federico Fellini und andere Prominente wohlgefühlt.

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9. Arezzo

Piazza Grande in Arezzo, menschenleer in der Nebensaison © Siegbert Mattheis
Piazza Grande in Arezzo, menschenleer in der Nebensaison © Siegbert Mattheis

Arezzo ist eine entspannte, angenehme Stadt und noch nicht zu sehr von Touristenströmen überrannt. In der Nebensaison sehen Sie manchmal überhaupt keine Touristen und wandeln manchmal auf komplett leeren Plätzen. Im Zentrum finden Sie noch viele ursprüngliche kleine Handwerksbetriebe und schöne Geschäfte. Am ersten Wochenende jedes Monats findet hier zudem der größte Antiquitätenmarkt Italiens statt.

Tipp: An der Piazza Grande liegt das sehr empfehlenswerte Ristorante La Lancia D’Oro unter hohen Arkaden.

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10. Pitigliano

Hoch auf einem Felsen thront das mittelalterliche Städtchen Pitigliano © Siegbert Mattheis
Hoch auf einem Felsen thront das mittelalterliche Städtchen Pitigliano © Siegbert Mattheis

Pitigliano ist beinahe noch so etwas wie ein Geheimtipp. Ganz im Süden der Toskana, in der Maremma auf einem schroffen, steil abfallenden Tuffsteinfelsen gelegen, zählt der Ort zu den borghi più belli d’Italia (den schönsten Orten Italiens). Hier fanden auch Juden im 16. Jh. Zuflucht vor Verfolgung und Vertreibung. Die Synagoge und das jüdische Viertel einer seit 1500 bestehenden sephardischen Gemeinde („Klein-Jerusalem“) in der Altstadt ist heute restauriert und wieder zu besichtigen. Rund um Pitigliano finden Sie auch eine große Anzahl von Grabstätten der Etrusker.

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