Cilento Sehenswürdigkeiten, Tipps: perfekt geeignet für den Familienurlaub

4.9/5 (10)

Der Cilento in Italien ist noch immer ein Geheimtipp. Ursprüngliche Fischerdörfer, grüne Landschaften, weite Sandbuchten am Meer und kristallklares Wasser kennzeichnet den Cilento.

Cilento, die grüne Lunge Süditaliens: türkisblaues, klares Wasser umspült unsere Füße auf dem feinen, beinahe menschenleeren Sandstrand. Grün bewaldete Hügel erheben sich sanft hinter einem noch ziemlich ursprünglichen Fischerdorf. Wir sind in einer der landschaftlich schönsten Regionen Italiens. Mit 100 km meist flach abfallenden Stränden, viel unberührter Natur, köstlicher Küche, süditalienischer Gastfreundschaft und noch günstigen Preisen ist der Cilento die perfekte Urlaubsregion nicht nur für Familien. Kulturell Interessierte, Trekkingfreunde und Taucher kommen hier ebenfalls auf ihre Kosten.

Santa Maria di Castellabate © Fotolia
Santa Maria di Castellabate © Fotolia

Wo liegt der (oder auch das) Cilento?

Das landschaftlich reizvolle Gebiet gehört zu Kampanien in Italien und liegt als große Ausbuchtung südlich von Salerno und reicht bis zum Golf von Policastro. Östlich davon wird es von der Autobahn Neapel nach Reggio di Calabria begrenzt.
Der Cilento umfasst den zweitgrößten Nationalpark Italiens, der seit 1998 zum UNESCO-Welterbe gehört. Übrigens als einzige Landschaft des Mittelmeeraums.

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Die Strände im Cilento sind ideal für Familien mit Kindern © Fotolia
Die Strände im Cilento sind ideal für Familien mit Kindern © Fotolia

Die saubersten Gewässer Italiens

Vor allem junge italienische Familien zieht es in den Sommermonaten hierher. Hier können sie kostengünstig in landschaftlicher Vielfalt ihren Urlaub verbringen. Und nicht zuletzt kommen sie auch wegen der hervorragenden Wasserqualität an den Stränden hierher, die regelmäßig mit der Bandiera Blu ausgezeichnet werden, der Blauen Flagge für ein besonders sauberes Wasser. Das Meer am Cilento zählt seit vielen Jahren immer wieder zu den Top Ten der saubersten Gewässer Italiens.
Aber nicht nur das Meer ist kristallklar, sondern auch die zahlreichen Flüsse im Nationalpark. Das bezeugt die größte Fischotterpopulation in ganz Italien.

Eines der vielen Dörfer auf den Hügeln im Hinterland © Siegbert Mattheis
Eines der vielen Dörfer auf den Hügeln im Hinterland © Siegbert Mattheis

Die schönsten Sehenswürdigkeiten im Cilento, von Nord nach Süd:

1. Paestum

Sehenswert im Cilento ist neben seiner Natur die Ausgrabungsstätte Paestum mit bedeutenden Denkmälern aus griechischer und römischer Zeit, hier vor allem die drei gut erhaltenen dorischen Tempel. Nicht weit davon weiden die italienischen Wasserbüffel, aus denen der bekannte Mozzarella di Bufala hergestellt wird.

Athena-Tempel in Paestum © Siegbert Mattheis
Athena-Tempel in Paestum © Siegbert Mattheis
Der Poseidon-Tempel in Paestum © Siegbert Mattheis
Der Poseidon-Tempel in Paestum © Siegbert Mattheis
Aus dem Cilento stamnmt der Original Mozzarella di Bufala © Siegbert Mattheis
Aus dem Cilento stamnmt der Original Mozzarella di Bufala © Siegbert Mattheis

2. Agropoli und Castellabate

Agropoli im Norden bietet eine sehenswerte Altstadt auf Klippen am Meer.

Castellabate etwas weiter südlich mit seinem fantastischen Blick über das Meer zur Amalfiküste bis nach Capri gehört zu den „borghi più belli d‘Italia“, den schönsten Orten Italiens. Im gemütlichen Santa Maria di Castellabate gleich darunter an der Küste stehen die Häuser teilweise direkt am Sandstrand.

In Santa Maria di Castellabate stehen einige Häuser direkt am Sandstrand © Siegbert Mattheis
In Santa Maria di Castellabate stehen einige Häuser direkt am Sandstrand © Siegbert Mattheis
Pinienhain am Strand bei Ogliastro Marina © Siegbert Mattheis
Pinienhain am Strand bei Ogliastro Marina © Siegbert Mattheis

3. Acciaroli und Pioppi

In das traditionelle Fischerdorf Acciaroli zog es schon Hemingway, der 1952 hier einige Wochen verbrachte.

Nicht weit davon entfernt liegt der kleine Küstenort Pioppi. Er gilt als die Wiege der Mittelmeerdiät. Hier lebte Ancel Keys bis zu seinem Tod im Alter von 100 Jahren und erforschte die Ernährungsweise der Einwohner des Cilento, die so gut wie keine Herzinfarkte erleiden. Im Museum in Pioppi erfährt man mehr darüber.

Pioppi, klein, aber berühmt © Siegbert Mattheis
Pioppi, klein, aber berühmt © Siegbert Mattheis
Fischer in Acciaroli © Siegbert Mattheis
Fischer in Acciaroli © Siegbert Mattheis

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4. Velia

In Velia etwas weiter südlich lehrten einst griechische Philosophen. Velia, oder Elea mit griechischem Namen, wurde bereits 540 v. Chr. von den Griechen gegründet als hafenstadt gegründet und gehörte zur Magna Graecia, den griechischen Kolonien in Süditalien. Durch Verlandung etwa im 9. Jh verlor sie jedoch an Bedeutung und wurde aufgegeben.

Die Ausgrabungsstätte rund um den weithin sichtbaren Normannenturm ist bisher erst zu einem kleinen Teil erforscht.

runder Turm vor blauem Himmel
Der Torre di Sanseverino in Velia, ein normannisch-angiovinischer Festungsturm © Fotolia
Mauer mit schmalem Durchgang in Felsen
Die Porta Rosa in Velia © Fotolia

5. Pisciotta und Marina di Pisciotta

Pisciotta wurde schwer zugänglich oben auf einem Berg im 10. Jahrhundert gegründet, nachdem die Orte an der Küste immer wieder unter Überfällen der Sarazenen leiden mussten. Die zahlreichen Olivenbäume rund um den Ort gelten als eine der ältesten Italiens, sie sind bis zu 18 m hoch und haben einen Durchmesser von bis zu 12 m!

Im kleinen schönen Fischerort Marina di Pisciotta 5 km weiter unten am Meer lebt eine uralte Fischfangtradition mit speziellen Holzbooten (menaide) fort. In Salz eingelegte Sardellen, die alici di menaica, sind die Spezialität des Ortes.

Pisciotta oben auf dem Berg mit fantastischer Aussicht © Siegbert Mattheis
Pisciotta oben auf dem Berg mit fantastischer Aussicht © Siegbert Mattheis
Entspannter Chat ohne Smartphone in Marina di Pisciotta © Siegbert Mattheis
Entspannter Chat ohne Smartphone in Marina di Pisciotta © Siegbert Mattheis
Fischer in Marina di Pisciotta © Siegbert Mattheis
Fischer in Marina di Pisciotta © Siegbert Mattheis

6. Palinuro

Beim Capo Palinuro soll nach Vergils Darstellung in der Aeneis der Steuermann Palinurus in den Schlaf und anschließend ins Meer gefallen sein. Drei Tage trieb er auf einem mitgerissenen Ruder auf dem Meer, bis er am Ufer von den Bewohnern der Gegend erschlagen wurde. Später gab man dem vorspringenden Felsen seinen Namen. Im Felsen gibt es mehrere Grotten, u.a eine blaue und eine rote, die denen von Capri in nichts nachstehen, aber weit weniger überlaufen sind. Palinuro ist auch ein hervorragendes Tauchrevier.

Fantastisches Licht in einer der blauen Grotten bei Palinuro © Siegbert Mattheis
Fantastisches Licht in einer der blauen Grotten bei Palinuro © Siegbert Mattheis
Eine Bootstour rund um Palinuro lohnt sich © Siegbert Mattheis
Eine Bootstour rund um Palinuro lohnt sich © Siegbert Mattheis
Abendstimmung, Blick auf Palinuro © Siegbert Mattheis
Abendstimmung, Blick auf Palinuro © Siegbert Mattheis
Kaum Verkehr auf den Küstenstraßen im Cilento © Siegbert Mattheis
Kaum Verkehr auf den Küstenstraßen im Cilento, hier vor Marina di Camerota © Siegbert Mattheis

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7. Marina di Camerota

Marina di Camerota, der letzte größere Ort an der Küste des Cilento ist ein mittlerweile touristisch gut erschlossener Ort und bietet etwas außerhalb wunderschöne Sandstrände.

8. Karthäuserkloster in Padula

Im Landesinnern ist vor allem das Karthäuserkloster in Padula sehenswert, das neben Velia und Paestum das dritte UNESCO-Welterbe im Cilento darstellt.

Siegbert Mattheis

Das Karthäuserkloster in Padula © Fotolia
Das Karthäuserkloster in Padula © Fotolia

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