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Capri an einem Tag entdecken: Die schönsten Sehenswürdigkeiten für einen Tagesausflug. Mit vielen Tipps.
Ja! Die kleine Insel im Golf von Neapel ist ein perfektes Ziel für einen unvergesslichen Tagesausflug. Capri beeindruckt durch majestätische Steilklippen, unvergessliche Panoramablicke und einem mondänen Flair außerhalb der Urlauberströme. Aber: Capri ist beliebt und schnell überlaufen – je früher ihr kommt, desto mehr seht ihr!
Unsere Liste zeigt euch die 11 wichtigsten Highlights, die ihr auch mit wenig Zeit erleben könnt. Dazu gibt’s praktische Tipps zur Anreise, Fortbewegung und zur besten Routenplanung für euren Tag auf der Trauminsel.
Hier die schönsten Sehenswürdigkeiten auf der Insel vor Neapel:
Ein Muss, wenn das Wetter es zulässt. Früh da sein lohnt sich, um lange Wartezeiten zu vermeiden – am besten solltet ihr sie direkt nach Ankunft ansteuern. Vormittags ist auch das Licht am besten.
Der Zugang zur Grotta Azzura ist ein nur knapp 1,50 Meter hohes Felsloch im Meer. Dahinter verbirgt sich eine etwa 60 Meter lange und 30 Meter breite Höhle. Unterhalb des Zugangs ist ein weiteres Felsloch unter dem Meeresspiegel, durch das Tageslicht reflektiert in die Grotte gelangt. Dabei wird das Licht gefiltert und die Rotanteile absorbiert. So schimmert das Wasser im Innern der Höhle in einem eigenartigen, intensiven blauen Farbton.

Um in die blaue Grotte zu gelangen, müsst ihr viel Geduld und einiges an Geld aufbringen. Von größeren Touristenbooten – auf denen ihr manchmal bis zu 1,5 Std. warten müssen, wenn der Andrang zu groß ist – steigt ihr um in kleinere Boote, die durch die schmale Öffnung passen. Ihr bezahlt einmal die Fahrt von der Marina Grande zu den kleinen Fischerbooten und anschließend für die Besichtigung der Grotte. Das allein kostet inzwischen 18 Euro pro Person, (Stand 2025) und muss immer extra vor Ort bezahlt werden. Die Fährmänner erwarten zudem noch ein üppiges Trinkgeld, wenn sie länger als 3 Minuten in der Grotte bleiben und ein neapolitanisches Lied schmettern sollen. Also am besten also schnell Fotos in der Grotte machen 😉
Tipp: Am besten die Bootstour vorab online buchen.
Diese mitten aus dem Meer etwa 90 Meter hochragenden, steilen Felsen sind ein beliebtes Fotomotiv. Ihr kennt es bestimmt aus der Parfum-Werbung oder Spots für andere Luxusgüter. Am eindrucksvollsten sind Bootsfahrten durch das Nadelöhr des mittleren Felsens. Den Namen erhielten die Felsen, als sie als Leuchttürme (ital: faro) dienten. Nachts wurden früher auf der Spitze Leuchtfeuer entzündet, um den Seefahrern den Weg zu weisen.


Tipp: Den besten Blick von oben auf die Felsen habt ihr von den Augustusgärten aus. Die sind nur 10 Minuten von der Piazetta aus zu erreichen. Etwas näher an den Felsen seid ihr am Belvedere Tragona.
Tagsüber, wenn die Tagestouristen die Insel überfallen, werdet ihr eher wenig vom Flair dieser kleinen, aber weltberühmten Piazza mitbekommen. Die Capresi nennen sie liebevoll Chiazza (Fleck). Die angrenzende Via Vittorio Emanuele und die davon abzweigende Via Camerelle sind die Shoppingmeilen Capris. Hier hat jedes Luxuslabel, das etwas auf sich hält, eine Filiale.
Aber erst nachdem die letzte Fähre abgelegt hat, treffen sich hier die Stars und Sternchen, die Schönen und Reichen und die Gäste der umliegenden Luxushotels, obligatorisch in der Luxusfarbe Weiß gekleidet. Dann zeigt man sich und will gesehen werden. Und dann kommt auch das Capri-Flair auf, wenn man am Nachbartisch vielleicht Mariah Carey (die eine Villa auf Capri besitzt), Rihanna, Orlando Bloom, Leonardo DiCaprio, Gisele Bündchen, Beyoncé, Heidi Klum und Tom Kaulitz (haben hier geheiratet) oder andere Stars entdeckt.



Tipp: Probiert hier den Insalata Capresi oder als Dessert die leckere Torta Capresi.
Der deutsche Industrielle Friedrich Alfred Krupp ließ diesen spektakulären Serpentinenweg im Jahr 1900 in den Fels schlagen. Er wollte einfach schneller von seinem Lieblingshotel, der Luxus-Residenz Grand Hotel Quisisana oben in Capri-Ort zur Marina Piccola hinuntersteigen.
Dieser “natürliche Bogen” (so die deutsche Übersetzung) ist ein Felsen in Form eines Elefantenkopfes. Er befindet sich im Osten der Insel im landschaftlich schönsten Teil. Durch diesen Bogen hindurch bieten sich atemberaubende Blicke auf die Buchten und das weite Meer. Der Arco Naturale ist zu Fuß in etwa 20 Minuten von Capri-Stadt zu erreichen. Danach lohnt sich der Weg an den Steilklippen entlang bis zum Tragara-Kap mit Aussicht auf die Villa Malaparte und die Faraglioni-Felsen.
Ihr kennt die Villa bestimmt aus dem Kultfilm Le Mépris (Die Verachtung) mit Brigitte Bardot und Michel Piccoli. Der legendäre Filmemacher Jean-Luc Godard drehte ihn hier 1963. Die Villa selbst hatte der Journalist und Schriftsteller Curzio Malaparte geschaffen, die laut dem New York Times Magazine „das schönste Haus der Welt” ist.


Zu besichtigen ist es leider nur von außen, entweder nach einem halbstündigem Fußweg von Capri-Stadt aus, bis ihr an das private Gelände stößt. Man kann die Villa am besten von oben von der Via del Pizzolungo aus betrachten, wenn man vom Arco Naturale in Richtung Tragara-Kap entlang spazieren geht. Auch vom höchsten Aussichtspunkt im Parco Astarita kann man einen Blick auf die exzentrische Villa werfen. Alternativ seht ihr sie von unten bei einer Bootsfahrt an den Faraglioni-Felsen vorbei.
Tipps GetYourGuide*
Wenn ihr den Bus nach Anacapri nehmt, könnt ihr direkt bei der Villa aussteigen. Die Lage am Rande eines Abgrunds bietet ein unvergessliches Panorama. Mit dieser schneeweißen, lichtdurchfluteten Anlage im sarazenisch-romanischen Stil ließ sich Axel Munthe in den 1890er Jahren sein Traumhaus bauen.
Munthe war ab 1908 der Leibarzt der Königin Victoria von Schweden und darüberhinaus Schriftsteller (Das Buch von San Michele). Er verliebte sich in Capri, als er hier eine Lungenkrankheit ausheilte. Als Arzt interessierte er sich insbesondere für die Frauenpsychologie und engagierte sich auch stark für die Tierrechte. Auf seine Intervention hin wurden u.a. die Wachteljagd verboten und die Vögel unter Naturschutz gestellt. Die Villa ist seit seinem Tod 1949 ein Museum und schwedisches Kulturinstitut.
Geheimtipp: Wenn ihr die Skulptur der Sphinx streichelt, geht euch ein Wunsch in Erfüllung 😉
Der erste römische Kaiser Augustus ließ sich einen monumentalen Palast auf Capri errichten, die Ruinen sind heute unter dem Namen Bagni di Tiberio bekannt. Denn Augustus’ Nachfolger Tiberius war es, der so begeistert von der Insel war, dass er seinen Regierungssitz von Rom hierher verlegte. Capri war dann somit elf Jahre lang, von 26 bis 37 n. Chr. der Mittelpunkt der Welt. Insgesamt besaß Tiberius 12 Villen auf Capri, die prunkvollste davon, die Villa Jovis, bewohnte er selbst. Die heute noch erhaltenen Ruinen lassen erahnen, wie monumental und prächtig die Villa einst gewesen sein muss. Der fantastische Ausblick dürfte damals der gleiche wie heute gewesen sein.
Kleine Strände und Restaurants, umgeben von Steilklippen und herrlichem Blick auf die Faraglioni. Früh kommen lohnt sich, ansonsten ist der kleine Ort und der Strand schnell überfüllt.
Geheimtipp: La Palma Beach Club, er liegt etwas außerhalb.
Anacapri ist weniger mondän als Capri-Stadt, etwas beschaulicher und ländlicher, mit malerischen Gassen im restaurierten Viertel Le Boffe. Hier sind die Hotelpreise auch moderater. Von Anacapri aus gelangt man auch auf den mit 589 Metern höchsten Berg Capris, den Monte Solaro.
Auf den Berg Monte Solaro gelangt ihr in etwa 12 Minuten mit einem Sessellift. Und dann werdet ihr mit einem großartigen 360-Grad-Panorama über die Insel belohnt. Mit weiten Blicken hinüber nach Ischia, Procida, den Golf von Neapel und auf die sorrentinische Halbinsel. Oben findet ihr auch ein Restaurant und eine Bar.
Ähnlich wie bei der Erwähnung der Namen St. Tropez oder Côte d’Azur haben wir sofort Bilder von Sonne, Jet Set, azurblauem Meer und Yachten im Kopf. Oder wir denken an die Capri-Hose, das Capri-Eis der Kindheit (das in den 1950er Jahren erfunden wurde und das es immer noch gibt), oder an Insalata Caprese, den Salat mit Tomaten, Mozzarella di Bufala und Basilikum in den italienischen Farben.
Capri schmückt den Namen vieler Produkte, auch vieler exklusiver Parfums, wie z.B. das feine Soleil de Capri von Montale.
Wie die blaue Insel, die von Ferne wie eine liegende Schönheit aussieht, zu ihrem legendären Ruf kam, hat einiges mit den Deutschen zu tun. Vielleicht weniger mit dem bekannten Lied von der roten Sonne, die bei Capri im Meer versinkt (das übrigens kein Capreser kennt), sondern zum Beispiel mit dem deutschen Maler August Kopisch. Der (wieder-)entdeckte 1826 die blaue Grotte bei einem seiner Italienreisen. Ein Fischer aus Capri hatte sie ihm und einem befreundeten Maler gezeigt. Kopisch verbreitete begeistert die Nachricht davon in ganz Europa. Daraufhin zog es weitere Künstler, Schriftsteller, Industrielle wie Friedrich Alfred Krupp, dem damals reichsten Europäer auf die Insel.
Die deutsche Modedesignerin Sonja de Lennart erfand hier 1948 die Caprihose. Später zog es Filmstars und Sternchen nach Capri. Die Schönheit der Insel lockte auch Oskar Wilde, Ernest Hemingway, Lenin (dem als Einzigem eine Statue von den Capresern gebaut wurde), Maxim Gorki und viele weitere Persönlichkeiten an und begründeten den immer noch andauernden legendären Ruf von Capri.
Zum anderen war Capri ja auch schon bei den Römern äußerst beliebt.
Ein Haus oder eine Ferienwohnung, und wenn sie noch so winzig ist, ist bei Neapolitaner:innen ein Prestigeobjekt. Denn Capri ist der wohl teuerste Ort Süditaliens. Eine Flasche Mineralwasser kostet hier etwa drei Mal so viel wie in einer der teuersten Bars in Neapel.
Ein Haus oder eine Ferienwohnung, und wenn sie noch so winzig ist, ist bei Neapolitaner:innen ein Prestigeobjekt. Denn Capri ist der wohl teuerste Ort Süditaliens. Eine Flasche Mineralwasser kostet hier etwa drei Mal so viel wie in einer der teuersten Bars in Neapel.
Wenn ihr früh startet, gut plant und euch auf die wichtigsten Highlights konzentriert, erlebt ihr Capri in einem Tag intensiv und entspannt zugleich. Die Kombination aus Natur, Ausblicken und mediterranem Flair macht euren Ausflug garantiert unvergesslich.
Wir wünschen euch viel Spaß auf dieser wunderschönen Insel!
Siegbert Mattheis
Das strahlend weiße 5-Sterne-Hotel schmiegt sich an die alten Festungsmauern von Monopoli und bildet einen herrlichen Kontrast zum azurblauen Meer, das die Mauern umspült.
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In einem Sarkophag in der Krypta der Kathedrale von San Sabino in Bari liegt ein junges hübsches Mädchen in einem Kleid aus besticktem Brokat. Sie wurde nur 16 Jahre alt … Weiterlesen
Elizabeth Graver entführt uns mit ihrem Roman “Kantika” in die faszinierende Welt des frühen 20. Jahrhunderts. Auf den Spuren von Rebecca Cohen erleben wir ein bewegendes Familiendrama, das durch historische und kulturelle Einblicke glänzt. Es ist die Geschichte einer starken Frau und ihrer jüdisch-sephardischen Familie.
Der fesselnde Roman beginnt in einer Zeit, als Juden, Muslime und Christen im heutigen Istanbul noch ohne Groll und Hass nebeneinander und miteinander lebten. Durch die wunderbar detailreiche Sprache und einen liebevollen Blick auf die Figuren, taucht man direkt ein in die Atmosphäre eines kleinen Vorortes der osmanischen Hauptstadt.
Das Buch beginnt im Jahr 1907 und begleitet Rebecca durch ihre Kindheit und Jugend, geprägt von kulturellen Traditionen und familiären Herausforderungen. Durch die Augen der jungen Rebecca tauchen wir in eine Welt ein, die von jüdischen, griechischen, armenischen und türkischen Einflüssen im wohlhabenden Viertel Fener in Konstantinopel geprägt ist.
Rebeccas Lebensweg ist voller Musik, Familiengeschichten und den unausweichlichen Veränderungen ihrer Zeit. Schon früh zeigt sich ihr starker Wille und ihre Anpassungsfähigkeit, als sie die wirtschaftlichen Schwierigkeiten ihrer Familie und die politischen Umwälzungen in ihrer Heimat durchlebt. Ihre Freundschaft mit Rahelika (Lika) und die gemeinsamen Erlebnisse prägen ihre frühe Jugendzeit.
Während der Schwangerschaft mit ihrem ersten Kind erlebt Rebecca eine Reihe von Herausforderungen, die sie an ihre Grenzen bringen. Trotz der Schwierigkeiten, die Schwangerschaft mit ständiger Übelkeit und Überempfindlichkeit gegenüber Gerüchen mit sich bringt, findet sie in dieser Zeit auch zu sich selbst und beginnt, ihrem ungeborenen Kind Lieder zu singen, ein Trost und eine Verbindung, die sie stärkt.
Nach der Geburt ihres Sohnes David und einer weiteren Schwangerschaft entscheidet sie sich, zu ihren Eltern zurückzukehren, um Unterstützung zu suchen und Arbeit zu finden. Ihre Rückkehr ist geprägt von dem Wunsch, für ihre Kinder eine bessere Zukunft zu sichern, trotz der Abwesenheit und der mangelnden Unterstützung ihres Mannes Luis.
Während des Zweiten Weltkriegs und der darauffolgenden Jahre baut Rebecca ein neues Leben in Amerika auf. Sie engagiert sich in der jüdischen Gemeinde und wird bekannt für ihr einzigartiges Repertoire an spanischen, hebräischen und ladinischen Liedern. Ihre Musik und ihr Engagement bieten nicht nur ihr selbst, sondern auch vielen anderen Menschen Trost und Hoffnung in schweren Zeiten.
Kantika von Elizabeth Graver bietet eine tiefgründige und einfühlsame Erzählung, die historische Ereignisse mit persönlichem Schicksal verbindet. Die lebendige Schilderung des Lebens in Konstantinopel, bevor sie eine jahrelange Odyssee beginnt, die sie über Barcelona und Havanna bis nach New York führt, die starken Charaktere und die eindrucksvolle Darstellung kultureller Vielfalt machen dieses Buch zu einem besonderen Leseerlebnis. Es ist eine Hommage an die Kraft der Familie und die Bedeutung von Traditionen in einer sich wandelnden Welt.
Vor allem aber bringt uns dieses Buch die Geschichte der sephardischen Juden und des Ladino näher, der jahrhundertealten Sprache der spanischen Juden. So ist auch Kantika, der Titel des Buches, ein Wort aus dem Ladino und bedeutet Lied.
Elizabeth Graver
mare-Verlag
Siegbert Mattheis
Wenn ihr schon einmal in Spanien auf Landstraßen unterwegs wart, konntet ihr sie nicht übersehen: die Silhouetten der 14 Meter hohen und insgesamt etwa 4 Tonnen schweren, schwarzen Kampfstiere auf den Hügeln. Die Osborne Stiere.
Seht in Griechenland doch mal nach oben: Denn da fallen euch beim Betrachten der alten neoklassizistischen und traditionellen Gebäude vielleicht die Verzierung der Dächer auf: Kanten und Ecken der Dächer sind mit besonderen Bordüren aus hochkantigen Dachziegeln geschmückt, die hübsche Flora oder göttliche Köpfe abbilden, Akrokeramo oder Antefixum genannt:
Italiener:innen und Fahrrad fahren? Bis vor einigen Jahren hatten wir das nur mit dem Giro d’Italia verbunden und den Rennradfahrern, die dafür auf den Straßen übten. Aber das Fahrrad nutzen, um zum Einkaufen, zur Arbeit oder zu Freunden zu fahren? Weiterlesen
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