7 Tipps für Nimes

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Die Arena in Nimes © Siegbert MattheisNîmes, außerhalb Frankreichs zu Unrecht noch wenig bekannt, liegt etwa auf halber Strecke zwischen Avignon und Montpellier. Die beinahe 2.400 Jahre alte Stadt hat Einiges zu bieten. Neben dem einzigen vollständig erhaltenen Tempel der Antike, la Maison Carrée und dem größten Amphitheater der gallorömischen Baukunst gibt es vieles zu entdecken! Zu Recht läuft gerade die Kandidatur Nîmes‘ für die Anerkennung als UNESCO-Weltkulturerbe

Hier unsere 7 ganz persönlichen Insider-Tipps für Nîmes:

Neu: Das Römische Museum

2018 wird das Neue Römische Museum gegenüber des antiken Amphitheaters eröffnet werden. Noch im Aufbau, wird das künftige Museum nicht nur einen archäologischen Garten rund um die alten Mauern darstellen, sondern auch eine beeindruckende Sammlung von Objekten, Mosaiken und Fresken aus der Römerzeit bis ins Mittelalter beherbergen. Ab 2018 wird dieses von Elisabeth und Christian de Porzamparc entworfene Gebäude der „Sesamschlüssel“ zum Verstehen der Stadt Nîmes sein. Seien Sie unter den Ersten, dieses Museum mit vielen technischen und ästhetischen Innovationen zu entdecken!

Denim und Blue Jeans

Einer unserer Lieblingsorte: das Museum de Vieux Nîmes! Hier können Sie neben der Stadtgeschichte von Nîmes auch den Ursprung der Begriffe Blue Jeans und des Denim-Stoffes entdecken! Eines der ureigensten Symbole der US-amerikanischen Kultur wurde nicht etwa von Levi Strauss erfunden, sondern hat seine Wurzeln in Genua und Nîmes! Denn Denim bedeutet nichts anderes als „de Nîmes“ – so wurden die Stoffe aus der Stadt damals bezeichnet und Blue Jeans ist ins Englische übertragene Form von „Bleu d’Gênes“, dem Blau aus Genua, wo damals der blaue Farbstoff aus Indien importiert wurde.

Jeans Museum in Nimes © Siegbert Mattheis

Unbedingt probieren, die Brandade!

Diesen Klassiker aus Nîmes müssen Sie verkosten! In den Markthallen und überall in den Restaurants wird die köstliche Brandade de Nîmes angeboten. Es besteht aus gesalzenem Stockfisch, der nach dem Wässern mit Milch und Kräutern gekocht wird. Die abgeseihte Milch wird dann solange zusammen mit Olivenöl geschlagen, bis sie zu einer cremigen Masse wird, die man kalt oder warm essen kann, z.B. auf getoastetem Baguette.

Vielleicht mögen Sie lieber auch eine Tapenade, eine typische regionale Vorspeise aus grünen oder schwarzen Oliven, Anchovis und Kapern, die auf Landbrot gegessen wird. Nîmes kann man aber nicht verlassen, ohne die Petit Pâté Nîmois probiert zu haben, eine strohfarbene Pastete, die wie eine kleine Dose aussieht, und warm gegessen wird. Dagegen ist die duftende Fougasse, eine Art Brot mit Stücken von kross gebackenem Schinken der ideale Snack, der zu jeder Tageszeit kalt gegessen werden kann.

Die Croquants Villaret von Nîmes

Kulinarische Schatzsucher können in den vielen kleinen Geschäften in der ganzen Stadt auch andere Delikatessen der Gegend finden. Dazu gehört die älteste Bäckerei von Nîmes, das Maison Villaret, der einzige Ort, an dem man Croquants Villaret finden kann, eine köstliche Keksspezialität, deren Rezept seit 1775 unverändert ist.

Auch das  Café Nadal (http://www.cafesnadal.fr) verdient Erwähnung, das für seine Öl- und Kaffeesorten berühmt ist oder die l’Huilerie , ein attraktives Traditionsgeschäft mit einer großen Auswahl an Getreidesorten und Hülsenfrüchte, Produkten in Dosen, Süßigkeiten und vielen anderen Dingen der Region.

Die Donnerstage von Nîmes

Jeden Donnerstagabend im Juli und August belebt und verwandelt sich das Stadtzentrum von Nîmes: Künstler, Antiquitätenhändler, Handwerker und viel mehr bieten ihre Waren den Besuchern an. An vielen Stellen der Stadt sind Bühnen mit Live Musik der unterschiedlichsten Musikstile für jeden Geschmack aufgebaut: Jazz, Blues, Flamenco, Tango, französische Unterhaltungsmusik usw.

Mehr Infos dazu auf den Seiten des Toursimusbüros 

Der Tempel der Diana

Diese Sehenswürdigkeit mitten in den fantastischen Gartenanlagen Jardins de la Fontaine ist das romantischste und zugleich auch rätselhafteste Bauwerk von Nîmes. Auch wenn man weiß, dass es höchstwahrscheinlich zum kaiserlichen Heiligtum gehörte, tappt man über seine genaue Funktion noch im Dunkeln.

Private Stadthäuser

Schon bei einem Bummel durch die Stadt sieht man an der Verarbeitung der Steine, wie die Menschen in Nîmes Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbunden haben. Die Fassaden vieler Häuser des 16. bis 18. Jh. zeigen römische Pfeiler und korinthische Kapitelle, dreieckige und runde Ziergiebel, die den kleinen römischen Tempel der Diana aus der Zeit von Kaiser Augustus in den Jardins de la Fontaines zum Vorbild hatten. Die Wiederverwendung der antiken Steine kann man überall auch in neueren Gebäuden in der Innenstadt finden, ebenso wie die wasserspeienden Monsterfiguren, die wie aus einer anderen Zeit zu kommen scheinen. Vielleicht werfen Sie auch einen Blick in die Hinterhöfe, sollte ein Tor mal offen stehen.

Noch mehr Infos über Nîmes finden Sie auf den Seiten des Tourismusbüros von Nîmes

oder in unserer App Travel-Appetizer Nîmes 

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