Okzitanien, was ist das und wo liegt es?

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Okzitanien verbindet außergewöhnlich viele Landschaften auf engem Raum. Ihr findet hier Mittelmeerstrände, die Pyrenäen, römische Bauwerke, mittelalterliche Festungsstädte, Weinregionen und den Canal du Midi. Auch die Camargue gehört zu Okzitanien.

Was ist Okzitanien?

Okzitanien? Wir ernteten Kopfschütteln bei Freund:innen, die wir befragt haben. Oder ein “Naja, irgendwie schon mal gehört”. Dabei ist das kein Wunder.

Denn Okzitanien gibt es offiziell erst seit 2016. Aber vielleicht sagt euch Languedoc oder Roussillon etwas. Bestimmt aber die Städte Toulouse, Nîmes, Montpellier, Narbonne, Perpignon oder Carcassonne.

Denn diese Orte liegen in der erst am 1. Januar 2016 neu gegründeten Region Okzitanien (französisch L’Occitanie, okzitanisch Occitània). Sie entstand durch den Zusammenschluss der bisherigen Regionen Languedoc-Roussillon und Midi-Pyrénées.

Die seit 2016 neue Region Okzitanien © Wikipedia
Die seit 2016 neue Region Okzitanien © Wikipedia

Warum heißt die Region nun Okzitanien?

Der Name wurde in einer Umfrage von einer großen Mehrheit der befragten Bewohner befürwortet und stellt eine Bezugnahme auf das traditionelle Sprachgebiet der okzitanischen Sprache dar. Languedoc entstand übrigens durch die Worte langue d‘oc, auf Deutsch Sprache des òc, des sog. okzitanischen Bejahungspartikels; òc für ja auf okzitanisch, (vielleicht ist das ja auch der Ursprung für das überall gebräuchliche OK ;))

Die rötlichen Farben bilden das okzitanische Sprachgebiet ab © Wikipedia
Die rötlichen Farben bilden das okzitanische Sprachgebiet ab © Wikipedia
Kapitol von Toulouse
Das Kapitol von Toulouse © D. Viet CRTMP
Franzosen in Montpellier
Ausgesprochen freundliche Südfranzosen bei einer Dégustation in der Nähe von Montpellier, Okzitanien © Siegbert Mattheis
Französische und darunter okzitanische Straßenbenennung in Toulouse © Wikipedia
Französische und darunter okzitanische Straßenbenennung in Toulouse © Wikipedia
Der Kanal de la Robine © Siegbert Mattheis
Der Kanal de la Robine bei Narbonne © Siegbert Mattheis
Eine sonnige Hafenszene in Okzitanien zeigt eine Palme, Bänke, im Wind flatternde Flaggen und Boote, die entlang der lebhaften Uferpromenade vor Anker liegen.
Malerischer Hafen in Mèze © Siegbert Mattheis

Praktische Tipps und weitere Fragen

Nein. Okzitanien ist zwar eine der größten Regionen Südfrankreichs, umfasst aber nicht den gesamten Süden des Landes. Zur Region gehören unter anderem die Städte Toulouse, Montpellier, Nîmes, Carcassonne, Narbonne und Perpignan.

Seit 2016 bilden die früheren Regionen Languedoc-Roussillon und Midi-Pyrénées gemeinsam die heutige Verwaltungsregion Okzitanien, frz. L’Occitanie.

Die Provence, die Côte d’Azur oder die Region Nouvelle-Aquitaine gehören dagegen nicht zu Okzitanien.

Die Region verbindet außergewöhnlich viele Landschaften auf engem Raum. Ihr findet hier breite Mittelmeerstrände, die majestätischen Pyrenäen, römische Bauwerke, mittelalterliche Festungsstädte, Weinregionen oder den Canal du Midi.

Besonders bekannt sind Carcassonne, die Pont du Gard, die Arena von Nîmes, Toulouse, die Katharerburgen sowie die Küste zwischen Camargue und der Côte Vermeille.

Okzitanien gehört zu den kulturhistorisch bedeutendsten Regionen Frankreichs. Dazu zählen unter anderem

  • die Festungsstadt Carcassonne
  • der Canal du Midi
  • Teile der Jakobswege nach Santiago de Compostela
  • der Pont du Gard
  • die Katharerregion mit mehreren bedeutenden Kulturstätten

Diese außergewöhnliche Dichte macht die Region besonders interessant für Rundreisen.

Das hängt davon ab, was ihr vorhabt:

  • April bis Juni eignet sich hervorragend für Städtereisen, Wanderungen und Radtouren.
  • Juli und August sind ideal für Badeurlaub, allerdings auch die vollsten Monate.
  • September und Oktober gelten für viele als die schönste Reisezeit. Das Meer ist noch warm, die Weinlese beginnt und viele Orte sind viel entspannter.
  • Im Winter könnt ihr in den Pyrenäen Wintersport betreiben.

Für einen reinen Städteaufenthalt in Toulouse, Montpellier oder Nîmes benötigt ihr normalerweise kein Auto. Auch mehrere Küstenorte sind mit Regionalzügen erreichbar.

Für abgelegene Dörfer, Katharerburgen, Naturparks, Weingüter und Rundreisen durch ländliche Gebiete ist ein Mietwagen jedoch deutlich praktischer.

Ja. Okzitanien eignet sich sehr gut für Familien. Neben vielen flach abfallenden Sandstränden gibt es Wasserparks, Tropfsteinhöhlen, Tierparks, historische Burgen, und zahlreiche familienfreundliche Rad- und Wanderwege.

Auch Bootsfahrten und Kanufahrten auf dem Canal du Midi oder Ausflüge in die Pyrenäen lassen sich gut mit Kindern unternehmen

Tja, darauf können wir keine pauschale Antwort geben. Je nach Interesse empfehlen wir:

  • Kultur: Montpellier, Carcassonne, Nîmes, Toulouse …
  • Strand: Collioure, Gruissan, Leucate, Camargue-Strände …
  • Natur: Cevennen, Pyrenäen, Camargue …
  • Dörfer: Saint-Guilhem-le-Désert, Cordes-sur-Ciel, Conques …

Denn gerade diese Vielfalt macht den besonderen Reiz der Region aus.

Zu den schönsten Stränden von Okzitanien

Nur wenige Regionen Europas vereinen auf engem Raum das Meer, Hochgebirge, römische Antike, mittelalterliche Städte, Weinlandschaften, Naturparks und moderne Großstädte.

Zwischen den Stränden des Mittelmeers und den Gipfeln der Pyrenäen liegen oft nur wenige Autostunden. Genau diese landschaftliche und kulturelle Vielfalt macht Okzitanien für viele Reisende so attraktiv.

Die Hauptstadt von Okzitanien ist Toulouse. Die Stadt wird wegen ihrer rötlichen Backsteinbauten auch „La Ville Rose“, die rosafarbene Stadt, genannt.

Toulouse ist zugleich eines der wichtigsten Zentren der europäischen Luft- und Raumfahrtindustrie.

Beliebt sind unter anderem die Strände von Espiguette, La Grande-Motte, Sète, Marseillan-Plage, Cap d’Agde, Gruissan, Leucate und Argelès-sur-Mer.

Ruhigere und naturbelassenere Abschnitte findet ihr beispielsweise rund um die Lagunen des Languedoc. Kleine Buchten und eine besonders malerische Küstenlandschaft bietet die Côte Vermeille zwischen Collioure und der spanischen Grenze.

Übersicht über alle Strände in Okzitanien

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