Toulouse Sehenswürdigkeiten, Natur, Raumfahrt, Gastronomie, Veilchen …

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Toulouse, die Hauptstadt der Region Okzitanien ist die viertgrößte Stadt Frankreichs. Die Stadt  im Departement Haute-Garonne im Südwesten Frankreichs nennt man auch gerne „die rosa Stadt“ (la ville rose), aufgrund der Farbe ihrer Mauern aus roten Ziegelsteinen. Den zweiten Beinnamen „Stadt der Veilchen“ trägt sie seit dem 19. Jahrhundert im Zusammenhang mit dem Anbau von Veilchen für alle möglichen Zwecke.

Unsere Tipps für Toulouse:

Das „Capitole“, eine echte Sehenswürdigkeit in Toulouse

Das Rathaus sollten Sie nicht verpassen. Es ist eines der größten und beeindruckendsten Gebäude in Toulouse. Das Kapitol mit Turm aus dem 16. Jahrhundert und der Fassade aus dem 18. Jahrhundert, mit dem „Salle des Illustres“, dem Prunksaal mit herrlichen Deckengemälden ist auch ein berühmtes Opernhaus. Die Dekorationen an den Wänden erzählen von den großen Momenten der Toulouse Geschichte. Vom Turm aus, in dem übrigens die wichtigsten Akten der Stadt lagern, haben Sie einen faszinierenden Blick über die Stadt.

Das Kapitol aus der Vogelperspektive
Das Kapitol aus der Vogelperspektive © D. Viet CRTMP
Kapitol von Toulouse
Das Kapitol von Toulouse © D. Viet CRTMP
Kapitol von Toulouse
Eingang zum Capitole © P. Thébault CRTMP

Canal du Midi und Gärten: für Naturliebhaber

Naturfreunde schätzen sich glücklich, die Stadt bequem zu Fuß, mit dem Boot oder der Rad besichtigen zu können. Wenn man vom „Blau“ in der Stadt redet, geht es natürlich um den Canal du Midi, den die UNESCO ins Weltkulturerbe-Verzeichnis aufgenommen hat. Er ist ein ideales Revier für Radtouren, Spaziergänge auf den Uferwegen und Flusstourismus. An die Altstadt mit den Bürgerhäusern aus der Renaissance schmiegt sich das Viertel „des Jardins“, der Gärten mit fünf aufeinander folgenden Grünbereichen, unter anderem einen botanischen Garten.

Canal du Midi - Toulouse-02
Der Canal du Midi bei Toulouse © Boigontier
Hausbotte, links Wanderer
Überall am Kanal gibt es wunderschöne Wanderwege © Boigontier
Canal du Midi - Toulouse
Hausboote auf dem Canal du Midi bei Toulouse © Boigontier

Der „Cité de l’Espace“, eine Reise in den Weltraum

Toulouse ist vor allem bekannt für seine Luft- und Raumfahrt. So darf natürlich ein Museum nicht fehlen. Die „Cité de l’Espace“ ist ein interaktives Museum über Raumfahrt, Umwelt und das Universum. Spielen Sie Astro- oder Kosmonaut, entdecken Sie den Weltraum und die ISS, das Weltraumlabor. Neben den Weltraumabenteuern in der „Cité de l’Espace“ können Sie aber auch der Montagekette des Airbus 380 besuchen.

Die „Cité de l’Espace“ beherbergte auch den Internationalen Kongress der Astronauten. 100 Astronauten waren anwesend, darunter der Franzose Thomas Pesquet, der bereitwillig Fragen des interessierten Publikums beantwortete.

Cité de l’Espace
Avenue Jean Gonord, 31500 Toulouse, Tel +33 (0)5 67 22 23 24

Cité de l'espace - der Astronaute Thomas Pesquet ESA
Cité de l'espace - der Astronaute Thomas Pesquet ESA © Cité de l'Espace
Cité de l'espace - Fusée Ariane
Cité de l'espace - Fusée Ariane © P. Thebault
Cité de l'espace - Fusée Ariane
Cité de l'espace - Fusée Ariane © Cité de l'Espace
Cité de l'espace
Cité de l'espace © M. Huyn

Die Gastronomie von Toulouse

Es gibt viele Spezialitäten der Region. Wie etwa die köstliche „Saucisse de Toulouse“ (Wurst), einem Cassoulet Toulousain (mit den Bohnen aus Tarbes), Produkte auf Geflügelbasis oder edlen Käsesorten. Die Süßmäuler werden den „Gâteau le Fénétra“ (bestehend aus Schaumgebäck, Mandeln und eingelegten Fruchtschalen), die „Cachous Lajaunie de Toulouse“ (Pastillen) und Pastis-Kuchen schätzen. Toulouse ist mit 1.700 Restaurants, 8 Sterneköchen aus dem Guide Michelin und 3 Markthallen ein gastronomisches Ziel par excellence.

Toulouse - Restaurant Monsieur Georges
Feines im Restaurant Monsieur Georges © Alice Lévêque
Wurst von Toulouse
„Saucisse de Toulouse“ © Restaurant Flo les Beaux Arts de Toulouse
Cassoulet von Toulouse
Cassoulet mit Bohnen aus Tarbes © Boigontier

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Probieren Sie den Klassiker aus Toulouse, die kristallisierten Veilchen

Die kristallisierten Veilchen sind kleine Leckereien nach Toulouser Tradition zubereitet. Die Veilchen-Ernte findet im Winter und am Frühlingsanfang statt. Die Blumen werden mit Zucker bestreut und getrocknet, anschließend in Zuckersirup getränkt. Nach dem Trocknen sind kristallisierten Veilchen fertig! Sie können sie gerne pur knabbern, aber in Toulouse wirft man sie gerne auch ins Champagnerglas und erfreut sich an den aufsteigenden Perlen.

Kristallisierte Veilchen von Toulouse
Kristallisierte Veilchen passen gut in den Champagner © L'herbier en provence
Kristallisierte violette Veilchen
Kristallisierte Veilchen, eine Spezialität aus Toulouse © Siegbert Mattheis
Veilchen von Toulouse
Die Veilchen von Toulouse © Maison de la Violette

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Wussten Sie, woher der Name „pastel“ kommt?

Der deutsche Name dafür ist Färberwaid oder Deutscher Indigo, eine Pflanze, aus der die Farbe Blau gewonnen wurde. Es grenzt ein wenig an Zauberei, wie aus der eigentlich gelben Pflanze die blaue Farbe gewonnen werden kann.

Der Lauragais (oder Pays de Cocagne) zwischen Toulouse, Albi und Carcassonne, ist durch den Handel der pastel-Blume Isatis tinctoria bekannt geworden. Die „pastelliers“ waren mit die vermögendsten Handwerker des 16. Jahrhunderts, weil die Farbe Blau als Luxusprodukt galt. Der Herstellungsprozess ist nicht ganz einfach: Die Blume wird gelb geerntet, anschließend zerdrückt und dann in eine kompakte Kugel, die „Cocagne“ gerollt. Diese hat eine graugrüne Färbung. Nach einem komplizierten Prozess mittels Vergärung aus Kalk und Urin und der Oxidation in der Luft wird daraus schlussendlich ein blaues Pigment, mit dem man Kleidung und auch Seife einfärben konnte. Mehr über Pastel aus Toulouse.

Pastel- / Faerberwaidpflanze
Pastel- / Faerberwaidpflanze ©_Graine_de_pastel_Toulouse
Pastel von Toulouse
Hier wird blau gefärbt © AHPY Annette Hardouin
Pastel von Toulouse
Pflegeprodukte © Graine De Pastel Toulouse

Geschichte und Architektur in der Basilika Saint-Sernin

Die Basilika Saint-Sernin von Toulouse ist quasi ein Heiligtum. Sie ist die größte romanische Kirche in Europa und gehört seit 1998 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die Pilgerkirche wurde über dem Grab des Heiligen Saturninus, dem ersten Bischof von Toulouse, gebaut, der im Jahr 250 einen Märtyrertod starb. Saint-Sernin war eine der wichtigsten Pilgerstätten des mittelalterlichen Westens auf dem Jakobsweg.

Basilika Saint-Sernin
Basilika Saint-Sernin © P. Thébault CRTMP
Basilika Saint-Sernin
Basilika Saint-Sernin © J. M. Herrador

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Einige dieser Tipps gab uns auch Marine Esch vom Office de Tourisme in Toulouse.

Siegbert Mattheis / Mélanie Sursin

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