Marseille, die schönsten Sehenswürdigkeiten, Anreise und viele Tipps

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Marseille als älteste und zweitgrößte Stadt Frankreichs ist eine faszinierende mediterrane Hafenstadt, internationale Metropole und dörfliche Idylle zugleich. Unsere Reise-Tipps zu den Top Sehenswürdigkeiten in Marseille, die ihr nicht verpassen solltet!

Wir haben sie euch hier in einer Art Rangliste aufgeführt, je nach der Zeit, die euch zur Verfügung steht. Und ihr findet ein paar weitere Tipps zur Anreise, Kosten und Locations etc. Aktualisiert im Januar 2023!

Anreise mit dem Zug

Wenn ihr mit dem Zug anreist, z.B. dem TGV aus Paris, kommt ihr im neuen, weniger schönen Teil des Bahnhofs an. Geht am besten gleich hinaus auf den Vorplatz und genießt den Blick auf die Stadt, hinüber zur Kirche Notre Dame de la Garde. Genau in dieser Blickrichtung liegt der alte Hafen, der Vieux Port. In der Tiefgarage ist die erste halbe Stunde kostenlos, falls ihr abgeholt werdet oder euch den Bahnhof mit dem Auto kommend besichtigen wollt.

Denn der alte Bahnhof mit seiner breiten Bahnhofstreppe mit 104 Stufen hinunter in die Stadt ist an sich auch eine Sehenswürdigkeit!

Der alte Bahnhof in Marseille © Siegbert Mattheis
Der alte Bahnhof in Marseille © Siegbert Mattheis
Ankunft Marseille am Bahnhof © Siegbert Mattheis
Ankunft am Bahnhof mit Blick auf die Stadt und das Wahrzeichen Notre Dame de la Garde © Siegbert Mattheis
Treppe hinunter mit Blick über die Stadt
Vom Bahnhof über 104 Stufen in die Stadt © Siegbert Mattheis

Anreise mit dem Auto

Wenn ihr mit dem Auto ankommt, z.B. vom Flughafen Marseille Provence in Marignane orientiert euch an den Schildern zum Vieux Port (nicht zum Port, das ist der neue Hafen, da landet ihr bei den Docks). Autobahngebühr (péage) zahlt ihr erst nach dem Vieux Port. Dort sucht euch am besten ein Parkhaus. Rund um den Hafen gibt es 7 Parkhäuser, das Parking Q-Park Vieux Port / City Hall z.B. ist auf der nördlichen Seite beim Rathaus, das Parking Q-Park Estienne d’Orves Marseille liegt auf der Südseite. Die Parkgebühren in den Parkhäusern sind moderat. Ihr werdet leider so gut wie keine Chance haben, irgendwo auf der Straße oder in den schmalen Seitengassen zu parken!

Das Office de Tourisme liegt gleich am Hafen an der Canebière. Dort könnt ihr den City Pass Marseille erwerben, er kostet ab 27 Euro pro Person für einen Tag. Er beinhaltet z. B. den kostenlosen Zugang zu Museen, öffentlichen Verkehrsmitteln, geführten Wanderungen und Sonderangeboten für einen Einkaufsbummel, Vorstellungen, eine kostenlose Probe der Four des Navettes, den berühmten lokalen Keksen und vieles mehr.

Tipp:
Nehmt den roten „Hop-on Hop-off“-Bus für 19 Euro Tagesticket. Er fährt an alle wichtigen Sehenswürdigkeiten an. Eine Rundfahrt ohne Aussteigen dauert etwa 1,5 Std. Startpunkt ist die Haltestelle Vieux Port auf der nördlichen Seite vor dem Rathaus.

Marseille, Blick auf den Vieux Port © Siegbert Mattheis
Marseille, Blick auf den Vieux Port © Siegbert Mattheis

1. Vieux Port, der alte Hafen

Ohne ihn habt ihr Marseille nicht gesehen! Jeden Morgen verkaufen noch die Fischer genau wie in früheren Zeiten auf hellblauen Schalen ihren frischen Fang an der Schmalseite des Hafens, dem Quai des Belges. Schlendert herum, setzt euch in eines der vielen Restaurants, z.B. ins Chez Roger an der nördlichen Seite des Hafens und genießt den Blick auf die Yachten, auf Notre Dame de la Garde und auf das bunte Treiben der Menschen.

Tipp: Etwa in der Mitte des Hafens überquert eine kleine Fähre, Cesar (benannt nach dem Film Fanny, Marius und Cesar, in dem die Fähre in der Anfangssequenz auftaucht), den Hafen. Die Überfahrt kostet 50 Cent und ist jeden davon dreifach wert!

Vieux Port und Notre Dame de la Garde © Micaleff
Blick auf den Vieux Port und Notre Dame de la Garde © Micaleff
Fischer im Hafen von Marseille © Siegbert Mattheis
Fischer im Hafen von Marseille © Siegbert Mattheis
Relaxen am Alten Hafen in Marseille © Siegbert Mattheis
Relaxen am Alten Hafen © Siegbert Mattheis
Marseille Sehenswürdigkeiten, die Fähre "Cesar" im Marseiller Hafen
Die bezaubernde Fähre "Cesar" © Siegbert Mattheis
Fähre "Cesar" im Marseiller Hafen © Siegbert Mattheis
Die kurze Überfahrt lohnt sich! © Siegbert Mattheis

2. Basilika Notre Dame de la Garde

Wenn ihr nicht nur auf der Durchreise seid, dann fahrt hinauf zur Wallfahrtskirche Notre Dame de la Garde, im Volksmund La Bonne Mère – „die gute Mutter“ genannt, (mit dem Auto, mit dem Bus Nr 60, der alle 20 Min. abfährt, mit dem „Hop-on Hop-off“-Bus oder auch mit dem Touristenzug). Von dort oben bietet sich euch ein fantastischer Panoramablick über ganz Marseille bis hinüber zu den Inseln vor Marseille. Auch die Kirche selbst mit den vielen Seefahrerdevotionalien ist sehenswert. Neben der Basilika findet ihr auch ein Café und ein Bistro.

Notre Dame de la Garde © Siegbert Mattheis
Notre Dame de la Garde © Siegbert Mattheis
Bug eines kleinen Schiffes an der Wand
Schiffssymbole in dieer Wallfahrtskirche für Seefahrer © Siegbert Mattheis
Panorama Marseille von Notre Dame de la Garde aus © Siegbert Mattheis
Panorama Marseille von Notre Dame de la Garde aus © Siegbert Mattheis

3. Le Panier Viertel

Biegt am Hafen in Höhe des Rathauses zwischen den Bauten aus den 50er Jahren ab (die Deutschen sprengten 1944 einen Teil des Viertels, mehr dazu und zum Le Panier-Viertel hier) und steigt den Hügel hinauf ins Le Panier-Viertel mit seinen verwinkelten Gassen, Künstlerwerkstätten und kleinen Läden. Eine Pause lohnt sich auf der Place Lenche (hier gründeten die Griechen vor 2600 Jahren die Stadt Massilia) oder auf der Place de Moulins, wo die Metropole weit entfernt scheint. Im nördlichen Teil des Viertels findet ihr auch die La Vieille Charité, unseren nächste Sehenswürdigkeit.

Das alte Panier Viertel, der historische Kern von Marseille
Das alte Panier Viertel, der historische Kern von Marseille © Siegbert Mattheis
Place des Moulins im Le Panier Viertel © Siegbert Mattheis
Graffiti-Kunst an vielen Ecken © Siegbert Mattheis

4. Vieille Charité

Die „alte Charité“ im Panier-Viertel aus dem 17. Jh. war bis ins letzte Jahrhundert hinein ein Hospiz für mittellose Kranke und Obdachlose. Heute wird es als Museum und Kulturzentrum genutzt. U.a. beherbergt sie die archäologische Sammlung des Musée d’Archéologie Méditerranéenne mit zahlreichen ägyptischen und römischen Relikten sowie das Musée d’Arts Africains, Océaniens, Amérindiens. Immer wieder finden zudem auch wechselnde Ausstellungen statt. Der Bau selbst beeindruckt durch die dreistöckige Arkadengalerie, die einen rechteckigen Innenhof und eine barocke Kapelle umschließt. Im Inneren des Gebäudekomplexes findet ihr einen Museumsshop und ein nettes Café.

Die barocke Kapelle im Innenhof der Vieille Charité
Die barocke Kapelle im Innenhof der Vieille Charité © Siegbert Mattheis
Ägyptische Stauten in der Dauerausstellung
Ägyptische Stauten in der Dauerausstellung © Siegbert Mattheis
Der Arkadengang
Der Arkadengang in der alten Charité © Siegbert Mattheis

5. Die Canebière, Shoppingmeile

Die Canebière ist die Shoppingmeile von Marseille. Sie zieht sich direkt vom Hafen bis weit ins östliche Marseille hin. Ihr Name wird vom provenzalischen Wort „Canebe“ (Hanf) abgeleitet, der an die Seilmacher erinnert, die hier seit dem Mittelalter ansässig waren. Die Canebière wurde jedoch erst Ende des 18. Jahrhunderts bis zum Hafen verlängert, als das Grand Arsenal verlegt wurde. Die großartigen Gebäude der ehemaligen Prunkstraße entstanden erst im Anschluss an diese Verlängerung. Hier könnt ihr ausgiebig shoppen 😉

Die Canebière auf Google Maps ansehen

Canebière © Pascal Micalef
Die Shoppingmeile Canebière © Pascal Micalef

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6. MUCEM und Fort St. Jean

Seit 2013 ist das Gelände an der nördlichen Ausfahrt des Hafens vollkommen umgestaltet worden. Sehenswerte, wechselnde Ausstellungen findet ihr im MUCEM, dem Museum der Zivilisationen Europas und des Mittelmeers (Musée des civilisations de l’Europe et de la Méditerranée). Von dem faszinierenden grauen, durchbrochenen Block könnte ihr nach dem Museumsbesuch über das Freiluft-Café oben über eine stählerne Brücke zum Fort St. Jean schlendern. Dem MUCEM vorgelagert ist die La Villa Méditerranée, ein Kongresszentrum mit ebenfalls wechselnden Ausstellungen zu Themen im Mittelmeerraum.

Tipp: Auf dem Platz davor steht seit 2018 ein Riesenrad (davor stand es direkt am Quai des Belges). Von oben habt ihr einen wunderbaren Blick auf den Hafen und auch auf die einfahrenden riesigen Fähren aus Algerien und die Kreuzfahrtschiffe.

Lage des MUCEM in Google Maps ansehen

Das MUCEM © Lamy
Das MUCEM © Lamy
Wabenförmige Umkonstruktion
Das MUCEM 2017 © Siegbert Mattheis
Die Villa Mediterranée und dahinter das MUCEM
Die Villa Mediterranée und dahinter das MUCEM © Lamy
Schiffsmodell im MuCem
Mediterranes Schiffsmodell im MuCem © Siegbert Mattheis
Cafestühle unter wabenförmigem Dach
Das Cafe im MUCEM, von hier aus gelangen Sie über eine Brücke zum Fort St. Jean © Siegbert Mattheis
Riesenrad vor Sonnenuntergang
Das zweitgrößte Riesenrad Frankreichs in Marseille am MuCem, manchmal aber auch an anderen Standorten © Siegbert Mattheis

7. Kathedrale, Cathédrale de la Major

Die Kathedrale sieht aus wie eine Jahrhunderte alte Kirche, wurde aber erst 1853 bis 1894 im neo-byzantinischen Stil erbaut. Sie erstaunt sie durch ihre Weitläufigkeit und vielen verschiedenen Anbauten. 1852 besuchte Napoleon III. Marseille und legte, veranlasst durch Bischof Charles Joseph Eugène de Mazenod, symbolisch den Grundstein für den Neubau, der an der Stelle einer romanischen Kirche aus dem 11. Jhdt. entstand. Um für diesen Platz zu gewinnen, wurden zwei westliche Joche der romanischen Kirche und ein Teil der Anbauten abgetragen und der Rest gesichert. Ein Teil dieser alten, Vielle Major genannten Kirche steht noch und wird zurzeit renoviert.

Tipp: Das edel mit viel Schwarz und Gold eingerichtete Restaurant Casa Pietra unterhalb der Kathedrale eignet sich gut für einen Aperó mit Ausblick auf das Meer und die Docks.

Lage der Kathedrale in Google Maps

Kathedrale de la Major © Siegbert Mattheis
Vielen kleine Anbauten an der Kathedrale © Siegbert Mattheis
Hohe Säulen, rosa und weißer Marmor
Das Innere der Kathedrale © Siegbert Mattheis
Kathedrale La Major und Casa Pietra © Siegbert Mattheis
Kathedrale de la Major und darunter das Restaurant Casa Pietra © Siegbert Mattheis
Das Restaurant Casa Pietra eignet sich gut für einen Aperó © Siegbert Mattheis
Das Restaurant Casa Pietra eignet sich gut für einen Aperó © Siegbert Mattheis

8. Chateau d’If

Das Gefängnis auf der kleinen, Marseille vorgelagerten Insel If kennt ihr bestimmt durch den Roman von Alexandre Dumas „Der Graf von Monte Christo“. Etwa stündlich fahren Fähren vom alten Hafen ab zu den vier Inseln If, Pomègues, Ratonneau und Tiboulen. Die etwa halbstündige Schiffsfahrt lohnt sich!

Chateau d'If © Siegbert Mattheis
Kurzausflug zum Château d'If und den Inseln vor Marseille © Siegbert Mattheis
Gemäuer im Schloss
Gefängnismauern im Château d'If © P. Berthé CMN
Festungsmauern vor blauem Himmel
Die Festungsmauern © P. Berthé CMN

9. Port des Vallon des Auffes

Dieser kleine, beschauliche Hafen ist ein traditioneller Fischerhafen mit etw 50 Fischerhütten beiderseits des Viadukts der Corniche im Stadtteil Endoume. Seinen Namen hat er von auffe (auffo auf provençalisch), einer Art Graspflanze, die zur Herstellung von Seilen, Matten und Fischernetzen verwendet wird. Hier findet ihr einige gute Restaurants.
Auf der Meerseite davor steht eine eine 5 m hohe Bronzestatue, eine Frau mit erhobenen Armen mit dem Rücken zum Mittelmeer. Das Denkmal steht für die Toten der Armee des Ostens und der fernen Länder. Es wurde 1927 eingeweiht und am 23. Juli 2009 unter Denkmalschutz gestellt.

Tipp: Das Bistrot Plage unterhalb der Statue mit Strandliegen und Badezugang lohnt sich zum Baden und Essen.

Lage Vallon des Auffes in Google Maps

Vallon des Auffes © Siegbert Mattheis
Die Corniche führt über ein Viadukt über das Vallon des Auffes © Siegbert Mattheis
Marseille Sehenswürdigkeiten; kleine Häuschen am Wasser, dahinter Hochhäuser
Viele gute Restaurants finden sich am Hafen © Siegbert Mattheis
von unten beleuchteter Viadukt, davor Boote im Wasser
Der Fischerhafen Vallon des Auffes in der Dämmerung © Lamy
Le Bistrot Plage beim Vallon des Auffes © Siegbert Mattheis
Baden und gut Essen im Le Bistrot Plage beim Vallon des Auffes © Siegbert Mattheis

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10. Palais Longchamp

Das Palais Longchamp liegt am Ende der Canebière, bzw. der Verlängerung Boulevard de la Libération. Es ist eigentlich ein Brunnendenkmal im Stil des Historismus, eine Hommage an das Wasser in seiner ganzen Pracht. Das Palais markiert den Endpunkt des Canal de Marseille, mit dem ab 1849 frisches Wasser von der Durance nach Marseille geleitet wurde. Die Ankunft des Wassers sollte mit einem repräsentativen Wasserschloss gefeiert werden, wurde jedoch erst 1869 realisiert. Das Palais Longchamp gilt als eines der wichtigsten architektonischen Werke des Zweiten Kaiserreichs in Marseille.
In den beiden Seitenflügeln befinden sich seither zwei hoch angesehene Museen Marseilles: das Museum der schönen Künste (Musée des Beaux-Arts) und das Naturhistorische Museum (Muséum d’histoire naturelle). Kinder haben übrigens großen Spaß im Palais Longchamp. Siehe auch Marseille Sehenswürdigkeiten mit Kindern

Tipp: Danach ins süße Cafe-Bistro Belleville/mer um die Ecke

Lage des Palais Longchamp in Google Maps (Adresse Chateau d’Eau)

Palais Longchamp © OTCM
Das imposante Palais Longchamp © OTCM
Blick vom Palais Longchamp nach Notre Dame
Auch bei schlechtem Wetter ein Besuch wert: Das Naturhistorische Museum im Palais Longchamp © Siegbert Mattheis

11. Schloss und Park Borély

Das klassizistische, in Wikipedia fälschlicherweise als barocke Schlossanlage bezeichnete Château Borély ist ein herausragendes Beispiel für den südfranzösischen Bautyp des vornehmen Landsitzes der Bastide. Der große zugehörige Park ist neben der Corniche das Joggerparadis und beliebtes Familien-Ausflugsziel der Marseiller. Nach umfassenden Renovationsarbeiten ist das Schloss seit dem 2013 als Museum (Musée Borély) geöffnet, das dem Kunsthandwerk, der Fayence und der Kostümgeschichte gewidmet ist. Im beeindruckenden Innenhof findet ihr auch ein Café und Bistro.

Lage Schloss Borély in Google Maps

Park und Schloss Borély, dahinter ragen die Berge des Naturparks Calanques auf © ADD
Park und Schloss Borély, dahinter ragen die Berge des Naturparks Calanques auf © ADD
Mit Toile-de-Jouy bezogene Möbel im Schloss Borély, Marseille © Siegbert Mattheis
Mit Toile-de-Jouy bezogene Möbel im Schloss Borély, Marseille © Siegbert Mattheis

12. Die Cité radieuse von Le Corbusier

Ein Hochhaus besichtigen? Ja! Denn diese “Wohnmaschine“, wie sie der Schweizer Architekt Le Corbusier nannte, hat wenig gemein mit den heutigen Hochhaus-Wohnblöcken. Zwischen 1947 und 1951 erbaut, erinnert das imposante Gebäude (165 m lang, 24 m breit und 56 m hoch) an ein in einem Park festgemachtes Kreuzfahrtschiff. Ihr könnt ohne Anmeldung mit dem Aufzug bis ganz nach oben aufs „Deck“ fahren. Dort erwartet euch ein grandioser Ausblick auf die Berge der Calanques, das Meer und Marseille und auf das berühmte Fussballstadion Orange Velodrom. Auf dem Deck gibt es ein Planschbecken für Kinder, Spielbereiche und eine windgeschützte Bühne für Aufführungen unter freiem Himmel sowie eine riesige Kinowand aus Beton. Im obersten Stockwerk befindet sich auch ein Café und eine Geschäftsstraße.
Ihr könnt auch Führungen buchen, bei denen ihr auch einige Musterwohnungen, die teilweise über zwei Stockwerke gehen, besichtigen könnt.
Le Corbusier wurde lange Zeit mit seinem Begriff von der Wohnmaschine missverstanden. Er selbst meinte, „ein Auto ist eine Maschine zum Fahren, ein Flugzeug ist eine Maschine zum Fliegen, ein Haus ist also eine Maschine zum Wohnen!“
Wenn man die Cité radieuse (übersetzt „strahlende Siedlung“) besucht hat, versteht man, was er meinte. Denn die Wohnungen waren für die damalige Zeit enorm komfortabel, hell und modern. Wir jedenfalls waren beeindruckt!

Lage der Cité radieuse auf Google Maps

Le Corbusier Haus in Marseille © OTCM/FLC
Das Le Corbusier Haus, die "Wohnmaschine" © OTCM/FLC
Das "Deck" der Cité radieuse © OTCM
Das "Deck" der Cité radieuse © OTCM

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13. Cours Julien und Streetart

Von 1860 bis 1972 war auf diesem Platz der zentrale Obst- und Gemüsemarkt, von Marseille, Le Marché Central. In den 1980er Jahren wurde er komplett umgestaltet. In die Räume der ehemaligen Großhändler zogen Antiquitätenläden und später Restaurants, Vereins- und Kulturstätten ein. Die Gegend gilt heute als das coole und szenige Viertel der Künstler, „Bobos“ und Musiker von Marseille. Ihr findet hier zahlreiche Straßencafés, Kunstgeschäfte, Kinderspielplätze und Streetart in den Fußgängerzonen. Graffiti ist hier nicht nur geduldet, sonder sogar offiziell erlaubt.

Platz mit Bäumen und Wasserspielen
Cours Julien © Cromoprisme, Adobe
Graffiti gelber Oktopus
Graffiti ist legal am Cours Julien © Siegbert Mattheis
Graffiti, frau mit
"Marsilia" ... © Siegbert Mattheis

14. Ausflug in die Calanques

Ein Teil der Calanques gehört noch zum Stadtgebiet von Marseille. Sie sind eine der schönsten und beeindruckendsten Naturphänomene des Mittelmeeraums. Weißer bis rostroter Kalkstein, immergrüne Aleppokiefern, dazwischen blühende Rosmarinsträuche in der Macchia und immer wieder Ausblicke auf das kristallklare, türkisblaue Meer zwischen den Fjorden. Hier könnt ihr Baden, Wandern, Tauchen oder die Buchten mit dem Boot aus besuchen. Mehr zu den Calanques

Der Hafen Port Sormiou gehört noch zum Stadtgebiet von Marseille © H. Auer
Der Hafen Port Sormiou gehört noch zum Stadtgebiet von Marseille © H. Auer
Die Calanques bei Marseille mit Tauchern
Tauchen in den Calanques ist ein fantastisches Erlebnis © Ana Tramont, Fotolia

Wenn ihr erfahren wollt, wie es sich anfühlt, in Marseille zu leben, dann empfehlen wir euch dieses 2022 erschienene Buch:

Blick aufs Meer, Arsch auf Grundeis:

Wie ich meinen Job kündigte, nach Südfrankreich zog und das Fürchten verlernte

Lesenswertes, sehr amüsantes Buch von Brenda Stromaier über ihren Traum, in Marseille eine Wohnung zu kaufen, über den Versuch, diese während der Pandemie einzurichten und über den Marseiller Winter ohne Heizung …

Einen neuen, sehr schönen und informativen Reiseführer über Marseille aus dem Michael Müller-Verlag findet ihr auch in unserem Shop bei den Buchtipps Frankreich

Und noch ein weiterer Tipp: Die Stadt mit dem Fahrrad zu erkunden, wird immer beliebter. Da inzwischen auch viele verkehrsberuhigte Zonen eingerichtet wurden, ist es viel sicherer als früher und macht jetzt noch mehr Spaß!

Neue Sehenswürdigkeiten in Marseille 2023:

  1. 2021 hatte das Maison du Monde Hotel in Marseille neu eröffnet. Das Hotel mit 62 Zimmern und Suiten, eingerichtet in 5 verschiedenen Stilen, liegt am alten Hafen, gegenüber der Anlegestelle für die Inseln Frioul und If. Maison du Monde ist ein Onlineshop für exklusive mediterrane Möbel. (siehe auch unsere Geheimtipps Marseille) Jetzt gibt es die Maisons du Monde Hôtel & Suites mit 16 Appartements zusätzlich zum Hotel. Nur wenige Gehminuten vom Hotel entfernt und nur einen Katzensprung vom Alten Hafen entfernt liegen die Maisons du Monde Appartement-Suiten, die im Januar 2023 eröffneten. Die Idee ist einfach: komfortable, funktionelle Appartements mit Küche und Wohnzimmer, in einem 100% Maisons du Monde Dekor, um sich wie zu Hause zu fühlen… aber besser! Ideal für einen Freizeit- oder Geschäftsaufenthalt.
  2. Unterwassermuseum in Marseille
    Das MSM hat seine ersten untergetauchten Werke installiert. Diese „Multi-Künstler“-Installation von 10 monumentalen Werken findet ihr vor dem Strand von Catalans und ist 5 Meter tief.
  3. „Grüne“ Führungen für Gruppen
    Outdoor-Führungen, z.B. das „Treille Village“ und die Hügel von Marcel Pagnol, ein kurzer Spaziergang in der Stadt zwischen historischem und natürlichem Erbe, Bootsfahrten (Segelboot, Katamaran, elektrisches Schnellboot…), um den Calanques-Nationalpark zu genießen… Zudem werden auch auch virtuelle Touren angeboten. Mehr Informationen auf der Website  des Tourismusbüro Marseille
  4. Ein Museum für den Pastis
    Das Haus Pernod-Ricard eröffnete im Juni 2021 einen Mehrzweckraum, The Mx, der dem berühmtesten Anisgetränk der Welt gewidmet ist (siehe auch unsere Geheimtipps Marseille). Und hier mehr über Pastis, das Kultgetränk der Franzosen …

Siegbert Mattheis

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