Marseille Geheimtipps, Empfehlungen, Shopping, Restaurants, Lounges …

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Hier haben wir euch einige Insider-Tipps für Marseille zusammengestelltdie ihr vielleicht noch nicht kennen dürftet. Dabei sind auch ein paar echte Geheimtipps, erweitert und aktualisiert im Januar 2023.

Weitere Empfehlungen und zu den schönsten Sehenswürdigkeiten in Marseille.

Die älteste und zweitgrößte Stadt Frankreichs hat sich übrigens seit 2013, als Marseille Kulturhauptstadt Europas war, enorm gewandelt. Die Kriminalität wurde eingedämmt, viele internationale Designer in die Stadt geholt und mehrere Stadtteile aufwändig restauriert und umstrukturiert. 

Blick zur Kirche Notre Dame Marseille
Grandioser Ausblick zur "Bonne mère" © Siegbert Mattheis

1. Ciel Marseille

Ciel ist das neue Dachrestaurant und Rooftopbar im Herzen von Marseille im 7. Stock des ehemaligen Kaufhauses Galerie Lafayette. Mit einem grandiosen Weitblick über Marseille, zur Notre Dame de la Garde, „la bonne mère“, zum Vieux Port und ins Le Panier-Viertel. Und darüber hinaus ist Ciel ein Coworkingspace mit Appartements. Erst Mitte Juli 2021 eröffnet, wurde es von einigen junge Investoren, The Babel Community ins Leben gerufen. „Die Vorstellung eines Dachrestaurants lag auf der Hand, als wir das Gelände 2016 zum ersten Mal besuchten. Diese Terrasse sollte für möglichst viele Menschen zugänglich sein. Und um es sichtbarer zu machen, haben wir ihm diesen aussagekräftigen Namen gegeben: Ciel“, erklärt Benoît Jobert, Mitbegründer von The Babel Community.

Ciel Rooftop ist minimalistisch eingerichtet mit rein weißen Möbeln, einem Holzboden und Glaswänden, durch die ihr auch am Tisch die Aussicht genießen könnt.

Das Restaurant bietet italienische Küche, mit der Küchenchefin Sandra Gatti am Ruder. Auf der Speisekarte, die mit den Jahreszeiten wechselt, stehen gute traditionelle und wiederentdeckte Gerichte, natürlich Pasta, Pizzen, Fleisch oder Fisch und Antipasti. Alles ist mit Produkten von kleinen Erzeugern zubereitet.

Ein wirklich herrlicher Ort, an dem man Stunden zubringen kann …

Ciel Rooftop

Weiße Tische vor weißen Holzbalken, Blick auf Notre Dame
Ciel Rooftop © Siegbert Mattheis
weiße Bartheke mit strohgedecktem Dach
Die Bar © Siegbert Mattheis
Schaukel auf dem Rooftop mit Ausblick
Instagrammable ... © Siegbert Mattheis
Blick in den Innenhof mit überdachtem Atrium
Blick in den Innenhof mit den Appartments und Coworking Spaces © Siegbert Mattheis
Blaue Figuren an der Wand und auf Schaukel
Kunst im unverputzten Eingangsbereich © Siegbert Mattheis

2. Ourea Restaurant

Das Ourea Restaurant ist vielleicht auch außerhalb von Marseille nicht mehr ganz unbekannt (der Feinschmecker hatte es bereits empfohlen), aber dennoch ein Geheimtipp! Obwohl es nur wenige Minuten zu Fuß vom Vieux Port entfernt im südlichen Stadtteil liegt, finden nur wenige Touristen hierher. Aber die Geschäftsleute der umliegenden Firmen und Feinschmecker in Marseille wissen die Qualität der feinen mediterranen und lokalen Küche zu schätzen. Wir hatten den Tipp von Marion Fabre vom OT Marseille erhalten und wir waren durchweg begeistert! Das Ambiente drumherum ist etwas ungewöhnlich, eine kleine Straße mit etwas heruntergekommenen Gebäuden, gegenüber ein großer, dunkler Glaskomplex und nebenan die Rückseite und Toreinfahrt eines Justizgebäudes.

Aber das Essen ist großartig! Leicht ungewöhnliche Geschmackskompositionen, aber perfekt ausgewogen und subtil gewürzt. Genau auf diese Ausgewogenheit lege er auch viel wert, erklärte uns Matthieu Roche, Chefkoch und Inhaber des Restaurants zusammen mit Camille Fromont, die biologische und biodynamische Weine passend zu Matthieus Küche auswählt. Beide haben das Restaurant erst 2018 eröffnet.

Ourea Restaurant

Eingang zum Restaurant Ourea vor grauer und weißer Wand
Etwas unscheinbar von außen, aber genial! © Siegbert Mattheis
Goldenes Ourea Restaurant Schild mit Öffnungszeiten und Telefonnummer
© Siegbert Mattheis
Die Restaurant-Crew vor dem Eingang zum Ourea
Matthieu Roche (links)und Camille Fromont (rechts), die beiden Inhaber und die ausgeprochen freundliche Crew © Siegbert Mattheis
Schale mit rötlichem Essen
Muscheln mit rotem Curry, Kirschtomaten und gebratenen Paprikaschoten © Siegbert Mattheis
Gericht mit Kaninchen auf grünem Teller
Gebratenes Kaninchen vom Bauernhof an Kokosnuss, grünen Bohnen, schwarzem Knoblauch und Trüffelcreme © Siegbert Mattheis
Weißer Teller mit Ziegenkäse und Trüffeln
Als Dessert Ziegenkäse mit Sommertrüffeln und Feigenconfit © Siegbert Mattheis

3. MX Experience Ricard

Pernod-Ricard hat im Sommer 2021 in den Docks Village mehrere Räume eröffnet, um das berühmte Anisgetränk Pastis zu feiern: The Mx Experience!
Mit einer interaktiven, digitale und innovativen Ausstellung, einem Restaurant, einer trendigen Bar und einem Shop, wo ihr alles rund um Pastis Ricard findet, verkosten und natürlich kaufen könnt! Zum Beispiel die berühmten Ricard-Pichets, die Wasserkrüge, die Paul Ricard 1935 erfunden hatte und die immer zu einem Pastis-Getränk dazugehören. Mehr darüber erfahrt ihr in der spannenden Geschichte der Pichets-Ricard.

MX Experience

Rote 3D-Buchstaben Docks vor blauen Kacheln
Die Docks Village © Siegbert Mattheis
Blauer Brunnen mit gelben Ricard-Wasserkrügen
Brunnen mit Ricard Pichets der Designerplattform 5.5 in den Docks in Marseille © Siegbert Mattheis
Ricard-Flaschen mit Fischzeichnung in gestreiftem Shirt
Im Shop finden Sie auch exklusive Editionen © Siegbert Mattheis
Palmen im Innenhof der Docks
Überall Kunst in den ehemaligen Docks © Siegbert Mattheis

4. Bistro La Poule Noire

Das kleine und zauberhafte Bistro-Restaurant La Poule Noire, die schwarze Henne, ist ein weiterer Insider-Tipp, wie wir finden. Wir wären beinahe daran vorbeigelaufen, so unscheinbar ist der Eingang in der Rue Sainte 61, nur ein paar Minuten vom Restaurant Ourea entfernt.
Das schicke, gleichzeitig aber sehr gemütliche Restaurant bietet saisonale Klassiker der französischen Küche, wunderbar fein kombiniert mit Inspirationen aus der ganzen Welt. Das Restaurant ist in mehrere Bereiche unterteilt, darunter eine herrliche, intime und gemütliche Innenterrasse, auf der wir glücklicherweise auch noch einen tollen Platz fanden. Überspannt ist die Terrasse mit einer Art Tarnnetz, das zum einen Schatten spendet und zum anderen eine wunderschöne Lichtatmosphäre zaubert.

Das provenzalische Tartar mit Schafskäse und Walnussscheiben ist ein Muss! Zu entdecken gibt es weiterhin u.a. köstliche Thunfischvariationen oder feines und duftendes Krabbenfrikassee, Lammkarree in Mandelkruste, Wolfsbarschfilet a la plancha und vieles andere. Die Karte wird etwa alle 3 Monate gewechselt und natürlich bieten sie auch vegetarische und auf Anfrage auch glutenfreie Gerichte an.
Die Gourmet-Weinkarte kann sich ebenfalls sehen lassen und den Service fanden wir erstklassig!

La Poule Noire wird von Küchenchef Damien Delgado und seiner Partnerin Fanny geleitet. Er ist spanisch-kroatischer Herkunft, ein großer Liebhaber des Mittelmeeres und Absolvent der Kochschule Grégoire Ferrandi. Fanny hingegen kommt aus Aix-en-Provence und ist nach eigener Aussage leidenschaftliche Perfektionistin. Sie ist Absolventin eines internationalen Masterstudiengangs am Institut Paul Bocuse.

Den Tipp hatten wir übrigens von Nicolas Cozzolino erhalten, dem Direktor des Hotels Maison du Monde.

La Poule Noire

Schwarze Tafel mit handgeschriebenen Gerichten
Die Mittagskarte © Siegbert Mattheis
Blick in den Innenhof mit Gästen und Lichtflecken
Das Netz zaubert eine wunderschöne Lichtatmosphäre im kleinen Innenhof © Claudia Mattheis
Tomatenstücke mit Burrata
Als Entrée Tomates oubliée mit Burratina und Sezuan-Pfeffer ... © Siegbert Mattheis
Teller mit Kartoffelpürree und Kräutern
Köstlich ... © Siegbert Mattheis
Fanny und Damien vor dem Eingang
Fanny und Damien, die beiden Inhaber des La Poule Noire © Siegbert Mattheis

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5. Maisons du Monde Hôtel & Suites

Direkt am Vieux Port gelegen, gleich gegenüber der Anlegestelle für die Fähren zu den Inseln, ist das Hôtel Maison du Monde eine perfekte Insider-Adresse, um Marseille zu erkunden! Wie der Online Möbel- und Dekoshop Maison du Monde ist es stilvoll und natürlich fast ausschließlich mit eigenen Produkten ausgestattet.

Wir durften einige der fünf unterschiedlich eingerichteten Zimmern ansehen, deren Namen nach Orten in der Provence benannt sind. Mal im afrikanisch angehauchten „Kolonial“-Stil, mal provenzalisch, im französischen Landhausstil oder in einem Mix aus modernen und Retro-Elementen.

Wenn ihr z.B. von Sanftheit und Natürlichkeit träumt, wählt die Suite Saint Rémy; wenn ihr eher klassischen Charme mit modernen Akzenten schätzt, dann ist die Suite Loumarin vielleicht die Richtige für euch. Wenn ihr euch aber lieber von friedlichen Landschaften inspirieren lasst, werdet ihr die Suite Gordes lieben! Dabei bietet das Hotel auch Familiensuites für bis zu 5 Personen an.

Aus einigen Zimmern habt ihr übrigens einen wunderbaren Blick auf den alten Hafen von Marseille.

Hôtel Maison du Monde

Weißes Bett vor Sisalwand mit rundem Spiegel
Täuschend echte Sisal-Tapete © Siegbert Mattheis
Blick auf den alten Hafen mit dem riesigen Sonnensegel und Anlegestelle
Der fantastische Blick auf den alten Hafen © Siegbert Mattheis
Schwarze Küchenzeile mit weißem Waschbecken
Hier wird das Frühstücksbuffet aufgebaut; links ein Lacanche-Range-Cooker © Siegbert Mattheis

6. MUCEM-Ausstellungen

Ein Besuch im MUCEM, dem Museum der Zivilisationen Europas und des Mittelmeers ist ein Must bei einem Besuch in Marseille.

Le grand Mezzé

Bis Dezember 2023 ist nun im MUCEM die empfehlenswerte Ausstellung „Le grand Mezzé“ über mediterrane Ernährung zu sehen. Diese Ausstellung zeigt den Weg mediterraner Ernährung vom Feld auf den Teller, von der traditionellen mediterranen Kochkunst bis hin zu den globalisierten Restaurantketten. Sehr interesssant fanden wir die Routen der Gewürze und Lebensmittel, wie, wann und unter welchen Umständen sie den Weg nach Europa fanden.

Zum Mucem

Schautafel mit den Routen der Gewürze durch die Welt
Wie die Gewürze in die mediterranen Ländern gelangten © Siegbert Mattheis
Alte Reisverpackungen in Stoffbeuteln
Alte Reisverpackungen in der Mezze-Ausstellung im Mucem © Siegbert Mattheis

7. Vanille Noire: Vom Manager zum (Speise-)Eiskünstler

Schwarzes Vanille-Eis, Vanille Noire, ist der Erfrischungshit in Marseille. Nicolas Decitre, ein ehemaliger Geschäftsführer im Import/Exportgeschäft brachte die Idee dazu aus dem Laboratorio del Gelato in Manhattan mit und verknüpfte sie mit seiner Liebe zur Küche seiner Mutter und Großmutter aus der Provence. Mitte 2014 eröffnete er seinen Laden Vanille Noire in Marseille und entwickelte seine ausgefallenen Eis-Geschmackskreationen u.a. mit Vanilleschoten aus Madagaskar und Indien, Sahne, Milch, Zucker, Eier und einer geheimen Zutat, die der Artisan Glacier natürlich nicht verrät. Aber natürlich gibt es auch andere Geschmacksrichtungen und Farben, wenn man nicht so sehr auf Schwarz steht.

Vanille Noire
13 Rue Caisserie, 13002 Marseille, Tel +33 (0)777336819

Lage auf Google Maps ansehen

Schwarzes Eis, Vanille Noire vor gelb
Vanille Noire, schwarzes Vanille-Eis © Vanille Noire
Lachender Mann mit schwarzem Eis
Monsieur Nicolas Decitre © Vanille Noire
Gelber Eiswagen Vanille Noire
© Vanille Noire
Becher mit schwarzem, weißem und rotem Eis
Es gibt auch andere Sorten ... © Vanille Noire
Torte mit schwarzem Eis
© Vanille Noire

8. Siest’in: Ein Nickerchen nach der Mittagspause

Siest’in – Essen, Trinken, Schlafen: Die Idee zu diesem ungewöhnlichen Restaurant kam den Inhabern Matthieu und Arnaud, als sie sich wie beinahe jeden Tag nach dem Mittagessen um etwa 14 Uhr sich nach einem Nickerchen sehnten. Als sie bemerkten, dass sie damit nicht allein waren, recherchierten sie und stellten fest, dass selbst die NASA meint, dass ein Nickerchen von 20 Min. die Konzentration um 34% und die Produktivität um 25% erhöht. So entschlossen sie sich, in ihre Bar Hängematten zu installieren, um den Gästen die Möglichkeit zu einem Nickerchen zu geben. Für dieses Konzept wurden sie übrigens auch im Dezember 2015 mit einem Innovationspreis ausgezeichnet! Neuerdings wird auch Yoga angeboten!

Das Wort Siesta stammt übrigens aus dem Lateinischen sexta ab, also der 6. Stunde Arbeitszeit.

Siest’in
47 boulevard Paul Peytral, 13006 Marseille

Lage auf Google Maps ansehen

das Restaurant Siest'in innen
Marseille Siest'in © Siest'in
4 GründerInnen
Das Team des Siest'in © Siest'in
ein Teller mit Macarons
Köstliche Macarons © Siest'in
Matten und Kissen auf Holzboden
Der Siest'in Yoga-Raum © Siest'in

9. Tuba-Club in Les Goudes

In den südwestlichen Zipfel des Marseiller Stadtgebiets, nach Les Goudes verirren sich nur wenige Urlauber. Hier liegen zwei winzige Fischerdörfer und der szenige Tuba-Club mit Bar, Restaurant und 5 trendigen Cabanon-Zimmern mit Meerblick. Die Tische des Restaurants stehen beinahe im Meer und ihr findet eine köstliche lokal und saisonal ausgerichtete Küche. Das Besondere aber am Tuba-Projekt ist, dass es sich komplett ökologisch und nachhaltig ausrichtet. So wurde so gut wie alles aus edlen, recycelten oder upgecycelten Materialien gefertigt. Die Mülltrennung wird vom Team organisiert und Speiseöle und -fette und werden recycelt.

 Terrasse du Port

Häuser an Felsen mit hochgezogenen kleinen Booten
Fischerort Callelongue © Siegbert Mattheis
Tische am Meer
Essen direkt am Meer © Tuba Club
schale mit Austern
Frische Meeresfrüchte im Tuba © Siegbert Mattheis

10. Shoppen am Meer mit 360-Grad-Blick über Marseille

Das riesige, lichtdurchflutete Shopping Center Terrasse du Port, designt vom französischen Architekten Michel Pétuaud-Létang, liegt direkt zwischen Meer und den Docks Village. Hier findet ihr so gut wie alle namhaften Marken zum Shoppen.  Und zudem könnt ihr einen einzigartigen Panoramablick von einem der Top 10-Rooftops der Welt im R2 oben genießen. Hier könnt ihr zu Abend essen, dem romantischen Sonnenuntergang zusehen, zu DJ-Musik chillen oder tanzen. Alternativ auch gleich die Fähre nach Korsika nehmen, denn die Anlegestelle befindet sich direkt davor 😉

Einkaufszentrum mit Glasdach
Shoppen direkt am Meer © Siegbert Mattheis
Terrasse, teilweise überdacht
Restaurants und Terrasse am Meer © Siegbert Mattheis
Rote Korsika-Fähre
Direkt daneben legen die Fähren nach Korsika an © Siegbert Mattheis

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11. Tauchen in den Calanques

Die Calanque de Sormiou gehört noch zum Stadtgebiet von Marseille und ist sogar mit dem Bus zu erreichen. Die Unterwasserwelt vor der Küste von Marseille belegt einen Spitzenplatz als Ziel anspruchsvoller Taucher. Aber auch Laien und Kinder können nun in aller Sicherheit diese faszinierende Welt der Calanques kennenlernen. Zahlreiche Clubs bieten Schnupper-Tauchkurse an, mit denen ihr unter Anleitung erfahrener Taucher die Meeresflora und -fauna sowie auch gesunkene Schiffe erkunden könnt.

Mehr dazu bei Marseille Tourismus

Blick von oben auf die Calanque mit Häusern
Die Calanques de Sormiou gehört noch zum Marseiller Stadtgebiet © Lamy OTCM
Die Calanques bei Marseille mit Tauchern
Tauchen in den Calanques ist ein fantastisches Erlebnis © Ana Tramont, Fotolia
Segelboot vor Felsen und Meer
Tauchen in den Calanques © OTCM

12. Das Dorf in der Metropole

Das Viertel Le Panier solltet ihr am besten in der Nebensaison besuchen. Es grenzt zwar direkt an das nördliche Ufer das alten Hafens an, wird aber dennoch selbst in der Hauptsaison wenig von Touristen wahrgenommen. Und in der Nebensaison fühlt man sich wie in einem stillen, kleinen Dorf!
Vor dem Krieg war es eher Rotlichtmilieu und ein Rückzugsort Krimineller, wurde es 1943 teilweise von den Nazis gesprengt – unter Billigung der Marseiller Stadtverwaltung. Nachdem Marseille seit 1983 eine Umstrukturierung des Viertels in Angriff genommen hat, ist es heute eher Künstlerviertel mit Boutiquen, Galerien, Musikcafés und kleinen Shops. Uns hat es besonders der Place des Moulins angetan, hier ist es wie auf einem kleinen Dorf, mitten in der Millionenstadt. Und der kleine Laden „Le Bazar de Cesar“ in der Montée des Accoules. Hier gibt es u.a. Original Savon de Marseille.

Mehr über das Le Panier-Viertel

Le Bazar de Cesar © Siegbert Mattheis
César im Laden Le Bazar de Cesar © Siegbert Mattheis
Place des Moulins im Le Panier Viertel © Siegbert Mattheis
Graffiti-Kunst an vielen Ecken © Siegbert Mattheis
Skulptur von Lisa Deck in ihrer Galerie ©Siegbert Mattheis
Skulptur von Lisa Deck in ihrer Galerie © Siegbert Mattheis
les Apero du Panier
Wandbild, einem alten Werbeplakat für Pastis de Marseille nachempfunden © Siegbert Mattheis

13. Place Jean Jaurès

Nicht weit vom hippen, szenigen Straßenzug des Cours Julien entfernt, mutet die Gegend um den Place Jean Jaurès wie Berlin-Neukölln oder Kreuzberg an. Dort sind die Marseiller noch weitgehend unter sich und frühstücken auch mal neben geparkten Autos. Hier findet ihr algerische Spezialitäten-Läden neben Graffiti-besprühten Kiosken und etwas schickeren Szenerestaurants. Und nur ein paar Straßenzüge weiter steht die Büste von Fernandel.

Gusseiserne grüne Brücke
Straßenbrücke der Rue d'Aubagne über den Cr Lieutaud © Siegbert Mattheis
Gruppe von jungen Menschen an Tischen
Frühstück zwischen parkenden Autos am Place Jean Jaurès © Siegbert Mattheis
einzelne Gäste in einem Café auf dem Platz
Hier finden Touristen selten her © Siegbert Mattheis

14. Die Büste von Fernandel

Fernandel, der französische Schauspieler und Sänger, eigentlich Fernand Joseph Désiré Contandin, wurde 1903 in Marseille geboren. Bei uns bekannt als Don Camillo, der sympathische und auch schlitzohrige Gegenspieler des kommunistischen Bürgermeisters Peppone in der Serie „Don Camillo und Peppone“ aus den 50er und 60er Jahren, spielte Fernandel in vielen französischen Filmen mit, u.a. in den Filmen von Marcel Pagnol. An der Ecke der Boulevards Eugène Pierre und Chavel (er wurde am Boulevard Chavel No. 72 geboren), nicht weit vom Place Jean Jaurès entfernt, steht ihm zu Ehren eine Statue (Leider fehlt dieser Hinweis in vielen Reiseführern).

Lage der Büste Fernandel in Google Maps

Fernandel im sw-Film
Fernandel (links) in Don Camillo und Peppone, rechts Gino Cervi als Bürgermeister Peppone © Wikimedia
Büste Fernandel
Fernandel blickt auf seinen Geburtsort © Siegbert Mattheis
Büste Fernandel
Büste von Fernandel © Siegbert Mattheis

Einen neuen, sehr schönen und informativen Reiseführer über Marseille aus dem Michael Müller-Verlag findet ihr auch in unserem Shop bei den Buchtipps Frankreich

Einige Tipps gab uns freundlicherweise auch Charlotte GUIRAUD und Marion FABRE vom Office de Tourisme et des Congrès de Marseille.
11 la Canebière, 13211 Marseille , Tel + 33 (0)826 500 500, info(at)marseille-tourisme.com

Siegbert Mattheis

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