Antibes Juan-les-Pins, die schönsten Sehenswürdigkeiten und Tipps

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Antibes und Juan-les-Pins lassen die Herzen von Kunstliebhabern und Jazz-Fans höher schlagen. Denn Antibes ist untrennbar mit Picasso verbunden und das berühmte Jazzfest Jazz à Juan in Juan-les-Pins inmitten eines Pinienhains ist seit über 60 Jahren eine feste Institution an der Côte d’Azur.

Aber natürlich hat Antibes Juan-les-Pins, so der Name der heute gemeinsam vermarkteten Orte noch einige weitere Sehenswürdigkeiten und Besonderes zu bieten:

Sehenswürdigkeiten in Antibes und Juan-les-Pins

Luftaufnahme von Antibes
Antibes und dahinter Juan-les-Pins © Ville d'Antibes
Antibes vom Meer aus gesehen mit Stadtmauer
Blick auf Antibes von Juan-les-Pins aus © Claude Piot

Picasso Museum, Musée Picasso

Pablo Picasso durfte 1946 in einem der Räume des ehemaligen Grimaldi-Schlosses direkt am Meer ein Atelier beziehen. Das Schloss gehörte damals der Stadt Antibes. Früher wurde es als Bischofssitz und auch mal als Kaserne genutzt, bevor es als Grimaldi-Museum eingerichtet wurde. Der damalige Kurator Romuald Dor de la Souchère lud den derzeit schon weltberühmten Maler ein. Picasso konnte der einmaligen Lage am Meer nicht widerstehen und malte dort ein halbes Jahr. Es war eine extrem produktive Zeit für ihn. Er hinterließ 23 Gemälde, wie z. B. die Badenden und weitere 44 Zeichnungen. Er schenkte sie alle dem Museum, machte aber zur Bedingung, dass sie das Gebäude niemals verlassen dürften. So entstand in Antibes das erste Picasso Museum. 1991 wurden die Bestände durch eine Schenkung von Jacqueline Picasso noch erheblich erweitert. Aktuell sind es 245 Gemälde, Zeichnungen, Lithographien, Keramiken und Fotografien. Aber auch Werke von Künstlern wie Léger, Atlan, Magnelli, Ernst, Picabia, Modigliani, Pagès, Miró, Nicolas de Staël und Hans Hartung sind in den Räumen und auf der Terrasse ausgestellt.
Im Oktober 2020 wurde Antibes von Fürst Albert II. von Monaco als historischer Grimaldi de Monaco-Standort eingestuft. Eine Gedenktafel an der Fassade des Picasso-Museums erinnert an diesen offiziellen Besuch.

Picasso Museum von außen
Picasso Museum © Mairie d'Antibes
Saal mit 2 großen Gemälden von Picasso
Saal der Nackten © Succession Picasso, 2008, Photo © Jean-Louis Andral
Skulpturen auf der Terrasse des Picasso-Museums
Skulpturen auf der Terrasse des Picasso-Museums © J-L Andral

Die Altstadt von Antibes

Antibes ist eine der ältesten Städte an der Côte d’Azur. Wie auch Marseille wurde sie vor 2.400 Jahren als Handelsposten Antipolis von den Griechen gegründet. Später wurde Antibes zu einer mittelalterlichen Festung ausgebaut mit einer gewaltigen Stadtmauer, die zu großen Teilen noch heute zu sehen ist. Sie ist eine provenzalische Stadt par excellence am Meer mit charmanten Gassen, vielen kleinen Läden mit Kunsthandwerk und natürlich fabelhaften Restaurants und Bars. Wir können hier natürlich nicht alle aufzählen, aber am Ende des Artikels finden Sie ein paar Tipps!

Überbrückte Gasse im Sonnenlicht
Ein mittelalterliche Gasse in der Altstadt © D. Vincendeau
Straße am Abend mit vielen Gästen in Restaurants
Bd. Aguillon in der Altstadt © D. Vincendeau
Restaurant Le Vieil Antibes von außen
Viele kleine Restaurants laden zum Verweilen ein © Siegbert Mattheis
Gasse voller blühender Pflanzen
Im Quartier du Safranier © F. Trotobas, Ville d'Antibes
Cafe innen mit Bild von Picasso
Cesar Caffe, gemütliches familiengeführtes Bistro-Café mit hervorragenden Crêpes © Siegbert Mattheis

Port Vauban, der Hafen von Antibes

Am „Quai des Milliardaires”, am größten Hafen Europas für Privatjachten, liegen die luxuriösesten Jachten der Welt vor Anker. Allein ein Stellplatz kann hier schon einmal bis zu 1,5 Mio. Euro kosten! Der Hafen selbst soll jedoch in den nächsten Jahren in einem gewaltigen Projekt „Vauban 21“ zu einem Vorzeigehafen ausgebaut werden, ökologisch nachhaltig, innovativ und vernetzt.
Seit 2020 verfügt der Port Vauban bereits über eine völlig neue Attraktion: in zwei immersiven Virtual-Reality Kapseln bieten Ihnen drei 360°-Videorundgänge die Gelegenheit, (aus der Vogelperspektive, an Land und sogar unter Wasser), den Hafen und seine Umgebung aus einem neuen Blickwinkel zu entdecken! Die Sessions dauern etwa 10 Minuten und sind mit und ohne Reservierung verfügbar.
Entlang des Kais Julien Baudino wurde ein Denkmalpfad mit 15 thematischen Tafeln eingerichtet. Dieser ist im Rahmen des europäischen Projekts Interreg Marittimo GRITACCESS, das die Förderung des maritimen Erbes zum Ziel hat, entstanden ist.

Am besten können Sie das alles vom ebenfalls 2020 neu gebauten 4-Sterne-Hotel La Villa Port d’Antibes & Spa * mit beheiztem Freibad und Wintergarten aus erkunden. Die genaue Adresse finden Sie ebenfalls am Ende des Artikels.

Und wenn Sie selbst einmal zwischen Fort Carré und Bucht der Milliardäre herumschippern wollen, mieten Sie doch einfach ein Segelboot oder einen Katamaran am Hafen, denn das Meer gehört hier allen!

Der Hafen von oben mit vielen Jachten
Der "Milliardärshafen" Port Vauban © Vertige Photo
2 Tickethäuser vor alter Mauer
Der Eingang zu den immersiven Kapseln © Port Vauban

Fort Carré

Diese Festung wurde im Jahr 1553 auf einem kleinen Hügel hinter dem Hafen erbaut, um die Stadt zu verteidigen. Es steht heute unter Denkmalschutz und kann besichtigt werden. Von der Festung aus haben Sie einen guten Ausblick auf den Hafen und die dahinterliegende Altstadt. Das Gelände um das Fort Carré ist ein 10 Hektar großes Naturschutzgebiet. Hier befindet sich insbesondere das letzte verbliebene Buschwaldgebiet auf dem französischen Festland, das aus wilden Olivenbäumen besteht. Der Weg um das Fort Carré soll demnächst auch behindertengerecht ausgebaut werden.

Das Fort auf der Insel von oben gesehen
Fort Carré vor dem Hafen © Y. Seuret

Der provenzalische Markt, Marché Provençal

Der mit einer gusseisernen Konstruktion überdachte Markt liegt mitten in der Altstadt am Cours Masséna. Er ist jeden Tag morgens geöffnet (außer montags im Winter). Hier lässt es sich wunderbar schlemmen und provenzalische Köstlichkeiten probieren und erstehen.

Markthalle aus Eisen
Die Markthalle mitten in der Straße, hier kurz nach dem morgendlichen Markt © Siegbert Mattheis
mehrere Gewürze auf einem Stand
Auf dem Markt hängt der Duft provençalischer Gewürze in der Luft © F. Trotobas

Strände in Antibes Juan-les-Pins

Feine Sandstrände sind ein fester Bestandteil des Badeortes Juan-les-Pins! Zudem finden Sie wunderbare versteckte Strände in Cap d’Antibes und auch im alten Antibes sowie einen langen Kiesstrand in der Nähe des Fort Carré.
Insgesamt gibt es jetzt 12 öffentliche Strände, darunter einer mit Handicap-Zertifizierung, 28 private und 2 öffentlich verwaltete, die Strände Richelieu in Juan-les-Pins und Garoupe in Cap d’Antibes. Dank der neuen Strandbroschüre, die vom Tourismus- und Kongressbüro herausgegeben wurde, finden Sie bestimmt Ihren perfekten Platz! Dort können Sie auch gleich direkt Liegestühle reservieren.

Badestrand, im Hintergrund das Meer
Plage de la Gravette, Strand direkt an der Altstadt von Antibes © Siegbert Mattheis
weitläufiger Strand
Öffentlicher Sandstrand in Antibes © Gilles Lefrancq
Strand vor Festungsmauer
Der Strand Plage de la Gravette direkt an der Altstadt © F. Trotobas
Strand mit Badenden
Plage de la Salis in Antibes © F. Trotobas
Kleine Bucht mit Badenden
Überall am Cap finden Sie versteckte Buchten © J-F Diaz, Ville d'Antibes
Steinerne Treppen am Meer
Der Küstenwanderweg Sentier de Tirepoil am Cap d'Antibes © M. Monticelli

Museen in Antibes

Neben dem Picasso-Museum finden Sie in Antibes-Juan-les-Pins auch viele weitere Museen und kulturelle Einrichtungen, wie z. B. die imposante Villa Eilenroc im Art-Nouveau-Stil eingerichtet, das Peynot- und Cartoon-Museum, das Archäologie- oder das Postkarten-Museum.

Säulenbewehrte weiße Villa
Villa-Eilenroc © Antibes

Juan-les-Pins

Luxushotels wie das berühmte Hotel Provençal (wird  nach langem Leerstand zu Eigentumswohnungen umgebaut) oder das Hôtel Belles Rives * – heute noch eines der beliebtesten 5-Sterne-Hotels vor Ort direkt am Meer – und zahlreiche mondäne Privatvillen machten den Ort ab 1925 zu einem viel besuchten, aber auch teuren Badeort. Viele amerikanische Künstler und Geschäftsleute verbrachten hier ihre „Zeit von Nichtstun und Tausend Partys“, wie es der US-Schriftsteller F. Scott Fitzgerald beschrieben hatte. Marlene Dietrich, Gary Cooper, Josephine Baker oder Coco Chanel gehörten zu den prominenten Gästen von Juan-les-Pins. Der Ort ist so auch zum Symbol für dekadenten Luxus geworden, den Peter Sarstedt 1969 in dem Song „Where do you go to my Lovely“ verewigt hatte.

Braun-beigefarbenes Gebäude an Straße
Legendäres 5-Sterne-Hotel Belles Rives © Siegbert Mattheis
Strand mit blauen und grünen Sonnenschirmen
Richelieu Plage in Juan-les-Pins © Siegbert Mattheis

Im legendären Hotel Provençal, 1927 vom Multimillionär Frank Jay Gould errichtet, waren zahlreiche Prominente wie Charlie Chaplin, Lilian Harvey oder Man Ray zu Besuch. 1976 wurde es stillgelegt und wird heute als eine der größten Hotel-Ruinen der Welt bezeichnet.

Riesiges, teilweise eingerüstetes weißes Hotelgebäude mit leeren Fensterhöhlen
Hotel Provençal, die größte Hotelruine der Welt © Siegbert Mattheis
Eingerüstetes Hotel mit Fenstern und Balkonen
Es tut sich etwas ...ein Teil des Hotels ist bereits renoviert. Stand Ende Juli 2021 © Siegbert Mattheis
Buchcover Hotel-Provencal

Buch über das Hotel Provençal

Im April 2021 ist ein neues, absolut lesenswertes Buch von Lutz Hachmeister über das Hotel Provençal erschienen. Er hat bereits im Jahr 2000 einen Dokumentarfilm über die Ruine gedreht, und akribisch recherchiert, wie Juan-les-Pins zum Symbol für Sommerurlaub und die Riviera wurde. In dem sehr empfehlenswerten Buch hat er nun diese Geschichte sehr anschaulich und spannend aufbereitet.

Sie können das Buch bei amazon* bestellen.

Jazzfestival in Juan-les-Pins

Seit 1960 trägt auch das Jazzfestival Jazz à Juan, das neben dem Montreux Jazz Festival zu den bekanntesten Europas zählt, zur Berühmtheit von Juan-les-Pins bei. Es ist ein einzigartiges Erlebnis, mitten in einem Pinienwald am Meer Jazzklänge zu genießen! Das aktuelle Programm finden Sie unter der Website des Jazzfestivals.  2021 traten neben anderen großartigen Jazzmusikern Melody Gardot, John McLaughlin und Gregory Porter auf.

Konzertbesucher abends vor Bühne im roten Licht
Jazz à Juan © OT Antibes Juan-les-Pins, Gilles Lefrancq
Melody Gardot mit runder Sonnenbrille
Melody Gardot © Laurence Laborie
John McLaughlin © Alessio Belloni
Handabdruck von George Benson im Boden mit Unterschrift
Der Jazz Walk-of-Fame, am Boulevard Édouard Baudoin, direkt am Pinienwald des Jazz-Festivals mit vielen Handabdrücken berühmter Jazzgrößen © Siegbert Mattheis

Veranstaltungen in Antibes Juan-les-Pins

Das ganz Jahr über finden neben dem Jazzfestival und einem Reggae-Festival die unterschiedlichsten Feste und Veranstaltungen statt, u.a eine Antiquitäten-Messe, ein Blumenfest, ein Kunst- und Design-Wochenende, die Regatta „Les Voiles d’Antibes“ sowie mehrere Gastronomie-Festivals. Mehr Infos dazu und aktuelle Daten können Sie auf der Seite des Tourismusverbandes einsehen

Segelboot in Schräglage
Gefährliche Manöver bei der Regatta "Voiles-d-Antibes" © T. Eibenberger

Unterkunft suchen in Antibes und Juan-les-Pins *



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Tipps:

Diese Tipps hat uns Lucy Howard empfohlen, die seit langem in der Stadt lebt:

Balade en Provence
In dieser Absinth-Bar direkt neben dem Provenzalischen Markt im Herzen der Altstadt, wird Absinth auf traditionelle Weise in einem Keller aus römischer Zeit (9. Jahrhundert) serviert.
Kontakt: Frédéric Rosenfelder / balade@free.fr, 25 bis cours Masséna, Tel.: +33 (0)4 93 34 93 00.

Boulangerie Veziano:
Die Familienbäckerei seit 1924 ist für ihre lokalen Spezialitäten wie pissaladière (Zwiebelpizza), tourte aux blettes (Mangoldkuchen) und fougassette à la fleur d’oranger (mit Orangenblüten aromatisierte Fladenbrotformen) bekannt. Sie lieferte auch das Brot für die Hochzeit des Prinzen von Monaco!
2 rue de la Pompe, Tel +33 4 93 34 05 46, https://www.facebook.com/pages/Boulangerie-Veziano/156076661084250

Restaurant Le Safranier
Im März 2020 hat der ehemalige Chef de Cuisine des Restaurants Eden-Roc, Olivier Gaïatto, dieses Lokal im Herzen der Commune libre du Safranier in der Altstadt von Antibes übernommen und umgestaltet. Hier werden regionale Gerichte in gemütlicher Atmosphäre angeboten.
1 place du Safranier, Tel. +33 (0)4 93 34 80 50 / restaurantlesafranierantibes@gmail.com

Le Bistrot Margaux
Eröffnet im Herbst 2019. Küchenchef Frédéric Buzet ehrt die französische Tradition und verbindet Einfachheit und Großzügigkeit. Mit Blick auf den Port Vauban und einer sonnigen Terrasse bietet dieses Bistro einen Geschmack der guten alten Zeit.
17 avenue du 11 novembre, Tél. +33 (0)4 93 34 20 20 / www.bistrot-margaux-antibes.fr

Hotel La Villa Port d’Antibes & Spa
Vincent Prieux, Besitzer des Hotels La Villa in Cap d’Antibes, hat sich einer neuen Herausforderung gestellt: ein brandneues Gebäude im Herzen der Altstadt von Antibes und nur einen Steinwurf von Port Vauban entfernt, mit 56 Zimmern, einem Spa (Massagen, Hammam), einem beheizten Pool im Freien und einem kleinen Wintergarten.

Direkt freie Zimmer suchen im Hotel La Villa Port d’Antibes *

6, 8, 10, avenue Frédéric Mistral, Tel. +33 (0)4 22 58 04 10 / a.lebreton@villa-port-antibes.com

Anreise mit dem Zug

Antibes-Juan-les-Pins hat Anschluss an den TGV. Die TER-Regionalzüge sorgen für regelmäßige Verbindungen zwischen vielen Städten an der Côte d‘ Azur.

Anreise mit dem Auto

Die Altstadt ist weitgehend Fußgängerzone, Parkhäuser und Parkplätze finden Sie z.B. am Port Vauban.

Anreise mit dem Flugzeug

Vom Flughafen Nizza sind Sie je nach Verkehr in etwa 20 bis 40 Min. in Antibes- Juan-les-Pins

Mehr Infos erhalten Sie auf auch den Seiten des Tourismusbüros von Antibes- Juan-les-Pins

Siegbert Mattheis

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