Algarve, die schönsten Orte, Restauranttipps, Ferienwohnungen

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Die Algarve: Bizarr geformte Felsen, breite Sandstrände, weitläufige Lagunen mit Flamingos und seltenen Vogelarten, malerische weiße Dörfer, lebhafte, doch entspannte Städte, stilles, hügeliges Hinterland mit Korkeichenwäldern, Olivenhainen, Orangen- und Mandelplantagen kennzeichnen diese südlichste Region Portugals am Atlantik.

Dazu eine hervorragende Küche, vorwiegend natürlich von Fisch und Meeresfrüchten geprägt und ausgesprochen gute Weine. Was will man mehr?

Blick aus dem Fisch-Restaurant Rei das Praias an der Praia dos Caneiros, herrlich ... © Siegbert Mattheis

Unsere schönsten Orte an der Algarve

Hier unsere schönsten Orte und lohnenswertesten Ziele in der Algarve – oder in dem Algarve, wie die Schweizer die Region nennen. Im Portugiesischen ist der Artikel im Übrigen ebenfalls maskulin, o Algarve, das e zum Schluss wird nur gehaucht. Die Bezeichnung stammt aus dem Arabischen Gharb-al-Andalus oder verkürzt al-Gharb, der Westen. Denn die Region war im 10 Jh. der westliche Teil des maurischen Kalifats von Córdoba.

1. Die Felsenküste

Bizarre Felsformationen an der Westalgarve wie hier am Praia dos Três Irmãos © Siegbert Mattheis

Spektakuläre, goldgelbe Felsformationen rahmen kleine Buchten mit feinen Sandstränden ein. Das ist sozusagen das Signature-Bild der Algarve und beliebtes Insta-Motiv. Diese sog. Felsalgarve zieht sich mit unzähligen Buchten von der Süd-Westspitze bei Sagres bis etwa zur Hälfte der Algarveküste bis hinter Albufeira entlang. Und dabei ist eine Bucht, eine Felsenformation, ein Strand bezaubernder als der andere.

Aber als die beeindruckendsten gelten die Strände Praia da Marinha, Praia dos Três Irmãos und Praia do Camilo.

Praia da Marinha © Siegbert Mattheis
Praia dos três irmãos, "Strand der drei Brüder" bei Alvor © Siegbert Mattheis
Praia do Camilo bei Lagos © Siegbert Mattheis

Allerdings sind die spektakulärsten sowie die am einfachsten erreichbaren Buchten auch die meistbesuchten, sodass es gerade in der Hochsaison schon mal eng werden kann.

Eine ganz besondere Attraktion an der Felsenküste der Algarve ist die Algar de Benagil, eine Höhlengrotte bei Benagil. Durch das über ein Loch einfallende Sonnenlicht entsteht eine ganz besondere Atmosphäre. Erreichen kann man diese Höhle allerdings nur mit dem Boot, einem SUP oder schwimmend.

Höhlengrotte bei Benagil © Adobe

Restaurant-Tipps direkt am Strand:
O Rei das Praias (nahe Carvoeiro)
Restaurante Camilo (bei Lagos, am Praia do Camilo)
O Caniço (Alvor, an der Prais dos três Irmãos)

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2. Die Sandalgarve

Strand von Faro © Siegbert Mattheis

Die felsige Küste endet wenige Kilometer östlich von Albufeira und geht in schier endlose, flache Sandstrände über, bestens geeignet für Familien mit Kindern. Bis fast nach Tavira dehnt sich zudem die Ria Formosa, eine herrliche Lagunenlandschaft aus, heute ein Naturpark. An den zahlreichen Stränden finden Sie überall Restaurants, Bars und Strandliegen mit Sonnenschirmen. Der Praia de Faro in der Nähe des Flughafens erreichen Sie auch mit dem Auto, zu den anderen Stränden am Atlantik bringen Sie von Faro, Olhão, Fuseta oder Tavira günstige Fähren oder private Wassertaxis hin. Westlich von Santa Luzia bei Tavira können Sie zu Fuß über einen langen Holzsteg oder sogar mit einem pittoresken Zug zum vorgelagerten Strand gelangen. Und in Fuseta gibt es einen schönen Sandstrand, den Praia da Fuseta (Ria) direkt vor dem Ort an der Lagune. Gut geeignet auch für Kite- und Windsurfer, gerade für Anfänger, denn selbst bei scharfem Wind sind die Wellen hier niedrig.

Praia da Fuseta (Mar) am Atlantik © Siegbert Mattheis

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3. Silves

Silves © Siegbert Mattheis

Schon bei der Anfahrt beeindruckt das dominierende Castelo auf dem Burgberg von Silves, das etwa eine halbe Stunde von der Küste entfernt liegt. Der Ort war im Mittelalter bedeutender als Lissabon. Der Ursprung der mächtigen Festungsanlage geht auf die Westgoten zurück, bis die Mauren sie eroberten und großzügig ausbauten. Bis dann der portugiesische König Dom Sancho I. 1189 die Burg eroberte und Silves zu einer florierenden Stadt machte. Die Grundmauern des freigelegten Palastes aus der Almohadenzeit sind noch zu sehen, restauriert und zum Teil sogar wieder aufgebaut.

Eingang zum Castelo mit der Statue des portugiesischen Eroberers König Sancho I. © Siegbert Mattheis
Castelo in Silves © Siegbert Mattheis
Stille Gasse mit Blick auf die Kathedrale © Siegbert Mattheis
Farbenfrohe Gasse oben in Silves © Siegbert Mattheis

Die meisten Urlauber kommen nur wegen des Kastells hierher, aber der gesamte Ort mit seinen verwinkelten Gassen und den vielen einstöckigen, farbenfroh gestrichenen Häusern ist absolut sehenswert. Oder auch als Ausgangsort für Ausflüge in das Hinterland perfekt geeignet. Der Fluss Arade, an dem der Ort liegt, obwohl weit vom Meer entfernt, ist stark von den Gezeiten geprägt und steigt bei jeder Flut um etwa 2 Meter an. Bei Ebbe ist er nur ein kleines Rinnsal.
Und rund um Silves nisten unzählige Störche auf jeder verfügbaren hohen Mauer, nahezu jedem Baum oder auch auf Laternenmasten!

Restaurant-Tipps:
Café Inglês, direkt an der Kathedrale, unterhalb des Kastells, an den Wochenenden mit Live-Musik
Marisqueira Rui, das beste Restaurant für Fisch und Meeresfrüchte in der Gegend
Churrasqueria Valdemar, am Markt, beliebt für Chicken piri-piri

Tipp Ferienwohnung:

Casa da Lila, Stylishe Ferienwohnung, mit Designpreisen ausgezeichnet

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4. Faro

Kathedrale von Faro am Largo da Sé © Siegbert Mattheis

Faro, die Hauptstadt der Algarve, empfanden wir als wunderbar entspannt. Die meisten Urlauber fahren vom Flughafen sofort weiter in ihre Ferienorte. Dabei lohnt es sich, die Stadt mehrere Tage zu erkunden. Anfang der 2000er Jahre waren viele Häuser und Wohnungen selbst mitten im Ort verlassen und standen leer, erzählt uns unsere Vermieterin. Bis dann der Tourismus wieder Geld in die Kassen spülte, Arbeitsplätze schuf und viele Gebäude renoviert wurden.

Störche auf dem Arco da Vila in der Altstadt © Siegbert Mattheis
Tor zur Altstadt © Siegbert Mattheis
Neomaurische Architektur des Palacete Belmarço neben der brasilianischen Botschaft © Siegbert Mattheis
Mit den Knochen von über 1.000 Mönchen wurde die Capela dos Ossos ausgekleidet© Siegbert Mattheis

Sehenswert sind die von Festungsmauern umgebene Altstadt und der weitläufige Platz um die Kathedrale am Largo da Sé. Diese bildet einen eigenartigen Stilmix aus Gotik, Renaissance und Barock. Auch die Knochenkapelle Capela dos Ossos in der Igreja de Nossa Senhore do Carmo, erbaut aus den Schädeln und Knochen von über 1.000 Mönchen, ist ein Besuch wert.
Von Faro aus legen die Fähre und viele Bootstouren durch die Lagune Ria Formosa zu den vorgelagerten Inseln und Stränden ab.

Blick auf die Lagune Ria Formosa mit Eisenbahnstrecke und Fährableger © Claudia Mattheis

Restaurant-Tipps:
O Castelo, vielleicht nicht das allerbeste Essen, aber mit schönstem Ausblick auf die Ria Formosa und den Sonnenuntergang
Santa Maria Petiscaria am Hafen, Seafood und portugiesische Spezialitäten
Ostraria Lodo, definitiv das beste Meeresfrüchte-Restaurant in Faro, sogar mit eigenem Spumante
Cidade Velha Rooftop, Bar in der Altstadt mit cooler Chillout-Musik

Tipp Ferienwohnung:
A Casa d’Amelie*, mitten in der Fußgängerzone

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5. Lagos

Praça Luis de Camões © Siegbert Mattheis

Das geschichtsträchtige Lagos, ausgesprochen etwa Lagusch – von diesem Ort aus begann die Eroberung der „Neuen Welt“ und hier fanden schon 1444 die ersten Sklavenmärkte statt – ist heute ein beliebter Urlaubsort. Denn in wenigen Minuten zu Fuß erreichen Sie einige der schönsten Felsenstrände der Algarve, wie die Praia do Camilo oder Praia Dona Ana.

Der ehemalige Sklavenmarkt, heute ein Museum © Siegbert Mattheis
Fussgängerzone in Lagos © Siegbert Mattheis
Viel Gold und Trompe-l'œil-Malerei in der Igreja de Santo António © Siegbert Mattheis
Köstliche Austern im Restaurant O Camilo, angeboten von Khadi, Winzerin aus Aix-en-Provence © Siegbert Mattheis

Von der „weißen Stadt“, wie sie auch bezeichnet wird, sieht man allerdings nur in den ruhigen Seitengassen etwas. Denn in den weitgehend als Fußgängerzone eingerichteten Flaniermeilen verdecken die bunten Reklamen und Sonnenschirme der vielen Souvenirläden, Cafés und Restaurants den Blick auf die hellen Fassaden. Sehenswert ist ein Besuch des Museu Municipal mit allerdings etwas willkürlich zusammengetragenen Exponaten und der integrierten Igreja de Santo António.

Restaurant-Tipps:
Meu Limão, kleines Café mit extrem leckeren Tapas, gleich bei der Igreja San António
O Camilo, direkt oben an der Praia do Camilo

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6. Tavira

Tavira, römische Brücke und Blick auf Kastell und Kirche © Siegbert Mattheis

Tavira gilt als der zauberhafteste Ort an der Algarve. Sehenswert ist die siebenbögige Brücke, vermutlich römischen Ursprungs, über den breiten Fluss Rio Gilão, das mittelalterliche Kastell und die beispielhaften Renaissance-Kirche Igreja da Misericórdia. Wir empfanden Tavira als sehr angenehm und charmant, nicht zuletzt wegen den weltoffenen, freundlichen Einwohnern. Und dadurch, dass Badeurlaub nur auf den vorgelagerten Inseln möglich ist, tummeln sich nicht allzu viele Urlauber im Ort.

Blick auf die Igreja de Santa Maria do Castelo © Siegbert Mattheis
Tavira © Siegbert Mattheis

Restaurant-Tipp:
Polvo & Companhia, in Santa Luzia, nicht weit von Tavira, beste Oktopus-Gerichte!

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7. Portimão

Alles erinnert an die Konserventradition: Denkmal für die Fabrikarbeiterinnen © Siegbert Mattheis

Die Stadt an der Mündung des Arade wurde schon von den Phöniziern als wichtiger Handelspunkt gegründet, 1755 durch das gewaltige Erdbeben fast völlig zerstört. Im 19. Jh. erlangte sie wieder große Bedeutung als Zentrum des Fischfangs und vor allem der Produktion von Sardinen in Dosen. Die letzte Fabrik musste allerdings in den 1970er-Jahren schließen. Die lange Tradition der Fischkonservenindustrie zeigt das empfehlenswerte Museu do Portimão an der Uferpromenade, untergebracht in einer ehemaligen Konservenfabrik. Nicht weit davon bieten viele kleine Unternehmen Bootsfahrten zu den Stränden und auch Delfinbeobachtungstouren an.

Die ehemalige Konservenfabrik, heute das Museum © Siegbert Mattheis
So wurden die Sardinen von den Schiffen in die Fabriken geschafft © Siegbert Mattheis
Arbeit in der Sardinenfabrik, sehr anschaulich dargestellt © Siegbert Mattheis

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8. Fuseta

Hier am Marktplatz von Fuseta sind die Einheimischen noch unter sich © Siegbert Mattheis

In Fuseta haben wir uns spontan verliebt. Der Ort ist völlig unspektakulär, hier gehört der kleine Marktplatz noch den Einheimischen. Dort sitzen ältere Damen stundenlang bei einer bica, dem portugiesischen Espresso, halten Schwätzchen oder lesen Zeitung und sehen dem Treiben zu. Der etwas grummelige, aber dennoch freundliche Wirt der Café-Kneipe am Marktplatz schenkt uns Weißwein für einen Euro aus dem Pappbehälter im Kühlschrank aus. Eine geschäftige ältere Frau kommt vorbei und verkauft aus einem Bauchladen frische Kirschen, die Eisverkäuferin am kleinen Kiosk hält gut gelaunt ein Schwätzchen mit den Kund:innen. Und gegenüber am Platz finden Sie eines der besten Restaurants in Fuseta.

Café-Kneipe am Markt © Siegbert Mattheis
Gasse in Fuseta © Siegbert Mattheis
Die Fähre fährt etwa alle 20 Minuten zum vorgelagerten Strand am Atlantik © Siegbert Mattheis

Zum Meer hin am Ortsrand gibt es zwar einen großen Campingplatz, aber dort bleibt man offensichtlich unter sich. Gegenüber von Fuseta liegen Salinen zur Salzgewinnung. Und am Strand, dem Praia da Fuseta Ria, liegt ein stylishes Restaurant mit Chillout-Musik, guten Snacks und Blick auf die Meereslagune. Fähren bringen Sie für 2 Euro hin und zurück (Ida e volta) zu den vorgelagerten Stränden direkt am Atlantik.

Bar Borda d´Àgua in Fuseta © Siegbert Mattheis

Restaurant-Tipp:
Capri mit Muscheln, Schnecken und leckeren Meeresfrüchten und rundum rührendem Service

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9. Moncarapacho

Haus an der Kirche in Moncarapacho © Siegbert Mattheis

Ein ländlicher Ort mit kleinem Marktplatz neben der Kirche, aber einem riesigen Intermarché und vielen lohnenswerten Zielen in der Umgebung. Zum einen liegt der geschmackvoll inszenierte 5-Sterne Hotelkomplex Octant Hotels Vila Monte nicht weit entfernt, zum anderen die Olivenplantage Monterosa mit Führungen und Verkostungs-Laden. Rund um Moncarapacho ziehen sich weitläufige, duftende Orangenhaine.

Monterosa Olivenplantage © Siegbert Mattheis
Entspannen im riesigen Gelände des Hotel Vila Monte © Siegbert Mattheis

Restaurant-Tipp:
O António, mit besonderen Kreationen und ambitionierter Küche

Tipp Unterkunft:
Laranjal Studio, bezauberndes Tiny House mitten im Orangenhain mit Pool
Octant Hotels Vila Monte, 5-Sterne Hotel im typischen Architekturstil der Algarve, verteilt auf 4 Gebäude, mit riesigem Garten und zwei beheizten Außenpools

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10. Carvoeiro

Carvoeiro © Siegbert Mattheis

Das hübsche Carvoeiro mit seinen vielen weiß getünchten Häusern liegt in einem schmalen Tal direkt am Meer. Früher von den Portugiesen als Urlaubsort sehr geschätzt, ist er heute eher in deutscher Hand. Es geht trotz touristischer Infrastruktur immer noch viel entspannter zu als an den anderen Urlaubsorten am Meer. Dennoch ist der kleine bogenförmige Strand am Ort im Sommer schnell überlaufen, aber in der Nähe befinden sich weitere schöne Buchten mit Sandstränden.

Praia do Paraíso bei Carvoeiro © Siegbert Mattheis

11. São Brás de Alportel

São Brás de Alportel © Siegbert Mattheis

Etwas verschlafen wirkender, ländlicher Ort mit vielen schönen und teilweise prächtigen Häusern aus der Jahrhundertwende. Denn gegen Ende des 19. Jh. war São Brás de Alportel eines der Zentren der aufblühenden Korkindustrie. Davon zeugt z. B. das Gebäude eines zu Reichtum gekommenen Korkunternehmers, einem ehemaligen Eselstreiber. Heute dient es als anschauliches und sehenswertes Museum für die Korkgewinnung und der damaligen Trachten, das Museu do Trajo do Algarve.

Museu do Trajo do Algarve in der Villa eines ehemaligen Korkunternehmers © Siegbert Mattheis
Allee aus Jacarandabäumen © Siegbert Mattheis
Küche im Museum © Siegbert Mattheis

12. Loulé

Die imposante Markthalle im orientalischen Stil © Siegbert Mattheis

Das lebendige Handwerker- und Handelszentrum Loulé ist berühmt für seine riesige Markthalle im orientalisierenden Stil, der damals beim Bau 1908 in ganz Europa en vogue war. Hier werden so gut wie alle Spezialitäten der Region angeboten. Samstags findet auch ein Bauernmarkt in den Gassen rund um die Markthalle statt.

Das Kastell © Siegbert Mattheis
Altstadt © Siegbert Mattheis

Das ehemals maurische Kastell einige Straßen weiter kann sich zwar nicht mit dem von Silves messen, ist aber dennoch eindrucksvoll. Vom mächtigen Wehrturm aus hat man bei gutem Wetter Sicht bis zum Atlantik. Im angeschlossenen archäologischen Museum können Sie die Reste eines mittelalterlichen Hauses und die Rekonstruktion einer typischen Küche der Algarve bestaunen. Und auch die malerische Altstadt lohnt ein Schlendern durch die Gassen.

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13. Estói und Milreu

Landhaus aus dem 16. Jh. über den römischen Ruinen der Villa Milreu errichtet © Siegbert Mattheis

Estói ist wegen seines romantischen Palastes aus dem 19. Jh. sehenswert, dem Palácio de Estói, ein roséfarbener Gebäudekomplex in einem verwunschenen Garten. Heute ein Pousada-Hotel, können Sie es auch als Nicht-Gast besuchen, sofern die Rezeption es gestattet. Nur wenige Kilometer entfernt liegt eine bedeutende Fundstätte aus römischer Zeit, die Fragmente der repräsentativen Villa Milreu mit beeindruckenden Fischmosaiken in einem kleinen Badebecken. Die Reste eines ehemaligen Tempels, später einer Kirche ragen nicht weit davon empor. Und in einem im 16. Jh. über den Grundmauern der Villa errichteten, an den Ecken mit Schießscharten versehenen Bauernhof mischen sich die Jahrhunderte.

Palácio de Estói, heute eine 5-Sterne-Pousada © Siegbert Mattheis
Reste des Tempels in Milreu, im Vordergrund die beeindruckenden Fischmosaike © Siegbert Mattheis

Restaurant-Tipp:
Eine Einwohnerin von Estói überlegte lange, als wir sie fragten, wo man denn dort gut essen könne. Dann verwies sie auf ein etwas außerhalb an einer Landstraße liegendes, kleines familiengeführtes Restaurant, das Flor da Amaixa. Und das war ein wunderbarer Tipp, denn das Essen war zwar einfach, aber köstlich!

14. Olhão

Eine der beiden Markthallen in Olhão © Siegbert Mattheis

Sehr sympathisch, diese Fischerstadt, die durch die vielen schachtelartigen, meist weiß gekalkten Häuser mit Dachterrassen ein wenig arabisches Flair versprüht. Für die meisten Urlauber steht Olhão nicht auf dem Reiseplan, daher geht es hier gemächlich und noch weitgehend ursprünglich zu. Sehenswert sind die zwei riesigen Markthallen direkt am Ufer, eine für Fische und Meeresfrüchte, die andere für alles, was an Land wächst. Viele weitere Sehenswürdigkeiten bietet der Ort nicht, aber das Flanieren durch die engen, verwinkelten Gassen oder auf der beinahe mondänen Einkaufsmeile Rua de Comércio hat seinen Reiz.

Die Einkaufsmeile mit z.T. prächtigen Gebäuden © Siegbert Mattheis
Aufgang zur Dachterrasse © Siegbert Mattheis
Häuser in bester Lage am Ufer © Siegbert Mattheis
Seitengassen in Olhão © Siegbert Mattheis

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15. Monchique

Marktplatz in Monchique © Siegbert Mattheis

Nach Monchique hatte sich der Schriftsteller Günter Grass 1976 zurückgezogen und in seinem Haus viele seiner berühmten Romane verfasst. Der Ort liegt im Hinterland der Algarve, nur wenige Kilometer vom Pico da Fóia entfernt, dem mit über 900 Metern höchsten Berg der Algarve. Der Ort ist ein beliebtes Ziel für Motorrad- und Radfahrer, die die vielen Serpentinen hinauf und hinab lieben.

Am höchsten Punkt der Algarve © Siegbert Mattheis
Altstadt von Monchique © Siegbert Mattheis

Nur wenige Kilometer Richtung Portimão liegt der Parque da Mina, eine ehemalige Kupfermine. Heute ist es ein privat geführtes Gelände mit einem beeindruckenden Herrenhaus als Museum, einem Café und vielen Tieren. Für Kinder ist das ein schönes Erlebnis, wir Erwachsene bemängeln aber die nicht ganz artgerechte Tierhaltung und den mit der Zeit leider etwas heruntergekommenen Zustand der Anlage.

Eingang zur ehemaligen Mine © Siegbert Mattheis

Tipp Unterkunft:
Parque da Mina, Übernachten in einer Zelt-Lodge

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16. Albufeira

Strand von Albufeira © Siegbert Mattheis

Den Ort wollten wir nicht ganz unerwähnt lassen, obwohl viele seriöse Reiseführer empfehlen, einen Bogen darum zu machen. Denn hier ist Party und Nachtleben angesagt. Albufeira ist vor allem beliebt bei Pauschalurlaubern, vorwiegend britischen.

Uhrturm © Siegbert Mattheis
Albufeira Altstadt © Siegbert Mattheis

Die Lage des Ortes ist einigermaßen kurios, die Altstadt liegt oben auf einem Steilfelsen, der heutige Ortskern jedoch ist in einer Art Kessel kurz dahinter. Dort reihen sich heute Souvenirläden, Pubs und Restaurants aneinander, mit entsprechendem Partyvolk und abendlicher Lautstärke. Den Strand erreicht man über einen Tunnel durch den vorgelagerten Felsen. Nach dem Strandleben besuchen Partyurlauber abends dann den berühmten Strip, die Amüsiermeile 3 km östlich von Albufeira. Dennoch geht es in der Altstadt oben rund um den Uhrturm noch verhältnismäßig beschaulich zu.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß und tolle Erholung an der Algarve!

Siegbert Mattheis

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