Die Geschichte der Auster

Die Geschichte der Austern als Nahrungsmittel reicht lange zurück. Austern gibt es bereits seit über 200 Millionen Jahren und die ersten Austern wurden von Menschen am Roten Meer schon vor 125.000 Jahren verspeist. Der Name „Auster“ leitet sich ab vom lateinischen ostrea, ostreum, aus dem Griechischen ostreon für „Muschel“, oder „Knochen“.

Heute gelten Austern als Luxusgut. Aber das waren sie lange Zeit nicht.

Die Geschichte der Austern

Die Griechen begannen im 4. Jahrhundert v. Chr. Austern zu kultivieren. So warfen die Fischer zerbrochene Tonscherben an den Stellen ins Meer, von denen sie wussten, dass dort schon häufiger Austern geerntet worden waren, sodass sich neue, junge Austern daran festsetzen konnten.

Austern als Delikatesse in Rom

Später in Rom galt die Auster bereits als Delikatesse und man begann mit der Zucht in geschützten Meeresbuchten. Sie durften bei keiner Orgie fehlen. Vom schwergewichtigen Kaiser Vitellius wird um 60 n. Chr. erzählt, er habe während eines solchen Gelages an die 1.000 Stück dieser köstlichen Muscheln verschlungen.

Jan Steen, "La Mangeuse d'huîtres", die Austernesserin (1658-1660), Mauritshuis, La Haye
Austern waren auch immer ein beliebtes Thema in der Malerei, hier Jan Steen, "La Mangeuse d'huîtres", die Austernesserin (1658-1660), Mauritshuis, La Haye © Wikipedia

Giacomo Casanova (1725–1789) schwor auf Austern als besonderes Mittel: mindestens 50 Stück davon, mit ihrem eigenen Saft geschlürft, zur Stärkung seiner Manneskraft. Und auch Otto von Bismarck brüstete sich damit, einmal zwölf Dutzend davon verschlungen zu haben.

Austern waren aber längst nicht immer ein Luxusgut oder Delikatesse: Im England des 19. Jahrhunderts waren sie sogar ein „Arme-Leute-Essen“, bis die natürlichen Austernkolonien durch die zunehmende Verschmutzung der Meere und durch Überfischung verschwanden.

Heute gibt es in Europa davon so gut wie keine mehr. Die Austern, die wir im Handel finden, werden hauptsächlich an französischen, niederländischen und englischen Küsten in Austernbänken gezüchtet.

Siegbert Mattheis

Der Austernesser, Acrylgemälde auf alten Holzplanken
Der Austernesser © Siegbert Mattheis

Das könnte Sie auch interessieren:

Pastel de Nata, das Geheimnis um Portugals feinste Delikatesse

Diese kleinen portugiesischen Puddingtörtchen sind absoluter Kult: Pastéis de Nata oder auch Pastéis de Belém genannt, nach einem Vorort Lissabons.

Mediterran kochen: das sollten Sie immer im Haus haben!

Wenn Sie lecker mediterran kochen wollen, sollten Sie diese Nahrungsmittel immer zu Hause haben, um etwas wunderbar Mediterranes zum Essen zaubern zu können:

Was ist das Geheimnis der Berberdörfer in Tunesien?

Zum einen gibt es diese einzigartigen Höhlenwohnungen unter der Erde, die den meisten von uns aus der Star Wars-Episode vertraut sind. Zum anderen findet man […]

Affiliatelinks:
Dieser Beitrag kann Werbelinks enthalten. Die mit Sternchen (*) gekennzeichneten Links sind sogenannte Affiliate-Links. Wenn Sie auf so einen Link klicken und über diesen Link einkaufen bzw. buchen, erhalten wir von dem betreffenden Online-Shop oder Anbieter eine kleine Provision. Für Sie verändert sich dadurch aber nicht der Preis! Lieben Dank!

5/5 (2)

War dieser Beitrag hilfreich für Sie? Hat er Ihnen gefallen?