Kaminofen, worauf sollte man achten?

Knisternde Holzscheite, flackerndes Kaminfeuer und der Duft von Holz, behagliche Gemütlichkeit –Kamine liegen im Trend. Worauf Sie bei einem Kamin achten sollten und wie Sie in 5 Schritten zum eigenen Kamin kommen.

Kaminofen, worauf muss man achten?

  1. Jede häusliche Feuerstelle, egal ob Ofen, Kamin oder Kachelofen, braucht einen Abzug, der von einem Schornsteinfeger zugelassen ist. Der Bezirksschornsteinfeger prüft und testet auch bereits vorhandene Kaminabzüge, ob sie den Anforderungen entsprechen.
  2. Ist kein freier Anzug vorhanden, baut der Schornsteinbauer einen neuen. Im Inneren ist der Aufwand ziemlich groß, außen sind Schornsteine jedoch meist in wenigen Tagen betriebsbereit. Hier kann meist auch ein Abzug aus Edelstahl genutzt werden. Mieter in Geschossbauten können sich auch zusammentun, denn bis zu 3 Öfen dürfen an einen Zug.
  3. Steht ein Abzug zur Verfügung, wird mit dem Kaminbauer ein Ortstermin vereinbart und ein geeignetes Ofen- oder Kaminmodell ausgesucht. Hier spielen auch dessen Gewicht sowie Statik und Bauweise des Hauses eine wichtige Rolle.
  4. Der Ofensetzer oder Kaminbauer installiert nun die Feuerstelle. Kaminöfen sind innerhalb eines Tages installiert, bei Heizkaminen kann es bis zu einer Woche dauern. Der Bezirksschornsteinfeger wird in der Regel parallel vom Kaminstudio informiert.
  5. Der Schornsteinfeger nimmt die neue Feuerstelle ab. Er überprüft die externe Luftzufuhr, die Zugfähigkeit des Schornsteins und die Brandschutzmaßnahmen.
Behagliche Romantik im Feuerschein eines Kamins
Behagliche Romantik im Feuerschein eines Kamins © Siegbert Mattheis

Tipps zu Schornsteinfeger und Feinstaub

Seit April 2010 gilt eine neue Verordnung für sog. Kleinfeuerungsanlagen (1. BlmSchV), die den Feinstaub- und Kohlenmonoxidausstoß regelt. Öfen und Kamine, die vor dem 22. März 2010 in Betrieb genommen wurde, müssen bis spätestens 2024 nachgerüstet oder stillgelegt werden. Die Emissionsmessung und Beratung führt der zuständige Schornsteinfeger durch. Feuerstellen, die nach April 2010 eingebaut wurden, erfüllen alle Auflagen, Filter- und Brenntechnik sind vorbildlich.

Schornsteinfeger kann bzw. muss man sich seit 2013 selbst aussuchen und Umweltmessungen selbst veranlassen (Link zu Freie Schornsteinfeger). Ende 2012 ist das sog. Kehrmonopol ausgelaufen, nun dürfen auch ausländische oder Sanitärfirmen mit entsprechender Qualifikation die Wartung und Emissionsprüfung übernehmen.

offener Kamin
Kaminromantik mit einem offenen Kamin ist hierzulande leider nur selten erlaubt © Siegbert Mattheis

Kann ich mit einem Kamin auch heizen?

Die Haustechnik moderner Energiesparhäuser macht die Abwärme eines Kaminfeuers auch für den Warmwasserhaushalt nutzbar: im Korpus liegen Wasserrohre, die in einen sog. Pufferspeicher münden. Der wiederum bedient Dusche, Badewanne, Spüle, Waschbecken und die Fußboden- oder Zentralheizung. Je nach Wärmedämmung eines Hauses können bis zu 70 Prozent der Feuerwärme für den Warmwasserkreislauf genutzt werden.

Holzpellets haben sich als Energiequelle fest etabliert. Sie sind ein umweltfreundlicher Brennstoff, der für ein CO2-neutrales Heizen mit größter Energieeffizienz steht.  Die Anschaffungskosten für die Öfen sind zwar etwas höher als für Gas- oder Ölbrenner, die laufenden Kosten sind aber wesentlich niedriger.


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Sollten Sie aber dennoch Abstand nehmen wollen von einem eigenen Kamin, denn der bedeutet auch einiges an Arbeit, zeigen wir Ihnen hier Alternativen zu einem offenen Kamin auf.

Siegbert Mattheis

Nicht vergessen sollte man, dass ein Kamin auch einiges an Arbeit verursacht
Nicht vergessen sollte man, dass ein Kamin auch einiges an Arbeit verursacht © Siegbert Mattheis

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