Automatische Bewässerung für Garten, Balkon und Terrasse, so einfach geht’s!

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Unsere Balkon- und Terrassenpflanzen regelmäßig zu gießen, hatte Spaß gemacht, war auf die Dauer allerdings auch ziemlich zeitraubend, gerade in heißen Sommern. Und im Urlaub brauchten wir immer jemand, der die Pflanzen bewässerte. Das hatten zwar einige Male unsere Nachbarn und Freunde übernommen, aber irgendwann war die Gießfreundschaft etwas überstrapaziert. Und als unsere Nachbarin Saskia ihr eigenes Bewässerungssystem installierte, war auch für uns die Zeit gekommen. Hier unser Erfahrungsbericht und wertvolle Tipps:

Automatische Bewässerung für den Balkon

So kauften wir uns ein Bewässerungssystem. Das GARDENA® Micro-Drip-System Start-Set erschien uns dabei als günstiger Einstieg. Es ist ein Einsteiger-Set zur flexiblen Bewässerung von Pflanzen in Blumen- und Gemüsebeeten. Nach Studieren der Bedienungsanleitung erschien es mir zunächst etwas kompliziert, aber dann war es doch relativ einfach. Nur dauerte es ein wenig länger, als ich dachte ;). Aber das lag mit Sicherheit an der Vielzahl unserer Pflanzen auf der Dachterrasse. Trotz unserer relativ kleinen Terrasse kam ich auf 46 Pflanzen! Anschließend begann ich, einen (zugegebenermaßen wenig künstlerisch anspruchsvollen) Plan zu zeichnen.

Topf mit Lavendel und einer Bewässerung
Automatisch bewässert und flexibel regulierbar © Siegbert Mattheis

1. Bewässerung planen

Es galt, auf dem möglichst kürzesten Weg vom Wasserhahn alle Pflanzen zu versorgen. Einige standen auf dem Boden, andere hingen in Töpfen aus Terrakotta am Geländer. Und sie verteilten sich rechts und links vom Wasseranschluss. In unserem Gardena Starter-Kit waren 15 m Hauptschlauch im Durchmesser von 13 mm und 10 m dünnerer Schlauch mit einem Durchmesser von 4,6 mm enthalten. Dazu alles notwendige Zubehör an Tropfdüsen und Anschlussstellen etc. für 7 runde Töpfe und 3 rechteckige, längliche Töpfe. Ich begann also, zu messen, zu zählen und zu zeichnen. Für kleinere und mittelgroße Töpfe reicht eine Sprühdüse, für größere Töpfe bzw. Pflanzen sind es besser zwei und für längliche Töpfe von etwa 50 cm sollten es schon drei sein. Ich kam dann auf 17 m großen Hauptverteilerschlauch, auf 25 m dünneren Verteilerschlauch und auf insgesamt 69 Sprühdüsen. Glücklicherweise ließ sich das Micro-Drip-System ohne Probleme erweitern.

  • Tipp 1: Vorher einen Plan zu zeichnen, empfehlen wir dringend! Und planen Sie lieber etwas großzügiger!
  • Tipp 2: Am besten verlegt man den Hauptverteilerschlauch am Boden jeweils bis zur letzten Pflanze. Von dort aus verteilt man das Wasser mit dem dünneren Schlauch zu den einzelnen Pflanzen.
gezeichneter Plan
Unser Plan 😉 © Siegbert Mattheis
Verpackung von Gardena
Unser Gardena-Starterset © Siegbert Mattheis
Messer und Schläuche auf einem schwarzen Brett
Einfach mit dem Messer zu schneiden© Siegbert Mattheis

2. Schläuche schneiden und montieren

Dann ging es an die Praxis. Mit einem scharfen Küchenmesser und auf einem alten Küchenbrett ließen sich die Schläuche wunderbar exakt schneiden. Ich hatte mich Stück für Stück von der ersten bis zur letzten Pflanze vorgearbeitet. Die einzelnen Verteiler- und Anschlussstücke ließen sich durch das Quick & Easy-System einfach aufeinander schieben, allerdings doch mit etwas Kraftaufwand. Aber durch dieses System muss man sie nicht extra mit Schlauchschellen sichern. Auch die Sprühdüsen konnte ich einfach aufstecken.

  • Tipp 3 von unserer Nachbarin: Wenn es noch etwas kühler ist und sich (vor allem die größeren) Schläuche sehr schwer auf die Anschlussstellen schieben lassen, die Enden mit einem Fön etwas aufwärmen, dann geht es ganz leicht!
Rote Tropfdüse mit Schlauch rechts und links
Die beiden Blechklammern des Quick & Easy-Systems rechts und links der Tropfdüse halten die Schlauchenden fest © Siegbert Mattheis
Topf mit Erde und zwei Sprühdüsen
Größere Töpfe und Pflanzen brauchen eher zwei Sprühdüsen © Siegbert Mattheis

3. Bewässerungssystem überprüfen und testen

Wir kauften uns dann noch einen steuerbaren, automatischen Bewässerungscomputer dazu, programmierten ihn – was sehr einfach war – und schlossen ihn an den Wasserhahn an. Ein sog. Basisgerät zwischen Computer und Schlauch reduziert zudem den Druck und filtert das Wasser.

Dann drehten wir auf. Erst hörten wir ein blubberndes, glucksendes Geräusch – und anschließend nur noch leise Tropfgeräusche … ! Es hatte wunderbar funktioniert, alle Pflanzen wurden über die Sprühdüsen versorgt! Dann ging es nur noch daran, die Stärke der Bewässerung durch Drehen am Düsenknopf etwas genauer einzustellen, denn manche Pflanzen brauchen oder vertragen mehr, andere weniger Wasser.

  • Tipp 4: Es gibt Tropf- und 360-Grad-Düsen, damit man je nach Pflanze nur punktuell tropfend oder sprühend bewässern kann
Bewässerungscomputer mit 4 roten Tasten
Der Bewässerungscomputer, einfach zu bedienen © Siegbert Mattheis
teilstück im Schlauch
Basisgerät zur Druckreduzierung © Siegbert Mattheis

Entspannt in den Urlaub!

Wir hatten die eingestellten Zeiten danach einige Tage argwöhnisch beobachtet, aber es lief alles bestens. Ein paar Tage später fuhren wir beruhigt in den Urlaub nach Südfrankreich. Und kamen zurück in ein blühendes, grünes Paradies mit großartig gewachsenen Pflanzen und frischem Obst und Gemüse!

  • Tipp 5: Gegebenenfalls nach ein paar Wochen die Tropfdüsen erneut nachjustieren

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Viele Pflanzen mit roten Blüten
Das Bewässerungssystem ist so gut wie nicht zu sehen © Siegbert Mattheis

Gardena Smart System App

Unsere smart home-begeisterte Nachbarin Saskia hat bereits das nächste Level erreicht. Mit der Gardena smart system App (für iOS und Android) steuert sie von überall aus flexibel die Bewässerung. So kann sie an sehr regnerischen Tagen die Bewässerung stoppen oder an sehr heißen die Gießdauer oder -häufigkeit einstellen. Die App kann man darüber hinaus mit einer Wetter-App verbinden.

  • Tipp 6: Gardena Smart System App downloaden
Ansicht Bewässerungs-App von Saskia
Ansicht Bewässerungs-App von Saskia

Winterbetrieb

Über den Winter nahmen wir den Bewässerungscomputer ab, holten die Batterie heraus und drehten den Wasserhahn zu. Und im nächsten Frühjahr schlossen wir alles wieder an — und es lief! Einige Düsen haben wir etwas nachjustiert, einige Pflanzen kamen neu hinzu, aber der Aufwand hielt sich in Grenzen. Die Kosten beliefen sich insgesamt auf überschaubare 200 Euro für alles. Aber das hat sich gelohnt!

  • Tipp 7: bei sehr kalkhaltigem Wasser sollte man die Düsen im Frühjahr überprüfen und ggf. Verstopfungen beseitigen.
  • Tipp 8: Um evtl. auftretende Frostschäden zu vermeiden, können Sie das restliche Wasser aus den Schläuchen z.B. mit einer Fahrradpumpe herausblasen.

Dieser Bericht wurde übrigens nicht von Gardena gesponsert, sondern aus eigener Begeisterung geschrieben 😉

Siegbert Mattheis

GARDENA® Micro-Drip-System Start-Set Pflanzreihen M automatic

Es sorgt für eine punktgenaue Wurzelbewässerung mit oberirdisch verlegten Tropfrohren.

GARDENA® Bewässerungssteuerung

Diese GARDENA® Bewässerungssteuerung ist ein Komfort-Modell mit einem großen Display für eine einfache Programmierung. Mit einem Drehknopf für eine schnelle Datenänderung. Der Bewässerungscomputer wird direkt an den Wasserhahn angeschlossen. Bis zu 3 Bewässerungen täglich. Die Bewässerungsdauer von 1 Minute bis 7 Stunden 59 Minuten und die Bewässerungstage sind beliebig wählbar.

GARDENA® Erweiterungsset Pflanztröge

Mit dem GARDENA® Micro-Drip-System Erweiterungsset Pflanztröge kann das Start-Set Pflanztöpfe M erweitert & damit 4 Pflanztröge zusätzlich bewässert werden.

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