Mediterrane Handtuchständer und Handtuchhalter, schöne und nützliche Accessoires

Freistehende Handtuchständer bringen einen Hauch von Luxus ins Badezimmer. Denn sie brauchen etwas Platz und kommen nur zur Geltung, wenn sie frei im Raum stehen und in einem Bad als Blickfang dienen können. Dabei sind sie ein relativ junges Möbel.

Denn private Badezimmer in größerer Verbreitung gibt es erst seit Mitte des 20. Jhdts. Um 1900 hatten nicht einmal 4 % der Bewohner in Großstädten ein eigenes Bad. Bei der Eröffnung des Hotel Ritz in London 1906 war es eine Sensation, dass jedes Zimmer mit einem eigenen Bad ausgestattet war.

Und somit war auch ein Handtuchständer oder Handtuchhalter ein davor unbekanntes bzw. ein wahres Luxus-Mobiliar. Nur Wohlhabende konnten sich damals ein Badezimmer leisten, denn es musste ja einen Wasseranschluss und einen Boiler für warmes Wasser besitzen. Für die breite Bevölkerung waren öffentliche Badeanstalten die einzige Möglichkeit, zu baden und sich am ganzen Körper zu waschen. Für die tägliche Reinigung nutzte man in der Regel eine Schüssel mit Wasser.

Ein nostalgischer Handtuchständer aus Eisen von einem Antiquitätenhändler aus Mallorca © Siegbert Mattheis
Ein nostalgischer Handtuchständer aus Eisen von einem Antiquitätenhändler aus Mallorca © Siegbert Mattheis
Handtuchständer aus Holz in einer alten Villa in den italienischen Marken © Siegbert Mattheis
Handtuchständer aus Holz in einer alten Villa in den italienischen Marken © Siegbert Mattheis
Origineller Handtuchständer in der Masseria Don Luigi in Apulien © Claudia Mattheis
Origineller Handtuchständer in der Masseria Don Luigi in Apulien © Claudia Mattheis

Sklaven waren früher die Handtuchhalter

In der antiken Hochzeit der griechisch-römischen Badekultur waren es Sklaven, die das Handtuch reichten. Im Mittelalter war Baden in Mittel- und Nordeuropa ohnehin kein Thema und zu Zeiten der französischen Könige wie Ludwig XIV. und auch später bei Adligen waren es die Hausbediensteten.

Ein bemerkenswertes Stück eines Handtuchhalters entdeckten wir bei einem Antiquitätenhändler im andalusischen Ronda, in dem noch die Idee der Hausangestellten (erkennbar an der Haube) mitschwingt, die der Hausherrin das Handtuch reicht.

Ein seltener Handtuchhalter in Form einer Dienstmagd von einem Antiquitätenladen im andalusischen Ronda © Siegbert Mattheis
Ein seltener Handtuchhalter in Form einer Dienstmagd von einem Antiquitätenladen im andalusischen Ronda © Siegbert Mattheis
Handtuchständer Duclair von Loberon © Loberon
Handtuchständer Duclair von Loberon © Loberon
Handtuchständer und nostalgischer Waschtisch in einer italienischen Villa © Siegbert Mattheis
Handtuchständer und nostalgischer Waschtisch in einer italienischen Villa © Siegbert Mattheis
Einfacher Handtuchhalter aus Eisen in einer sizilianischen Villa © Siegbert Mattheis
Einfacher Handtuchhalter aus Eisen in einer sizilianischen Villa © Siegbert Mattheis

Freistehende Handtuchständer aus Eisen

Diese kamen Ende des 19. Jhdts. auf. Sie mussten stabil genug sein, um die nassen Handtücher tragen zu können. Als günstigere Variante gab es auch Holzmodelle, die allerdings aufgrund der ständig ausgesetzten Feuchtigkeit nicht allzu lange hielten.

Heute sind beheizte Handtuchhalter an der Wand natürlich weitaus praktischer, aber freistehende Vintage-Handtuchständer aus Eisen sind als nützliches Deko-Möbel für Tischdecken oder Tücher ein schöner Blickfang nicht nur im Bade-, sondern auch im Wohnzimmer oder Schlafzimmer. Sie sind auch gut geeignet für den Outdoorbereich und bringen mediterranes Flair in den Garten oder auf die Terrasse.

Siegbert Mattheis

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