Aups, wunderschönes “Tor” zum Lac de St. Croix mit Trüffelmarkt

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Zuletzt aktualisiert im August 2026 von Siegbert Mattheis

Aups ist ein zauberhafter mittelalterlicher Ort in der Provence nahe der Verdon-Schlucht. Der Ort wird sogar als eines der schönsten Dörfer des Haut-Var angesehen.

Das idyllische Dorf mit rund 2.200 Einwohnern liegt am Fuß der bewaldeten Montagne des Espiguières und bezeichnet sich selbst als „Tor zum Verdon und zum Lac de Sainte-Croix”.

Wir waren in der Hochsaison Ende Juli dort und waren überrascht, dass wir im Ort dennoch kaum Tourist:innen gesehen haben.

Schmaler Platz mit Restaurants
Place Louis Gauthiers in Aups © Siegbert Mattheis
Gelbe Häuser vor blauem Himmel
Verträumte Gassen in Aups © Siegbert Mattheis

Aufgrund der Nähe zum Grand Canyon du Verdon bietet sich Aups mit seinen relativ günstigen Quartieren tatsächlich gut als Ausgangspunkt für die Erkundung des Verdon und Touren in das Haut-Var an.

Weiter Blick über den See
Lac de Sainte-Croix © Siegbert Mattheis
Atemberaubender Blick über die Schlucht des Verdon-Flusses
Der Grand Canyon du Verdon, bevor der Verdon in den See fließt © Siegbert Mattheis

Aups Sehenswürdigkeiten

Besonders sehenswert ist das Gewirr der vielen engen Gassen unter Torbögen, die Brunnen und mittelalterlichen Gebäude, die sich oberhalb eines mit Platanen beschatteten Marktplatzes erstrecken.

Aups lebt vor allem vom Tourismus, aber auchvom Weinanbau, der Jagd sowie dem traditionellen provenzalischen Handwerk. Aber auch die Imkerei und die Herstellung von Olivenöl aus der schwarzen Olivensorte Bouteillan behaupten sich hier.

Tour de l’Horloge

Als optischer Orientierungspunkt bietet sich der Tour de l’Horloge, der Uhrturm mit typisch provenzalischem Glockenkäfig an. Die Glocke trägt bemerkenswerterweise die Inschrift “Ich bin die Freude der ganzen Welt”.

Der Grund dafür liegt in einem Prozess, der im 14. Jh. begann und fast vierhundert Jahre andauerte. Die Bewohner von Aups wollten anstelle der Jahrhunderte andauernden Herrschaft der Herzöge von Blacas d’Aups juristisch lieber niemand anderem als dem König von Frankreich und Navarra selbst unterstellt sein. Sie erreichten dieses Privileg erst 1712 und gossen aus Freude darüber die Glocke im selben Jahr.

Gasse, in der Mitte ein Turm
Tour de l'Horloge in der gleichnamigen Gasse © Siegbert Mattheis
Torbogen in Gasse, davor eine mintfarbene Bank
Arkadenbogen unter dem Tour de l'Horloge © Siegbert Mattheis

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Schmaler Platz mit Restaurants
Place Louis Gauthiers in Aups © Siegbert Mattheis

Stiftskirche Saint-Pancrace

Die Stiftskirche Saint-Pancrace am Marktplatz wurde von 1489 bis 1503 im provenzalisch gotischen Stil mit einer Renaissancefassade gebaut. Die Kirche besitzt sehenswerte Altäre aus dem 17. Jahrhundert und eine bemerkenswerte Agati Orgel.

Außergewöhnlich ist aber auch das Giebelfeld außen. Es trägt die große Inschrift “République française. Liberté, Égalité, Fraternité”. Dieses republikanische Motto wurde 1905 angebracht, nach dem Gesetz des französischen Staates, um zu demonstrieren, dass diese Kirche dem Staat gehörte. Solche Inschriften sind sehr selten.

Kircheneingang mit Aufschrift Republique française
Diese "staatliche" Aufschrift findet man selten © Siegbert Mattheis
Mit goldenen Säulen geschmückter Altar
Sehenswerter Altar in der Kirche © Siegbert Mattheis

Musée Simon Segal

In der ehemaligen Ursulinenkapelle befindet sich das Musée Simon Segal. Die Sammlung umfasst mehr als 280 Gemälde, darunter 58 Werke des Kunstmalers Simon Segal. Vertreten sind weitere Künstler der École de Paris sowie der Schulen von Toulon und Bourges.

Tor mit Wegweiser davor: Musee
Der Weg zum Museum Simon Segal führt durch diesen Torbogen © Siegbert Mattheis

Notre-Dame de la Délivrance

Die Kapelle Notre-Dame de la Délivrance stammt aus dem Jahr 1853 und wurde auf den Ruinen des altes Schloss der Herzöge von Blacas errichtet. Jedes Jahr wird in der Nacht zum 15. August, an Maria Himmelfahrt die Jungfrau Maria der Kapelle in einer Prozession durch Aups getragen.

Schlossruine und Stadtmauer

Weiterhin sehenswert sind die Ruinen des Schlosses und Teile der alten Stadtmauer, u.a. das Tor Portes des Aires, das aus dem Jahr 1670 stammt und damals der Hauptzugang von Aups war.

Durch eine Gasse sieht man die Giebelfassade der Kirche
Chapelle Notre Dame de Délivrance von 1853 © Siegbert Mattheis
Mintfarbener Hauseingang, davor Kaffeetische und Blumen
Chez Ana, charmantes Chambre d'hôtes und Salon de Thé © Siegbert Mattheis
Gemauertes Tor in der Stadtmauer
Die Portes des Aires war früher der einzige Zugang zum Dorf © Siegbert Mattheis

Brunnen und Waschhäuser

Ein ausgeschilderter Rundweg führt zu den historischen Brunnen und Waschhäusern von Aups. Dabei entdeckt ihr neben den alten Wasserstellen auch Sonnenuhren, Torbögen und weitere Details, an denen man beim normalen Spaziergang leicht vorbeigeht.

Aups Sehenswürdigkeiten: Überdachte Säule mit Wasserhähnen und langem Waschbecken
Das alte Waschhaus mit Brunnen © Siegbert Mattheis
Aups Sehenswürdigkeiten, hier eine schmale Gasse mit steinernem Brunnen
Überall finden sich in den Gassen noch alte Brunnen und Waschgelegenheiten © Siegbert Mattheis

Ölmühle Gervasoni

Neben Trüffeln spielt Olivenöl in Aups eine wichtige Rolle. In der traditionsreichen Ölmühle Gervasoni könnt ihr erfahren, wie das Öl der regionalen Olivensorten verarbeitet wird. Sie liegt nur ein paar hundert Meter östlich vom Zentrum entfernt. Besichtigungen und Verkaufsmöglichkeiten solltet ihr vorab erfragen.

Zur Website der Moulin Gervasoni

Domaine de Taurenne

Rund um Aups liegen mehrere Olivenhaine und Güter. Dazu gehört das Domaine de Taurenne, dessen Geschichte nach Angaben des Tourismusbüros bis in die Zeit der Tempelritter zurückreicht. Heute ist das Gut vor allem für seine Olivenöle bekannt.

Sentier des Grottes

Dieser Grottenweg führt durch Olivenhaine, entlang alter Trockensteinmauern und zu Felsenhöhlen sowie kleinen in den Fels gebauten Kapellen. Der offizielle Tourismusführer gibt für den kurzen Rundweg etwa 2 Kilometer und rund 45 Minuten Gehzeit an. Festes Schuhwerk ist dennoch empfehlenswert.
Mehr Infos Im Tourismusbüro von Aups

Musée de Faykod

Etwas außerhalb von Aups liegt das Musée de Faykod. In einem mediterranen Landschaftspark sind zahlreiche Skulpturen der Bildhauerin Maria de Faykod zu sehen. Die überwiegend aus Carrara-Marmor geschaffenen Figuren verbinden klassische Formen mit einer modernen, teilweise spirituellen Bildsprache. Da das Museum privat geführt wird, solltet ihr Öffnungszeiten und Besuchsmöglichkeiten vorher prüfen.
Zur Website des Museums

Aups war Zentrum der Résistance

Die Einwohner:innen des Ortes gelten als ziemlich hartnäckig und widerstandsfreudig.

1851 wurde Aups zum Herz des republikanischen Aufstandes im Département Var gegen den Staatsstreich Napoléons III. Das brachte der Gemeinde sogar den Beinamen Centre du Var Rouge (Zentrum des Roten Var) ein.

Und auch während des Zweiten Weltkrieges war Aups eine Hochburg der Résistance. Davon zeugt das gleichnamige, gut dokumentierte Musée de la Résistance in der Avenue Albert 1er. Es dokumentiert sowohl den lokalen Widerstand als auch die Geschichte der französischen Résistance.

Der Zugang ist über das Museum Simon Segal. Der Eintritt war bei unserem Besuch frei.

Öffnungszeiten und Eintrittsregelungen solltet ihr dennoch vor dem Besuch beim Tourismusbüro von Aups prüfen.

Woher stammt der Name Aups?

Dabei hat die Ansiedlung bereits römische Wurzeln. Einer lokalen Überlieferung zufolge soll sogar Julius Cäsar selbst durch die Gegend gekommen sein.

Ursprünglich wurde der Ort Oppidum de Alpibus (lat. befestigte Alpensiedlung) genannt, daraus wurde später Castrum de Alpibus (Alpenlager), danach Castrum de Almis, Alps und daraus wurde schließlich Aups.

Ausgesprochen wird Aups etwa “Op(s)”, das “s” am Ende wird im Provençalischen stimmlos gehaucht .

Der drittgrößte Trüffelmarkt Frankreichs in Aups

Heute zehrt der Ort aber eher von seiner Bekanntheit, den drittgrößten Trüffelmarkt Frankreichs, nach denen in Richerenches und Carpentras veranstalten zu können. Dieser findet von November bis Februar jeden Donnerstag auf dem Place Frédéric Mistral statt. Hier werden die teuersten Trüffeln der Welt, die schwarzen Tuber melanosporum gehandelt. In der Provence nennt man sie übrigens rabasse.

Hier unsere Übersicht der Trüffelmärkte in Frankreich.

Von Juni bis August findet Mittwoch vormittags außerdem ein Markt für Sommertrüffel, Tuber aestivum statt. Sie besitzt eine dunkle, warzige Außenhaut und ein helles, von feinen Adern durchzogenes Fruchtfleisch. Ihr Aroma ist milder als das der schwarzen Wintertrüffel Tuber melanosporum.

Alles über Trüffeln

Die genauen Termine können sich saisonal ändern und solltet ihr am besten vorab prüfen.
Wer mehr über die schwarzen Diamanten des Verdon erfahren möchte, sollte das lokale Trüffelmuseum besuchen. Das Informations- und Erlebniszentrum befindet sich im ehemaligen Hôpital Saint-Jacques aus dem 17. Jahrhundert, direkt am Marktplatz. Die Ausstellung erklärt, wie Trüffeln entstehen, wie sie mit Hunden gesucht und nach welchen Kriterien sie gehandelt werden.
Zur Website des Trüffelmuseums

Platanenbestandener Platz mit Restaurant
Auf dem Marktplatz findet in den Wintermonaten der drittgrößte Trüffelmarkt Frankreichs statt © Siegbert Mattheis
Trüffelmärkte Frankreich © Siegbert Mattheis
Manchmal werden die begehrten schwarzen Diamanten auch sehr liebevoll präsentiert © Siegbert Mattheis

Unser Restaurant-Tipp

Das Auberge de la Tour gleich neben der Kirche Saint-Pancrace. Hier sitzet ihr unter schattigen Platanen und Olivenbäumen und genießt leckere provenzalische Spezialitäten, z.B. eine Daube provençale inmitten von Vintage-Gegenständen und Kunst.

Toreingang mit schmiedeeisernen Buchstaben "Auberge de la tour"
Empfehlenswertes Restaurant und Hotel © Siegbert Mattheis
Figur einer Frau, die die Sonne anbetet
Kunst auf dem Dach der "Auberge de la Tour" © Siegbert Mattheis
Rindergulasch auf Nudeln und ein Glas Rosé
Daube provençale, hier auf Nudeln © Siegbert Mattheis

Weitere Fragen und praktische Tipps

Häufige Fragen zu Aups, dem Trüffelmarkt und der Umgebung

Aups liegt im Département Var in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur. Das provenzalische Dorf befindet sich am Fuß der Montagne des Espiguières und gehört zum Regionalen Naturpark Verdon. Aufgrund seiner Lage zwischen dem Haut-Var, dem Lac de Sainte-Croix und den Gorges du Verdon eignet sich Aups gut als Ausgangspunkt für Ausflüge in die Region.
Ja, Aups ist vor allem wegen seiner historischen Altstadt, der provenzalischen Plätze, alten Brunnen und Waschhäuser sowie des bekannten Trüffelmarktes sehenswert. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehören die Stiftskirche Saint-Pancrace, der Uhrturm Tour de l’Horloge, die Porte des Aires, die Kapelle Notre-Dame de la Délivrance und das Musée Simon Segal. Aups trägt das französische Prädikat „Village de Caractère du Var“, mit dem besonders charakteristische Orte des Départements ausgezeichnet werden.
Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Aups gehören:
  • die mittelalterlich geprägte Altstadt
  • der Tour de l’Horloge
  • die Stiftskirche Saint-Pancrace
  • die Kapelle Notre-Dame de la Délivrance
  • die Porte des Aires und die Reste der Befestigungsanlagen
  • das Musée Simon Segal
  • das Musée de la Résistance
  • die Maison de la Truffe d’Aups et du Verdon
  • die historischen Brunnen und Waschhäuser
  • das Musée de Faykod außerhalb des Ortszentrums
Für einen ersten Rundgang könnt ihr dem ausgeschilderten Entdeckungsweg durch Aups oder dem Rundweg zu den Brunnen und Waschhäusern folgen.
Die Altstadt besteht aus engen Gassen, Torbögen, kleinen Plätzen und alten Häusern. Dazwischen entdeckt ihr historische Brunnen, Waschhäuser, Sonnenuhren und Reste der ehemaligen Befestigungsanlagen. Viele Gassen führen hinauf zum Tour de l’Horloge. Der Uhrturm mit seinem schmiedeeisernen Glockenkäfig ist einer der markantesten Orientierungspunkte von Aups.
Die Glocke des Tour de l’Horloge trägt sinngemäß die Inschrift „Ich bin die Freude der ganzen Welt“. Sie wurde 1712 gegossen, nachdem sich die Einwohner von Aups nach einem jahrhundertelangen Rechtsstreit von der Herrschaft der Familie Blacas lösen konnten und unmittelbar der königlichen Gerichtsbarkeit unterstellt wurden. Die Glocke erinnert damit an ein für die Gemeinde wichtiges Stück lokaler Geschichte.
Die Stiftskirche Saint-Pancrace wurde zwischen 1489 und 1503 im provenzalisch-gotischen Stil errichtet. Im Inneren befinden sich mehrere historische Altäre, religiöse Kunstwerke und eine Orgel des italienischen Orgelbauers Agati. Ungewöhnlich ist die Inschrift „République française. Liberté, Égalité, Fraternité“ an der Fassade. Sie wurde im Zusammenhang mit der Trennung von Kirche und Staat zu Beginn des 20. Jahrhunderts angebracht. Solche republikanischen Inschriften an Kirchen sind in Frankreich vergleichsweise selten.
Das Musée Simon Segal ist ein Kunstmuseum in der ehemaligen Ursulinenkapelle. Seine Sammlung umfasst mehr als 280 Gemälde, darunter 58 Arbeiten des Malers Simon Segal. Neben Werken der École de Paris zeigt das Museum auch Künstler, die den Schulen von Toulon und Bourges zugerechnet werden. Öffnungszeiten und Eintrittsregelungen können sich saisonal ändern. Informiert euch deshalb vor eurem Besuch beim Tourismusbüro. Quelle: Tourismusbüro Lacs et Gorges du Verdon
Während des Zweiten Weltkriegs war Aups ein regionales Zentrum der französischen Résistance. Bereits 1851 spielte der Ort eine wichtige Rolle beim republikanischen Widerstand gegen den Staatsstreich Louis-Napoléon Bonapartes, des späteren Kaisers Napoléon III. Das Musée de la Résistance dokumentiert sowohl den lokalen Widerstand als auch die Geschichte der französischen Résistance. Es befindet sich im selben Gebäudekomplex wie das Musée Simon Segal.
Die Maison de la Truffe ist ein Informations- und Erlebniszentrum rund um die Trüffel. Sie befindet sich im ehemaligen Hôpital Saint-Jacques im Ortszentrum. Die Ausstellung erklärt, wie Trüffeln wachsen, wie sie mit ausgebildeten Hunden gesucht werden und wie der Trüffelanbau in der Region funktioniert. Außerdem erfahrt ihr, wie Trüffeln kontrolliert, gehandelt und in der Küche verwendet werden. Je nach Saison werden Veranstaltungen, Verkostungen und weitere Angebote rund um die Trüffel organisiert. Quelle: Gemeinde Aups: Maison de la Truffe
Der Erzeugermarkt für schwarze Trüffeln findet während der Wintersaison jeden Donnerstagvormittag statt. Die Saison beginnt üblicherweise am letzten Donnerstag im November und dauert bis Ende Februar oder Anfang März. Der Handelsbeginn ist normalerweise gegen 9 Uhr. Die genauen Daten können von der Ernte und vom jeweiligen Veranstaltungskalender abhängen. Prüft den Termin deshalb vor eurer Anreise auf der Website der Gemeinde oder des Tourismusbüros. Quellen: Gemeinde Aups: Märkte und Tourismusbüro Lacs et Gorges du Verdon
Der Wintertrüffelmarkt findet im Zentrum von Aups statt. Als Marktort wird die Place Frédéric Mistral genutzt. In unmittelbarer Nähe befinden sich das Tourismusbüro und die Maison de la Truffe d’Aups et du Verdon. Da der Markt am Vormittag stattfindet und das Angebot von der jeweiligen Ernte abhängt, lohnt es sich, frühzeitig nach Aups zu kommen.
Der Markt von Aups wird in Reise- und Tourismuspublikationen häufig als drittgrößter Trüffelmarkt Frankreichs nach Richerenches und Carpentras bezeichnet. Eine einheitliche, fortlaufend aktualisierte nationale Rangliste nach Handelsmenge oder Besucherzahl gibt es jedoch nicht. Sachlich sicher ist: Aups gehört zu den bedeutenden Trüffelorten Südfrankreichs und gilt als Hauptstadt der schwarzen Trüffel im Département Var.
Im Winter wird hauptsächlich die schwarze Périgord-Trüffel Tuber melanosporum gehandelt. In der Provence wird sie auch „rabasse“ genannt. Sie zählt zu den begehrtesten und teuersten Speisetrüffeln. Im Sommer findet ihr die mildere Sommertrüffel Tuber aestivum. Trotz ihres helleren Fruchtfleischs ist sie keine weiße Trüffel. Ihre Außenhaut ist dunkel und deutlich warzig.
Ja. Von Juni bis August findet üblicherweise mittwochvormittags ein Markt für Sommertrüffeln statt. Angeboten wird vor allem Tuber aestivum, deren Aroma milder ist als das der schwarzen Wintertrüffel. Da saisonale Märkte von Ernte, Witterung und Veranstaltungskalender abhängen, solltet ihr die aktuellen Termine vor eurem Besuch prüfen. Quelle: Gemeinde Aups: Märkte
Der Markt richtet sich nicht ausschließlich an Händler und Gastronomen. Auch private Besucher können grundsätzlich Trüffeln kaufen. Das jeweilige Angebot und die verkauften Mengen hängen allerdings von der Ernte und den anwesenden Produzenten ab. Wer zum ersten Mal eine frische Trüffel kauft, sollte nach Herkunft, Reife, Gewicht und Aufbewahrung fragen. Eine gute Trüffel sollte fest sein und deutlich aromatisch riechen.
Der reguläre provenzalische Markt findet mittwoch- und samstagvormittags statt. Angeboten werden je nach Saison Obst, Gemüse, Käse, Fleisch- und Wurstwaren, Fisch, Oliven, Honig, Pflanzen, Kleidung und weitere regionale Produkte. An Feiertagen und bei besonderen Veranstaltungen können sich Zeiten oder Standorte ändern. Prüft die aktuellen Angaben deshalb bei der Gemeinde. Quelle: Gemeinde Aups: Märkte
Das Musée de Faykod ist ein privat geführtes Freilichtmuseum in einem mediterranen Landschaftspark außerhalb des Ortszentrums. Dort sind zahlreiche Skulpturen der Bildhauerin Maria de Faykod ausgestellt. Viele ihrer Figuren wurden aus weißem Carrara-Marmor geschaffen. Kunstwerke, Vegetation und Landschaft bilden gemeinsam einen Skulpturenpark. Da Besuchszeiten und Zugang saisonabhängig sein können, solltet ihr euren Besuch vorher abstimmen. Quelle: Tourismusbüro Lacs et Gorges du Verdon
Eine vergleichsweise kurze Wanderung ist der Sentier des Grottes. Der Weg führt durch Olivenhaine, vorbei an Trockensteinmauern, Felsenhöhlen und kleinen Felskapellen. Der offizielle Tourismusführer gibt für die rund 2,1 Kilometer lange Strecke ungefähr 45 Minuten Gehzeit an. Auch bei einer kurzen Strecke sind feste Schuhe sinnvoll, da der Untergrund uneben sein kann. Quelle: Tourismusführer Lacs et Gorges du Verdon
Für einen Rundgang durch die Altstadt solltet ihr etwa zwei bis drei Stunden einplanen. Wenn ihr zusätzlich die Maison de la Truffe, das Musée Simon Segal oder den Trüffelmarkt besuchen möchtet, lohnt sich ein halber Tag. Mit einem Restaurantbesuch, dem Musée de Faykod oder einer Wanderung könnt ihr problemlos einen ganzen Tag in und um Aups verbringen.
Ja. Aups liegt günstig zwischen dem Haut-Var, dem Lac de Sainte-Croix und den Gorges du Verdon. Von hier erreicht ihr verschiedene Aussichtspunkte, Dörfer und Ausgangspunkte für Wanderungen oder Wassersport. Beachtet jedoch, dass die Straßen in der Region kurvenreich sind. Die Fahrzeiten können daher länger sein, als die reine Entfernung vermuten lässt.
Nein. Aups liegt nicht unmittelbar am Ufer des Lac de Sainte-Croix, sondern nordwestlich des Sees. Je nach Ziel benötigt ihr mit dem Auto ungefähr 20 bis 30 Minuten. Besonders gut erreichbar sind unter anderem Bauduen, Les Salles-sur-Verdon und der Bereich rund um den Pont du Galetas am Eingang der Verdonschlucht.
Am Lac de Sainte-Croix könnt ihr baden, Kajak oder Tretboot fahren, paddeln und an verschiedenen Uferabschnitten entspannen. Besonders beliebt ist eine Fahrt vom Pont du Galetas ein Stück in die Verdonschlucht hinein. In der Hauptsaison solltet ihr möglichst früh anreisen. Parkplätze und Wasserfahrzeuge können an stark besuchten Tagen schnell ausgelastet sein.
Von Aups erreicht ihr zahlreiche Dörfer und Naturziele des Haut-Var und des Verdon. Empfehlenswert sind:
  • Tourtour mit seiner weiten Aussicht
  • Villecroze mit Park und Grotten
  • Sillans-la-Cascade mit seinem Wasserfall
  • Bauduen am Lac de Sainte-Croix
  • Les Salles-sur-Verdon
  • Aiguines oberhalb des Sees
  • Moustiers-Sainte-Marie
  • der Pont du Galetas am Eingang der Verdonschlucht
  • die Route des Crêtes bei La Palud-sur-Verdon
Für Moustiers-Sainte-Marie und die Route des Crêtes solltet ihr wegen der kurvenreichen Straßen ausreichend Zeit einplanen.
Tourtour, Villecroze und Moustiers-Sainte-Marie gehören zu den bekanntesten Zielen in der Umgebung. Bauduen ist besonders reizvoll, wenn ihr den Besuch eines provenzalischen Dorfes mit einem Aufenthalt am Lac de Sainte-Croix verbinden möchtet. Sillans-la-Cascade bietet sich für einen Ausflug in die Natur an. Der Wasserfall ist sehenswert, allerdings ist der unmittelbare Zugang zum Wasser aus Sicherheits- und Naturschutzgründen reguliert. Beachtet deshalb die örtliche Beschilderung.
Aups könnt ihr grundsätzlich das ganze Jahr besuchen. Welche Zeit am besten ist, hängt von euren Interessen ab:
  • Von Ende November bis Februar oder Anfang März erlebt ihr den schwarzen Trüffelmarkt.
  • Im Frühling eignet sich die Umgebung besonders gut für Wanderungen und Ausflüge.
  • Von Juni bis August wird die Sommertrüffel angeboten.
  • Im Sommer lassen sich Aups und ein Bad im Lac de Sainte-Croix gut verbinden.
  • Im Herbst sind die Temperaturen meist angenehmer für Wanderungen und Dorfrundgänge.
Im Juli und August ist die gesamte Verdonregion stark besucht. Wenn ihr es ruhiger mögt, sind Mai, Juni, September und Anfang Oktober meist die angenehmere Wahl.
Ja. Der Trüffelmarkt ist zwar eine der bekanntesten Attraktionen, aber Aups besitzt auch unabhängig davon eine sehenswerte Altstadt, Museen, Kirchen, provenzalische Märkte und mehrere Spazier- und Wanderwege. Außerdem eignet sich der Ort als Ausgangspunkt für Touren zum Lac de Sainte-Croix, in die Verdonschlucht und zu den Dörfern des Haut-Var.
Bei Regen bieten sich die Maison de la Truffe, das Musée Simon Segal und das Musée de la Résistance an. Auch die Stiftskirche Saint-Pancrace kann Teil eines kurzen Rundgangs sein. Da kleine Museen und Sehenswürdigkeiten saisonal eingeschränkte Öffnungszeiten haben können, solltet ihr vorab beim Tourismusbüro nachfragen.
Neben schwarzen Wintertrüffeln und Sommertrüffeln sind Olivenöl, Honig, Ziegenkäse, Wurstwaren, Wildgerichte und provenzalische Schmorgerichte typisch für die Region. Zu den klassischen Gerichten gehört die Daube provençale, ein langsam geschmortes Fleischgericht mit Wein, Kräutern und Gemüse. In der Trüffelsaison bieten einige Restaurants außerdem Eiergerichte, Pasta oder andere Speisen mit frischen Trüffeln an.
Aktuelle Angaben zu Märkten, Veranstaltungen, Museumsöffnungen und Führungen erhaltet ihr beim interkommunalen Tourismusbüro Lacs et Gorges du Verdon in Aups. Dort bekommt ihr auch einen Ortsplan und Informationen zu den Rundwegen. Quellen: Tourismusbüro Lacs et Gorges du Verdon und Gemeinde Aups
Älterer Mann mit weißem Haar und Bart, trägt ein dunkles Hemd und blickt mit einem leichten Lächeln in die Kamera.

Siegbert Mattheis, Jahrgang 1959, ist seit seinem ersten Italienaufenthalt 1977 vom mediterranen Lebensgefühl begeistert. Seitdem bereist er mehrmals im Jahr die Länder rund um das Mittelmeer. Nach seinen Studien Kommunikationsdesign, Philosophie, Wissenschaftstheorie und Kunstgeschichte gründete er eine Werbeagentur, die er seit 1998 gemeinsam mit seiner Frau Claudia Mattheis führt. 2002 bauten beide gemeinsam AmbienteMediterran.de auf, das inzwischen größte Lifestyle-Magazin rund um die mediterrane Kultur. Darüber hinaus ist er Fachjournalist und Fotograf, begeisterter Hobbykoch und Liebhaber stilvoller Einrichtung. Gründliche Recherche und Liebe zum Detail gehören zu seinen Leidenschaften. Mit seiner Frau lebt er in Berlin Prenzlauer Berg.

Aktualisierte Infos findet ihr auch auf den Tourismusseiten der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur

Wir wünschen euch einen wunderschönen Aufenthalt in diesem zauberhaften Ort!

Siegbert Mattheis

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