Für ein mediterranes Urlaubsgefühl braucht es weder einen riesigen Garten noch einen Pool wie im Ferienresort. Oft reicht schon ein kleines Schwimmbecken, solange die Umgebung stimmt. Warme Farben, natürliche Materialien, duftende Pflanzen und ein gemütlicher Schattenplatz können selbst eine schlichte Gartenecke in einen Rückzugsort verwandeln, der an Mallorca, die Provence oder eine griechische Ferieninsel erinnert.
Worauf sollte man bei einem kleinen Pool achten?
Gerade bei wenig Platz lohnt es sich, nicht zu viele Ideen wild miteinander zu vermischen. Ein durchgehendes Farbschema und einige sorgfältig ausgewählte Details wirken meist stimmiger als eine Ansammlung von Dekorationsgegenständen.
Bevor ihr Pflanzen oder Möbel kauft, betrachtet den Poolbereich als Ganzes: Wo fällt am Nachmittag die Sonne hin? Welcher Platz eignet sich für einen Liegestuhl? Schon ein schmaler Holzsteg, zwei große Terrakotta-Töpfe oder ein heller Sichtschutz können die Wirkung des ganzen Außenbereichs deutlich verändern. Die folgenden Ideen zeigen, wie sich auch rund um einen kleinen Gartenpool ein überraschend großes Urlaubs-Feeling einstellen kann – ohne, dass man den kompletten Außenbereich umgestalten muss.
1. Die passende Form für den Pool wählen
Auch ein kleiner Pool kann sich durchaus sehen lassen. Rechteckige Becken wirken ruhig und modern, während runde oder organische Formen weicher und verspielter erscheinen. Bei einem Aufstellpool lässt sich die Außenwand mit einer niedrigen Holzverkleidung, Schilfmatten oder einer bepflanzten Umrandung optisch aufpeppen. Dabei müssen allerdings Anschlüsse und Technik dennoch gut erreichbar bleiben.
Auch der Bereich unmittelbar am Wasser beeinflusst das Gesamtbild. Helle Platten reflektieren das Sonnenlicht und erinnern an südeuropäische Terrassen. Eine schmale Einfassung reicht meist aus, und es muss nicht der gesamte Garten gepflastert werden.
Damit das klare Wasser nicht durch Blätter, Sand und Blütenreste getrübt wird, kann ein robotischer Poolreiniger die regelmäßige Bodenpflege übernehmen. So bleibt mehr Zeit für die schönen Seiten des Gartens.
2. Mit dem richtigen Farbschema Ruhe schaffen
Mediterrane Gärten leben von warmen, eher dezenten Tönen. Cremeweiß, Sand, Ocker und Terrakotta bilden eine ruhige Basis. Dazu passen Olivgrün, verwaschenes Blau oder ein kräftiger Akzent in Bougainvillea-Pink. Entscheidet euch am besten für eine Grundfarbe und höchstens zwei Akzentfarben. Das verhindert, dass der Poolbereich unruhig wirkt.
Textilien sind die einfachste Möglichkeit, Farbschemata zu integrieren. Kissenbezüge, ein leichter Outdoor-Teppich und passende große Badetücher verändern die Atmosphäre schnell, ohne dass man große Umbaumaßnahmen ergreifen muss.
Wenn ihr eure Terrasse mediterran gestalten wollt, findet ihr bei uns oder im Netz viele Inspirationen zu Materialien, Bepflanzung und Dekoartikeln.
3. Mediterrane Pflanzen in Kübeln gruppieren
Pflanzen duften herrlich, schaffen Lebendigkeit und ein wenig Privatsphäre am Pool. Besonders praktisch sind robuste Kräuter wie Lavendel, Rosmarin, Thymian und Salbei. Sie passen auch in kleinere Töpfe und verströmen bei Berührung ihren typischen Duft. In größeren Kübeln setzen Oleander, Olivenbäumchen oder Zitruspflanzen markante Akzente. Prüft vor dem Kauf allerdings, wie die jeweilige Pflanze überwintert werden muss, damit ihr nicht jedes Jahr neue kaufen müsst.
Pflegetipps für die wichtigsten mediterranen Pflanzen
Statt viele einzelne Töpfe zu verteilen, ist es eine gute Idee, drei bis fünf Gefäße in unterschiedlichen Höhen in Gruppen zusammenzustellen. Eine solche Gruppe wirkt besser, nimmt aber insgesamt weniger Raum ein. Terrakotta sorgt sofort für südliches Flair. Leichte Töpfe in Terrakotta-Optik lassen sich dabei einfacher verschieben und sind robuster.
Gießt möglichst am Morgen oder am Abend und richtet euch dabei auch nach dem tatsächlichen Bedarf der Pflanzen. Auch das Umweltbundesamt empfiehlt für die sommerliche Gartenbewässerung die Morgen- oder Abendstunden. Die Untersetzer der Pflanzkübel sollten regelmäßig kontrolliert werden, damit keine dauerhafte Staunässe entsteht.
4. Einen kleinen Schattenplatz gestalten
Ein mediterraner Poolbereich braucht nicht nur Sonne. Gerade die Mischung aus klarem Wasser und kühlem Schatten erzeugt die Atmosphäre eines Gartenbereichs in südlichen Gefilden. Und schließlich will man sich ja an heißen Tagen zwischendurch auch mal abkühlen. Für kleine Gärten eignet sich ein dreieckiges Sonnensegel, das bei Bedarf abgenommen werden kann. Auch ein kompakter Schirm mit seitlichem Mast hält die Bodenfläche frei und spendet Schatten.
Darunter genügt oft schon eine bequeme Liege oder eine schmale Holzbank mit waschbaren Kissen zum Sitzen. Ein alter Hocker kann als Beistelltisch dienen. Mit einem Tablett, auf dem kühle Getränke, frisches Obst und ein Buch Platz haben, entsteht ein fester Lieblingsplatz, an dem sich die Stunden außerhalb des Wassers angenehm gestalten lassen. So fühlt ihr euch, als würdet ihr gerade einen Urlaub in einer kleinen, schicken Pension am Meer verbringen.
5. Mit Licht und kleinen Details Atmosphäre schaffen
Am Abend entscheidet die Beleuchtung darüber, ob der Poolbereich gemütlich oder kühl wirkt. Warmweiße Lichterketten, einzelne Solarlaternen und LED-Kerzen erzeugen weiches Licht. Eine gleichmäßig ausgeleuchtete Fläche wirkt dagegen schnell funktional. Setzt lieber mehrere kleine Lichtpunkte und betont Pflanzen, Sitzplätze oder andere gemütliche Bereiche. Gerade mit Solarleuchten schafft man schnell ein stimmungsvolles, mediterranes Ambiente.
Bei der Dekoration könnt ihr natürlich euren persönlichen Geschmack einfließen lassen. Eine Keramikschale, ein gestreiftes Kissen oder ein Korb für zusammengerollte Handtücher reicht oft schon. Dabei ist es auch gar nicht so wichtig, dass die Gegenstände alle perfekt zusammenpassen. Wenn ihr euch über die Jahre eine Sammlung an Gegenständen aus verschiedenen Mittelmeerregionen zusammen gesammelt habt, wirkt das oft glaubwürdiger und persönlicher als ein komplett durchgestyltes Themen-Set.
Urlaubsgefühl entsteht nicht durch die Größe
Auch ein kleiner Pool kann zum Mittelpunkt des Gartens werden, wenn Farben, Pflanzen und Materialien eine gemeinsame Sprache sprechen. Dabei muss man gar keine großen Umbaumaßnahmen planen. Beginnt mit zwei oder drei kleinen Veränderungen und beobachtet, wie sich die Wirkung des Bereiches dadurch verändert. Vielleicht fehlen nur ein paar schöne Terrakotta-Töpfe und gemütliche Lichtquellen, oder ein schattiger Platz, an dem ihr tatsächlich gerne eure Freizeit verbringt. Wenn auch das Poolzubehör einen festen Platz bekommt und die Reinigung unkompliziert bleibt, kann selbst eine kleine Ecke das große Urlaubsgefühl vermitteln.





