Barcelona Sehenswürdigkeiten, die schönsten Orte und Tipps

Barcelona ist eine der schönsten Städte am Mittelmeer und bietet ein ganze Reihe an Sehenswürdigkeiten. Nirgendwo sonst gibt es z.B. mehr Bauten des katalanischen Architekturstils des Modernisme als in Barcelona.

Als ich Barcelona das erste Mal zu Studentenzeiten besuchte, war die Stadt eine zwar charmante, aber altersschwache Schönheit, braungrau, stinkend und laut. Nachts in der Nähe der Ramblas war es gefährlich, Drogendealer und Kleinkriminelle beherrschten die Gegend. Aber seit den olympischen Spielen 1992 hat sich Barcelona vollkommen geändert. Jetzt ist sie vielerorts so clean wie München und sogar sauberer als Berlin, überall wird gekehrt und gereinigt. Man geht zu Fuß, fährt mit der Straßenbahn oder nimmt eins der vielen Mietfahrräder, die an beinahe jeder Ecke stehen. Was uns wirklich erstaunt hatte, war der zivilisierte Autoverkehr.

Hier die unserer Meinung nach schönsten Sehenswürdigkeiten Barcelonas und ein paar Tipps zu Restaurants und einer wunderbaren Bäckerei:

La Sagrada Familia überragt das Stadtviertel © Siegbert Mattheis
La Sagrada Familia überragt das Stadtviertel © Siegbert Mattheis

Las Ramblas

La Rambla (das spanische Wort für Allee oder trockenes Flussbett) ist das Herz der Stadt. Da die Allee in mehrere einzelne Ramblas unterteilt ist (Rambla de Canaletes, Rambla de Sant Josep, Rambla dels Caputxins etc.), spricht man auch von Les Rambles (katalanisch) oder Las Ramblas (spanisch). Hier reihen sich Blumenstände, Kioske und Restaurants aneinander, Straßenmusiker und Künstler buhlen um die Gunst des Publikums. An der Rambla de Canaletes, die direkt an den Plaça de Catalunya anschließt, steht übrigens der Brunnen Font de Canaletes. Nach der Legende heißt es, wer aus diesem Brunnen trinkt, kommt immer wieder zurück nach Barcelona.

Las Ramblas von der Kolumbusstatue am Hafen aus gesehen © Fotolia
Las Ramblas von der Kolumbusstatue am Hafen aus gesehen © Fotolia
Las Ramblas © Siegbert Mattheis
Las Ramblas © Siegbert Mattheis

Mercat de la Boqueria

Die Markthalle La Boqueria direkt an der Rambla de Sant Josep, etwa in der Mitte der Promenade, ist der größte Lebensmittelmarkt Europas. Hier drängeln sich nicht nur Touristen um die vielen Marktstände, sondern hier kaufen auch immer noch die Einheimischen ein. Je früher Sie dort sind, desto besser, denn am Morgen ist am wenigsten los und Sie erhalten noch die frischesten Fische, Meeresfrüchte und Gemüse. Alternativ können Sie an den vielen Bars und Restaurants die katalanischen Spezialitäten in Ruhe verkosten.

Eingang zum Mercat Boqueria © Siegbert Mattheis
Eingang zum Mercat Boqueria © Siegbert Mattheis
© Siegbert Mattheis
© Siegbert Mattheis
Marktstand in der Boqueria © Siegbert Mattheis
Marktstand in der Boqueria © Siegbert Mattheis

Die Kirche La Sagrada Família

Das ist sicherlich das berühmteste Bauwerk von Barcelona. Teile der Kirche sind UNESCO Weltkulturerbe. Denn mehr als 40 Jahre arbeitete und plante der Architekt Antonio Gaudí an seinem Lebenswerk an der alles im Viertel überragenden Basilika. Gaudí hatte sie mit seinen eigenwilligen, welligen und organisch wirkenden Formen geplant, angelehnt an die Formensprache des Modernisme, der katalanischen Spielart des Jugendstils. Und auch über 90 Jahre nach seinem Tod 1926 sind die Bauarbeiten noch nicht beendet. Überall stehen noch Kräne und Gerüste rund um die einzigartige Kirche. Man schätzt, dass vielleicht im Jahre 2025 oder 2026, zum 100. Todestag von Gaudí die Kirche fertig gebaut sein wird. Die lange Bauzeit hat übrigens damit zu tun, dass Gaudí verfügt hatte, dass der Bau nur durch Spenden finanziert werden darf.

La Sagrada Familia © Fotolia
La Sagrada Familia © Fotolia

Park Güell

Dieser ebenfalls von Gaudí im Jahre 1900 geplante und bis 1914 gebaute Park entstand im Auftrag des Unternehmers, Mäzen und Politikers Eusebi Güell. Gaudí achtete dabei nicht nur auf umweltgerechtes, sondern auch auf kostengünstiges Bauen. So passte er die Bauten den natürlichen Formen des Geländes an und verwendete für die vielen Mosaiken die Scherben nahegelegener Keramikfabriken.
Früher war die Besichtigung des Parks kostenlos, aber da in den letzten Jahren immer mehr Touristen sich in dem historischen Gelände tummelten, sah sich die Verwaltung gezwungen, nur noch höchstens 400 Menschen innerhalb von 30 Minuten gegen Eintritt zuzulassen. Das gilt aber nur für einen Teil, allerdings den sehenswertesten des Parks.

Park Güell © Fotolia
Park Güell © Fotolia

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Die Stadtviertel

La Barceloneta

Das der eigentlichen Stadt vorgelagerte Viertel wurde ursprünglich von Fischern und Fabrikarbeitern bewohnt, mit vielen einfachen Fischrestaurants am Strand, sog. Chiringuitos. Im Zuge der Restaurierungsarbeiten zu den olympischen Spielen wurden viele dieser Chiringuitos abgerissen, die Häuser und Gassen renoviert. Heute ist es mit einer großzügigen Strandpromenade das In-Viertel von Barcelona mit der weithin sichtbaren Skulptur L’estel ferit von Rebecca Horn. Am Strand finden Sie etliche Strandlokale und Beach Bars, die auch in der Nebensaison geöffnet haben. Auch wenn hier vieles auf Touristen zugeschnitten ist, hat sich das Viertel doch seinen Charme bewahrt. Es gibt immer noch viele kleine Fischlokale, in denen man hervorragend essen kann.

Gasse in Barceloneta © Siegbert Mattheis
Gasse in Barceloneta © Siegbert Mattheis
Die Skulptur L'estel ferit © Siegbert Mattheis
Die Skulptur L'estel ferit © Siegbert Mattheis
Sonnenaufgang am Strand von Barceloneta © Siegbert Mattheis
Sonnenaufgang am Strand von Barceloneta © Siegbert Mattheis
Nachts in Barceloneta © Siegbert Mattheis
Nachts in Barceloneta © Siegbert Mattheis

Tipp: die Bäckerei Baluard in Barceloneta

Die Bäckerei Baluard ist ideal für den Start in den Tag. Neben köstlichen Croissants und einer großen Auswahl an Brotsorten finden Sie hier jede Menge süße Dessertspezialitäten aller Art. Und trotz der langen Schlangen bleiben die Verkäufer*innen immer supernett!

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Bäckerei Baluard © Siegbert Mattheis© Siegbert Mattheis
Suoernette Verkäuferinnen in der Bäckerei Baluard © Siegbert Mattheis© Siegbert Mattheis
Süße Verführungen in der Bäckerei Baluard in Barceloneta © Siegbert Mattheis
Süße Verführungen bei Baluard © Siegbert Mattheis

Tipp: die Tapas-Bar Jay-ca

Das Tapas-Restaurant ist schon seit 1955 eine Institution und immer ein Familienbetrieb gewesen, mit gleichermaßen einheimischen Gästen wie auch Touristen. An der abgerundeten Holzbar bestellt man seine Tapas, die immer frisch zubereitet werden, der Fisch kommt direkt von den Booten ins Restaurant. Ein Muss ist der hauseigene Wermut, serviert in einem Röhrenglas mit Eiswürfeln, zwei Fingern Gin, Bitter, Siphon, einer halben Orangenscheibe und ein paar Oliven, die Sie nicht übersehen werden. Gleich nebenan gibt es seit ein paar Jahren Jay-ca 2, wo man ein bisschen mehr Platz hat, um die leckeren Gerichte auf den markanten Fliesentischen mit dem Papagei, dem Logo des Jay-ca zu genießen.

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Traditionelle Tapas-Bar seit 1955, das Jay-ca © Siegbert Mattheis
Traditionelle Tapas-Bar seit 1955, das Jay-ca © Siegbert Mattheis
Das Logo auf den Tischen © Siegbert Mattheis
Das Logo auf den Tischen © Siegbert Mattheis

Barri Gòtic

Dieses Viertel ist das mittelalterliche, gotisch geprägte Herz von Barcelona mit schmalen, dunklen Gassen. Es gehört zu den am besten erhaltenen mittelalterlichen Altstadtvierteln in ganz Europa. Westlich liegt das alte jüdische Viertel der Stadt und rund um die gotische Kathedrale befinden sich eine ganze Reihe belebter, kleinerer Einkaufsstraßen mit oft alteingesessenen Geschäften und kleinen Boutiqueläden.

Gassen im gotischen Viertel © Siegbert Mattheis
Gassen im gotischen Viertel © Siegbert Mattheis

Tipp: Restaurant Flax & Kale in El Raval

Flax & Kale Tallers sagen von sich, sie wären das erste gesunde Flexiteriano Restaurant in Barcelona. Denn hier sind die Gerichte nicht nur für den gastronomischen Genuss, sondern auch für den Nährwert konzipiert. 80% ihres Angebots ist pflanzlich. (übersetzt heißt Flax & Kale Flachs und Grünkohl) Das mag sich puritanisch anhören, aber der Geschmack der Speisen ist wahrlich exquisit! Glutenfreie Pizza, gesunde asiatische Fusionsküche und Kombucha Lab sind nur einige der Highlights der Küche. Flax & Kale liegt etwas abseits der Touristenströme in El Raval.

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Restaurant Flax & Kale © Siegbert Mattheis
Restaurant Flax & Kale © Siegbert Mattheis
Restaurant Flax & Kale auf der Terrasse © Siegbert Mattheis
Im Flax & Kale auf der Terrasse © Siegbert Mattheis

L’Eixample

Das vom Architekturstil des Modernisme geprägte Viertel l’Eixample wurde Ende des 19. Jhs. als geplante Erweiterung (so die Übersetzung des katalanischen Wortes L’Eixample) im Schachbrettmuster mit typisch abgeschrägten Straßenecken angelegt. Hier finden Sie viele einzigartige, sehenswerte Häuser wie z.B. die Casa Milà und die Casa Batlló am Passeig de Gràcia von Antoni Gaudí, die inzwischen auch zum UNESCO-Weltkulturerbe zählen.

Casa Milà © Siegbert Mattheis
Casa Milà © Siegbert Mattheis
Casa Batlló © Siegbert Mattheis
Casa Batlló © Siegbert Mattheis

Tipp: Wave Bar im W Hotel

Das weithin sichtbare, zur Meeresseite hin konvex geformte Gebäude am Hafen gehört zur Marriot-Gruppe. Wenn Sie dort nicht unbedingt übernachten wollen (es gibt auch wunderbare Apartments in Barcelona *), können Sie dennoch von der Wave-Bar im obersten Stockwerk bei einem Drink und Tapas einen grandiosen Blick auf Barcelona genießen. Einfach mit dem Aufzug bis ganz nach oben fahren.

Das markante Hotel W © Siegbert Mattheis
Das markante Hotel W © Siegbert Mattheis
Ausblick von der Wave Bar © Siegbert Mattheis
Ausblick von der Wave Bar © Siegbert Mattheis

Siegbert Mattheis

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