Nacktbaden Südfrankreich

Nacktbaden in Südfrankreich: In ganz Frankreich ist „oben ohne“-Baden an den meisten Stränden seit vielen Jahrzehnten völlig normal, selbst an den Stadtstränden von Nizza oder Cannes. Und auch das gänzlich Nacktbaden ist nicht neu.

Schon im Mittelalter wurde in den Badehäusern nackt gebadet. Im 18 Jhdt. wurde das Nacktbaden als Wiedererwachen der altgriechischen Nacktkultur propagiert. Dabei ging es nicht um Sexualität, sondern an der Freude an der Natur und um eine Lebenseinstellung, nach der der nackte Körper kein Grund für Schamgefühle ist.

Naturalistische Bewegungen in Frankreich

In Frankreich entstanden um 1900 die ersten naturalistischen Bewegungen in Frankreich und
Nacktbaden in Südfrankreich wurde 1931 offiziell, auf der Ile du Levant vor Hyères wurde Héliopolis, das erste Nudistenzentrum eröffnet.

„France 4 Naturisme“, der französische Marktführer für FKK-Tourismus, existiert nun auch schon seit seit 30 Jahren mit 6 Feriendörfern in Südfrankreich. Die Zahl der Freunde der Freikörperkultur in den Ferien steigt ständig, und deutsche Touristen sind stark vertreten.

Die Gruppe „France 4 Naturisme“ wurde 1988 auf Initiative von Jean-Philippe Pavie und Pascal Leclère gegründet. Vier Campingdörfer in Südfrankreich (Arnaoutchot, Bélézy, La Sablière und L’Origan) hatten sich zusammengeschlossen. Ziel war es, das Image des Naturismus, des Nacktbadens zu verbessern. FKK-Ferien sollten aufgewertet und gemeinsam beworben werden. Der Markenname „France 4 Naturisme“ kommt von diesen 4 ersten Dörfern. Auch fanden die Gründer die englische Aussprache ihres Namens „France for naturism“ interessant und sinnreich.

Nacktbaden in Süd-Frankreich © F4N
Nacktbaden in Süd-Frankreich © F4N
Schöner Ausblick von der Terrasse in La Sablier © F4N
Schöner Ausblick von der Terrasse in La Sablier © F4N
Nacktbaden in Süd-Frankreich, in Sabliere © F4N
Nacktbaden in Süd-Frankreich, in Sabliere © F4N
Nacktbaden in Serignan © F4N
Nacktbaden in Serignan © F4N

Veraltetes FKK-Image in Frankreich der 80er

Zur damaligen Zeit hatte FKK in Frankreich ein veraltetes Image und wurde oft mit dem Cap d’Agde in Verbindung gebracht, der meistbesuchten FKK-Anlage der ganzen Welt. Cap d’Agde wurde im Laufe der Zeit auch ein Urlaubsziel von Swingern, mit gibt Sex-Shops und Swingerclubs.

Die ersten gemeinsamen Aktionen bestanden daher in einer Bewerbung des Naturismus auf Tourismusmessen. Zudem wurde eine Charta mit 10 Verpflichtungen ins Leben gerufen um FKK-Freunde unter den besten Bedingungen auf den Campingplätzen zu empfangen. Die Veranstalter wollten sich für eine gesunde und familienfreundliche Freikörperkultur einsetzen.
In den 90er Jahren kamen zwei neue Dörfer hinzu: Le Sérignan im Departement Hérault auf dem südfranzösischen Festland und Riva Bella auf Korsika, und später Euronat am Atlantik.

Heute ist „France 4 Naturisme“ französischer Marktführer für FKK-Ferien mit sechs Zentren.
2008 wurde „Naturisme TV“ ins Leben gerufen, eine Internetseite, die mit hunderten von Videos und Reportagen online einen großen Erfolg verzeichnete. Nach einer Marktforschungsstudie von 2015 zeigen immer mehr jüngere Personen und Familien Interesse für einen Nacktbade-Urlaub.
Deutsche Touristen sind bei „France 4 Naturisme“ nicht alleine: neben den Franzosen waren die Deutschen mit 16% Anteil die am häufigsten vertretenen ausländischen Gäste.

Weitere Informationen auf Deutsch auf der Webseite von France 4 Naturisme.

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