Coole Safari Beach Bar an fantastischem Strand in Premantura

Die kultige Safari Bar am Kap Kamenjak mitten im Naturpark Premantura war eins unserer Highlights in Istrien! Ganz am Ende des südlichen Zipfels von Istrien gelegen, überraschte sie uns total. Das war mehr, als wir erwartet hatten.

Keine standardmäßige Coca-Cola-Vitrine, keine Fast-Food-Gerichte, sondern frisch zubereitetes gutes Essen und Wein oder Bier zu absolut fairen Preisen, (z.B. 1 Liter Wein für 100 kn, ein leckerer Calamari-Burger für 35 kn). Dazu ein superfreundlicher und schneller Service (z.B. Amalia), eine liebevoll hergerichtete schattige Bar mit verwunschenen Winkeln, romantischen Sitzecken mit Ausblicken aufs Meer durch Bambushecken, Schilf und Prunkwinden. Daneben von der Natur umwucherte ausgediente Fahrräder und eine kleine Anrichte.

Jeder Sitzplatz ist einzigartig, überall liebevoll arrangierte Details © Siegbert Mattheis
Jeder Sitzplatz ist einzigartig, überall liebevoll arrangierte Details © Siegbert Mattheis
Strandgut von der Natur zurückerobert © Siegbert Mattheis
Strandgut von der Natur zurückerobert © Siegbert Mattheis
Massagerutsche, Lagerfeuerstelle ... © Siegbert Mattheis
Massagerutsche, Lagerfeuerstelle ... © Siegbert Mattheis
Guter Wein und leckerer Calamariburger © Siegbert Mattheis
Guter Wein und leckerer Calamariburger © Siegbert Mattheis

Überall selbstgebaute Schaukeln, ein Karussell, eine Rutschbahn mit Massagefunktion, Bullaugen an einen Pfahl montiert, eine Lagerfeuerstelle, Tischtennisplätze, strohgedeckte Sonnenschirme und viele andere entdeckenswerte Gerätschaften und Spiele, an denen nicht nur Kinder ihren Spaß haben.

So empfängt einen die Safari Bar in Premantura, das Karussell ist allerdings nur für Kinder © Siegbert Mattheis
So empfängt einen die Safari Bar in Premantura, das Karussell ist allerdings nur für Kinder © Siegbert Mattheis
Zwischendurch etwas Sport ... © Siegbert Mattheis
Zwischendurch etwas Sport ... © Siegbert Mattheis
Chillen im Safari-Dschungel © Siegbert Mattheis
Chillen im Safari-Dschungel © Siegbert Mattheis

Und dann der fantastische Blick auf den Strand Plaža Mala Kolumbarica mit dem Cliff Jump in der Sonne und auf das glitzernde Meer … so stellen wir uns eine perfekte Beach Bar vor!

Wir dachten zunächst, hier hätten sich hippe Youngster eine coole Geschäftsidee einfallen lassen, um an diesem Strand viel Geld zu verdienen. Als wir aber die Besitzer Vladimir und seine Tochter Eva kennenlernten, zeigte sich ein ganz anderes, viel sympathischeres Bild:

Einer der schönsten Strände Istriens, der Plaža Mala Kolumbarica © Siegbert Mattheis
Einer der schönsten Strände Istriens, der Plaža Mala Kolumbarica © Siegbert Mattheis
Der Cliff Jump am Plaža Mala Kolumbarica © Siegbert Mattheis
Der Cliff Jump am Plaža Mala Kolumbarica © Siegbert Mattheis
Dank der flach abfallenden Felsen auf der einen Seite muss man nicht von den Klippen springen, um im Meer zu baden © Siegbert Mattheis
Dank der flach abfallenden Felsen auf der einen Seite muss man nicht von den Klippen springen, um im Meer zu baden © Siegbert Mattheis

Denn die Safari Bar hat eine ganz andere, eigene Geschichte:

1993 wollte sich Vladimir, der heutige Besitzer, nach jahrzehntelanger, harter Arbeit u.a. im Bergwerk und als Kellner in der Schweiz, einfach nur ein eigenes kleines Stück Land weit weg von Menschen und Menschenmassen kaufen, um friedlich und im Einklang mit der Natur zu leben.

Er stellt seinen Wohnwagen auf und baut sich einen Tisch und eine Bank aus dem Material, das vom Meer angeschwemmt wurde. Freunde und Bekannte besuchen ihn und freuen sich mit ihm über dieses kleine Paradies. Einer der Freunde rät ihm, doch hier eine kleine Bar aufzumachen und Getränke und etwas zu Essen zu verkaufen.

Bald darauf erhält er eine Konzession, allerdings muss er für Strom und alles Weitere selbst sorgen. Stück für Stück erweitert er gemeinsam mit seiner Tochter Eva, die ihn unterstützt, den Bereich um die Bar, sie bauen eine Schaukel mit extra breitem Sitz, um auch Erwachsenen das Gefühl ihrer Kindheit wiederzubringen, gerade weil Vladimir, wie uns Eva erzählt, keine eigene Kindheit hatte, sondern schon mit 11 Jahren arbeiten musste, um seine Familie durchzubringen.

Nach und nach entstand so eine Art Abenteuerspielplatz für kleine und große Kinder, und gleichzeitig auch ein romantisches, kleines Paradies.

Nur Material, das das Meer angeschwemmt hatte, wurde hier verwendet © Claudia Mattheis
Nur Material, das das Meer angeschwemmt hatte, wurde hier verwendet © Claudia Mattheis

18 meist junge Mitarbeiter

Inzwischen können 18 Mitarbeiter von der Safari Beach Bar leben, manche sind schon seit über 20 Jahren dabei, was in der Gastronomieszene eine absolute Seltenheit darstellt.

Vladimir möchte mit seiner Safari Beach Bar Freude verbreiten, denn, wie er sagt, „nur in der Freude liegt Schönheit, und alles ist Sehnsucht nach Schönheit!“ Dazu hat er auch ein kleines Heft mit Gedichten und Gedanken über das Leben, die Wahrheit, die Schönheit, die Liebe und die Freude herausgebracht; einzelne Auszüge zieren die Tabletts, auf denen serviert wird.

Eine Beach-Bar wie aus dem Bilderbuch © Siegbert Mattheis
Eine Beach-Bar wie aus dem Bilderbuch © Siegbert Mattheis

Auf Nachhaltigkeit wird viel Wert gelegt

Aufgrund der Gefahr von Glasscherben am Strand kann die Bar leider nur Plastikgeschirr ausgeben, daher wird viel Wert auf Mülltrennung gelegt. Überall sind mit Bambus verkleidete Mülleimer verteilt, die den Müll getrennt aufnehmen. Leider hält sich nicht jeder Gast daran, deswegen gehen die Kellner immer wieder herum und sammeln den Abfall ein, auch achtlos weggeworfene Zigarettenstummel.

Schön wäre es, meint Eva seufzend, wenn jeder Gast das ebenso halten würde, und die Natur und den herrlichen Strand sauberhalten würde.

Ein kleines Manko sind allerdings die Toiletten, die vom örtlichen Entsorgungsunternehmen gerade in der Vorsaison nicht so häufig geleert werden, wie es sein sollte. Eva gestand ein, dass das ein großes Problem sei, an dessen Lösung sie gerade arbeiten.

Siegbert Mattheis

Die Lage der Safari Bar auf Google Maps ansehen

Kristallklares Wasser am Cliff Jump (dank vieler Felsstufen kommt man auch gut raus) © Siegbert Mattheis
Kristallklares Wasser am Cliff Jump (dank vieler Felsstufen kommt man auch gut raus) © Siegbert Mattheis

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