Messapier, Volk zwischen den Meeren

Die Grenzen des heutigen Apuliens spiegeln in etwa die antiken Gebiete der Daunier im Norden, der Peuketier rund um Bari und der Messapier im heutigen Salento wider.

Laut Schriften des griechischen Historikers Herodot sollen sie von den Kretern abstammen, vermutlich sind diese Volksgruppen jedoch im 11. Jhdt. v. Chr. aus Illyrien eingewandert.

Messapien bedeutet in etwa „zwischen den Meeren“. Die Messapier vermischten sich mit der anwesenden Bevölkerung und gründeten erste Städte, wie z.B. Brundisium (Brindisi), Rudiae (Lecce) oder Hodrum (Otranto). Die messapischen Städte waren unabhängig voneinander, trieben aber regen Handel untereinander und auch mit anderen Regionen der Magna Graecia, den von Griechen kolonialisierten Regionen Süditaliens.

Eine der bekanntesten Hinterlassenschaften der Messapier war ihre Keramikmalerei. Die Verzierungen bestanden vorwiegend aus geometrischen Mustern, die auf Vasen oder kultischen Objekten wie der Trozzella aufgetragen wurden. Gerade in Gnatia (Egnazia) fand man viele dieser Keramikvasen, heute unter dem Namen Gnatia-Vasen bekannt. Einige Stücke sind im Museum von Egnazia ausgestellt, weitere Funde finden sich im Archäologischen Nationalmuseum in Tarent.

Eine messapische, kulitsche Trozzella-Vase aus dem 4. Jhdt. v. Chr. im Museum Egnazia © Siegbert Mattheis

Die Messapier entwickelten eine Schriftsprache, die vieles aus dem Griechischen übernahm, ähnlich übrigens wie die Sprache der Etrusker.

Diese Schriftsprachen bilden den Ursprung unserer heutigen „lateinischen“ Schrift. Denn die Römer übernahmen viele Gebräuche und Traditionen dieser Kulturen.

Die Schrift der Messapier ist noch nicht abschließend untersucht, zumal noch nicht allzu viele Inschriften ausgegraben worden sind. In unseren Recherchen haben wir unterschiedliche Zeichen gefunden, auch mehrere für einen Buchstaben, deswegen haben wir uns für die mit der größten Übereinstimmung entschieden. Aber wir wollten ja auch hier keine wissenschaftliche Abhandlung daraus machen, sondern Ihnen ermöglichen, einmal etwas in Messapisch, also quasi in „Antik-Apulisch“ zu schreiben:

Tippen Sie auf das Bild, dann öffnet sich die Seite zum Schreiben:

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