Ein knisterndes Kaminfeuer schafft Atmosphäre und wohlige Wärme. Doch wie gelingt das perfekte Feuer ohne Qualm und Ruß? In diesem FAQ-Guide beantworten wir alle wichtigen Fragen rund ums richtige Anfeuern, die beste Holzwahl und die optimale Luftzufuhr.

Romantische Stimmung durch ein perfektes Kaminfeuer
Unser erstes Kaminfeuer war allerdings ein Katastrophe 😉 . Die romantische Stimmung damals in unserem Ferienhaus mit offenen Kamin war schnell dahin, als der Qualm das Zimmer verrußte und das Feuer immer wieder ausging. Danach habe ich mir fachmännischen Rat geholt bei jemandem mit über 20 Jahren Erfahrung im perfekten Kaminfeuer.
Wie macht man also ein richtig gutes Kaminfeuer?
Zu einem schönen, breiten Kaminfeuer mit herrlicher Flamme und langer Dauer muss man ein paar grundlegende Punkte beachten:
- Das richtige Holz
- Die richtige Schichtung
- Das richtige Anzünden
- Die richtige Belüftung
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Welches Holz eignet sich am besten für ein Kaminfeuer?
Für ein perfektes Kaminfeuer ist die Wahl des richtigen Brennholzes entscheidend. Grundsätzlich muss jedes Holz, das ihr verwendet, richtig trocken und unbehandelt sein. Der ideale Feuchtigkeitsgrad liegt zwischen 10 und 20 Prozent.
Buchenholz, der Klassiker
Buchenholz ist das beste Brennholz für euer Kaminfeuer. Es brennt schön gleichmäßig und langsam ab, wodurch ihr lange Freude an eurem Feuer habt.
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Eichenholz für maximale Hitze
Eichenholz eignet sich ebenfalls hervorragend. Es verbrennt beinahe wie Kohle, entwickelt den geringsten Ruß und erzeugt die höchste Hitze. Achtet darauf, dass Eiche wirklich sehr gut getrocknet ist.
Birkenholz für die schönste Optik
Birke ergibt das schönste, harmonischste Feuer mit einer leicht bläulichen Flamme. Der Nachteil: Birkenscheite brennen ziemlich schnell ab, sodass ihr öfter nachlegen müsst.

Welches Holz sollte man für ein Kaminfeuer vermeiden?
Grundsätzlich kann man natürlich jede Holzart verwenden, aber einige sind nur bedingt geeignet:
Kiefernholz, bedingt geeignet
Kiefer ist für ein Kaminfeuer weniger geeignet. Durch den hohen Harzanteil verbrennt sie zwar sehr schnell und entwickelt hohe Hitze, produziert aber auch mehr Rauch und Qualm. Das Ergebnis: schmierige Rußablagerungen auf dem Kaminfenster.
Nadelholz: Vorsicht vor Funkenflug
Für ein richtig knisterndes Feuer eignet sich Nadelholz wie Fichte oder Tanne. Allerdings ist der Funkenflug sehr stark und unberechenbar. Bei einem offenen Kamin ohne Scheibe solltet ihr deshalb besonders vorsichtig sein.
Obsthölzer sind nicht empfehlenswert
Von Obsthölzern raten wir ab. Sie qualmen fürchterlich und brennen nicht harmonisch ab.
Wie schichtet man Kaminholz richtig?
Die richtige Schichtung ist entscheidend, denn Feuer brennt von oben nach unten ab. So geht ihr vor:
- Legt zuunterst zwei große Scheite mit einer Lücke dazwischen, damit Luft für einen besseren Zug strömen kann
- Darüber schichtet ihr ebenfalls zwei große Holzscheite, wieder mit einer kleinen Lücke
- Die Scheite sollten etwa 25 bis 30 cm lang sein und einen Umfang von 10 bis 15 cm haben
Die Lücken zwischen den Scheiten sind wichtig für die Luftzirkulation und sorgen für ein besseres Brennverhalten.

Wie zündet man ein Kaminfeuer richtig an?
Zwischen die obere Lücke legt ihr nun zwei bis drei Kaminanzünder. Am besten nehmt ihr umweltschonende Bio-Anzündwolle. Zündet die Wolle mit einem Stabfeuerzeug an und schließt die Glastür des Kaminofens.


Warum schwächelt das Feuer anfangs?
Wundert euch nicht, wenn nach kurzer Zeit das Feuer zu schwächeln scheint. Jetzt entwickelt sich erst einmal die Hitze. Dadurch entsteht langsam ein langflammiges Feuer, das den Kamin schnell auf Betriebstemperatur bringt. Die austretenden Holzgase können sich dann schnell entzünden und die Reaktion von selbst unterhalten. Denn eigentlich verbrennt nicht das Holz selbst, sondern die gasförmigen Kohlenwasserstoffe, die sich durch die Hitze aufspalten.


Warum sollte man kein Zeitungspapier verwenden?
Zeitungspapier ist zum Anzünden nicht geeignet. Es verbrennt viel zu schnell und die Druckerschwärze enthält giftige Bestandteile, die man nicht einatmen sollte.
Wie stellt man die Luftzufuhr beim Kaminfeuer richtig ein?
Die richtige Luftzufuhr ist entscheidend für ein perfektes, langlebiges Kaminfeuer:
Beim Anzünden
Zu Beginn sollten Abzugsklappe und Luftzufuhr ganz offen sein. So bekommt das Feuer ausreichend Sauerstoff für eine optimale Entwicklung.
Nach 10 Minuten
Wenn sich das Kaminfeuer nach etwa 10 Minuten einigermaßen entwickelt hat, drosselt ihr die Luftzufuhr auf etwa die Hälfte. So entwickelt sich eine nicht zu starke Hitze und das Feuer brennt nicht zu schnell herunter.
Bei angenehmer Raumtemperatur
Wenn es im Raum angenehm warm geworden ist, könnt ihr die Luftzufuhr noch ein wenig weiter drosseln. So hält sich euer perfektes Kaminfeuer länger.

Welchen Einfluss hat das Wetter auf das Kaminfeuer?
Ein perfektes Kaminfeuer hängt nicht nur von Holz, Schichtung und Luftzufuhr ab, sondern auch von der Wetterlage und dem Luftdruck.
Was ist eine Inversionswetterlage?
Bei einer Inversionswetterlage sind die oberen Luftschichten wärmer als die unteren. Die warme Luft drückt dabei den Rauch nach unten, das Feuer kann nicht richtig “atmen” und brennt somit schlechter. An solchen Tagen kann es schwieriger sein, ein optimales Feuer zu entfachen.

Zusammenfassung: Die wichtigsten Tipps für euer perfektes Kaminfeuer
Mit der richtigen Technik gelingt euch ein wunderschönes Kaminfeuer, das eine wohlige Wärme ausstrahlt, nicht rußt oder qualmt und lange vor sich hin knistert und brennt:
- Verwendet trockenes, unbehandeltes Holz mit 10-20% Feuchtigkeit
- Buche ist die beste Wahl für ein gleichmäßiges Feuer
- Schichtet die Scheite mit Lücken für optimale Luftzufuhr
- Nutzt Bio-Anzündwolle statt Zeitungspapier
- Regelt die Luftzufuhr nach Entwicklung des Feuers
- Beachtet die Wetterlage für optimales Brennverhalten
Wir wünschen euch wunderschöne Stunden bei eurem perfekten Kaminfeuer!
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Siegbert Mattheis, Jahrgang 1959, ist seit seinem ersten Italienaufenthalt 1977 vom mediterranen Lebensgefühl begeistert. Seitdem bereist er mehrmals im Jahr die Länder rund um das Mittelmeer. Nach seinen Studien Kommunikationsdesign, Philosophie, Wissenschaftstheorie und Kunstgeschichte gründete er eine Werbeagentur, die er seit 1998 gemeinsam mit seiner Frau Claudia Mattheis führt. 2002 bauten beide gemeinsam Ambiente–Mediterran.de auf, das inzwischen größte Lifestyle-Magazin rund um die mediterrane Kultur. Darüber hinaus ist er Fachjournalist und Fotograf, begeisterter Hobbykoch und Liebhaber stilvoller Einrichtung. Gründliche Recherche und Liebe zum Detail gehören zu seinen Leidenschaften. Mit seiner Frau lebt er in Berlin Prenzlauer Berg.





