Wir waren im September in Getaria und empfanden den Ort als echten Geheimtipp. Natürlich ist das Dorf im Baskenland aber kein unentdeckter weißer Fleck mehr.
Denn auf den ersten Blick ist Getaria ein malerisches Fischerdorf an der baskischen Küste. Aber auf den zweiten Blick haben wir uns gefragt, wie ein Ort mit nur wenigen Tausend Einwohnern so viele Persönlichkeiten und Geschichten hervorbringen konnte.
Lohnt sich Getaria?
Auf jeden Fall, wenn ihr im Baskenland seid. Denn hier wurde ein Seefahrer geboren, der die erste Weltumsegelung vollendete. Hier kam einer der einflussreichsten Modeschöpfer des 20. Jahrhunderts zur Welt. Und eine berühmte Sängerin und Mutter des Opernstars Placido Domingo wure hier geboren. Außerdem wachsen rund um den Ort die Reben für einen Wein, der schmeckt, als hätte man die raue Atlantikluft gleich mit ins Glas gefüllt.
Getaria ist aber auch ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge nach Bilbao, Gernika oder Donostia San Sebastián. Doch verglichen damit wirkt der Ort angenehm überschaubar, bodenständig und wunderbar entspannt. Am Hafen wird gearbeitet, über den Gassen hängt Wäsche an den Balkonen, vor den Restaurants glüht die Holzkohle und über allem liegt der Duft von Meer und gegrilltem Fisch.
Wo liegt Getaria?
Getaria liegt rund 25 Kilometer westlich von San Sebastián. Das historische Zentrum schiebt sich auf einem schmalen Küstenstreifen zwischen Weinberge und Kantabrisches Meer. Direkt davor erhebt sich der Berg San Antón, dessen Umriss an eine Maus erinnert. Deshalb nennen ihn die Einheimischen Ratón de Getaria, die Maus von Getaria. Der frühere Inselberg ist bereits seit Mitte des 15. Jahrhunderts durch einen Damm mit dem Festland verbunden.
Welche Sehenswürdigkeiten sollte man in Getaria sehen?
Trotz seiner geringen Größe hat Getaria doch einiges an Sehenswertem zu bieten:
1. Die Altstadt
Getarias historischer Kern ist mit nur vier parallelen Gassen ziemlich klein, aber voller schöner Details. Sie sind dazwischen mit Treppen und schmalen Gässchen miteinander verbunden.
In der Hauptgasse Kale Nagusia mit vielen kleinen Restaurants flanieren die Tourist:innen hinunter zum Hafen, die Seitengassen sind hingegen sind nahezu leer. Dort findet ihr aber auch noch einige mittelalterliche Gebäude, kleine Geschäfte und Wohnhäuser.
Der modernere Teil des Ortes erstreckt sich auf der südlichen Seite der Durchgangsstraße den Berg hinauf. Glücklicherweise kann man mit Rolltreppen und einem Aufzug ohne große Anstrengung bis ganz oben gelangen. Dort gibt es auch einen großen Supermarkt und einige kostenlose Parkplätze.
2. Die Kirche San Salvador
Eine ungewöhnliche Kirche! Von außen wirkt San Salvador fast wie eine Festung (so war sie auch gedacht) und innen ist sie ziemlich schräg, im wahrsten Sinne des Wortes. Der Boden steigt wegen des felsigen Untergrundes leicht an, die Wände laufen zur Apsis hin aufeinander zu und man findet wenig symmetrische Linien.
Wir fanden sie ziemlich urig, wenn man das von einer Kirche sagen kann. Denn der Bau entwickelte sich in mehreren Phasen und wurde gewissermaßen „rückwärts“ erweitert: nicht wie üblich vom Chor zum Eingang, sondern vom Eingang in Richtung Apsis.
1895 wurde die Kirche zum Nationaldenkmal erklärt. Der baskische Bildhauer Jorge Oteiza bezeichnete sie als „Kathedrale der baskischen Kirchen“.
Und sie steht direkt über dem geduckten, tunnelartigen Eingang vom Hafen zum Dorf, der Katrapona, von den Einheimischen liebevoll Pia-Pia genannt.
3. Die Katrapona
Die Katrapona ist etwas Besonderes. Der gewölbte Durchgang führt unter der Kirche hindurch von der Altstadt zum Hafen. Er war Teil der mittelalterlichen Verteidigungsanlage.
Der Boden war früher etwas tiefer gelegen. Das erkennt man an den gotischen Stürzen, durch die man mittendrin in die Kapelle der Barmherzigkeit, die als Krypta der Kirche fungiert, blicken kann. Traditionell soll man eine Münze in die Kapelle werfen, wenn man den Wunsch hat, wiederzukommen (was wir nur wärmstens empfehlen können;) ).
Gleich daneben findet ihr das Tourismusbüro, in dem man auch gut noch einige Stützmauern der Kirche sehen kann. Besucht es auf jeden Fall und lasst euch vor allem von den freundlichen Mitarbeiter:innen wie Erkunde ein paar Wörter auf Baskisch beibringen, z. B. “Eskerrik asko” (“Vielen Dank”) oder “Ez horregatik“ (“Gern geschehen, keine Ursache”). Mit ein paar Worten Baskisch erhaltet ihr von jedem Einwohner sofort ein freudiges Lächeln.
Lasst euch auch gleich den kleinen Sprachführer mitgeben 😉 .
4. Der Hafen und die Fischrestaurants
Rund um den Hafen „stört“ die riesige moderne Fischverarbeitungshalle etwas den mittelalterlichen Gesamteindruck. Aber klar, sie ist keine dekorative Kulisse, sondern Teil des lebendigen Ortes, der vom Fischfang lebt. Aber dafür entschädigen die absolut frischen Fische, die in den Restaurants am Hafen und in der Altstadt traditionell über Holzkohle köstlich gegrillt werden.
Vor dem Grillen werden sie gesalzen und mit einer Mischung aus Olivenöl, Limettensaft und Knoblauch übergossen, mehr braucht es nicht. Einige dieser renommierten Fischrestaurants wie das Iribar sind weit über das Baskenland hinaus bekannt und entsprechend teuer und schnell ausgebucht. Aber gute Grillküche findet ihr dennoch fast überall in Getaria, wie z. B. die empfehlenswerten Restaurants Mayflower und Amona Maria auf der Terrasse mit Blick auf den Hafen.
5. Das Cristóbal Balenciaga Museum
Wir hatten ein eher kleines, dörfliches Museum erwartet. Aber das stylishe, 2011 eröffnete Museum verbindet den historischen Aldamar-Palast mit einem modernen Baukörper aus viel Glas. Es ist das weltweit erste Museum, das nur einem einzigen Modeschöpfer gewidmet ist.
Seine umfangreiche Sammlung widmet sich Balenciagas Leben, seiner handwerklichen Präzision und seinem Einfluss auf die Modegeschichte. Wir sind nun keine passionierten Fashionistas und wussten vorher nicht viel über ihn. Daher waren wir total überrascht, wie viele seiner Kreationen und die seiner Schüler wie Givenchy wir doch aus Filmen oder Magazinen kannten.
Kein Wunder, denn der Gründer selbst galt als „König der Haute Couture“ und kleidete die elegantesten Frauen seiner Zeit ein. Zu den berühmtesten Kundinnen von Balenciaga gehörten Grace Kelly, Ava Gardner, Audrey Hepburn, Ingrid Bergman, Marlene Dietrich und Jackie Kennedy.
Heutige Stars wie Nicole Kidman, Carey Mulligan, Salma Hayek, Michelle Yeoh, Naomi Watts, Isabelle Huppert oder Angelina Jolie führen die Tradition fort und tragen Balenciaga.
6. Das Elkano-Denkmal und Elkano, Mundubira Espazioa
Das monumentale Elkano-Denkmal an der oberen Straße ist kaum zu übersehen. Es wurde zum 400. Jahrestag der Weltumsegelung 1925 eingeweiht.
Im Inneren erinnert eine Gedenkhalle an den Seefahrer und die nur 17 Männer aus unterschiedlichen Nationen, die mit ihm zurückkehrten. Ursprünglich war die Expedition mit 248 Seeleuten gestartet. Ergänzend informiert der Ausstellungsraum Elkano, Mundubira Espazioa über die erste Weltumsegelung und ihren historischen Zusammenhang. Zwei weitere Denkmale, je eine Statue aus Marmor von 1881 und eine aus Bronze, ursprünglich von 1861 stehen im Dorf.
7. Die Strände Malkorbe und Gaztetape
Malkorbe liegt geschützt östlich des Hafens und eignet sich wegen der geschützten Lage und dem somit ruhigeren Wasser eher zum Baden mit Kindern.
Gaztetape auf der Westseite des San Antón ist kleiner und stärker dem offenen Meer ausgesetzt. Dort finden auch Surfer bessere Bedingungen. Allerdings sind dort auch Flysch-Ablagerungen zu finden, die nur bei Ebbe sichtbar sind; bei Flut liegen sie nur knapp unter Wasser. Wenn man unachtsam darüber schwimmt, kann man sich dort gerne ein paar böse Schrammen holen.
8. Der Monte San Antón, die „Maus von Getaria“
Wenn ihr genug Zeit habt, solltet ihr auch einen Spaziergang auf den San Antón unternehmen. Ein Weg führt rund um den Berg zu Aussichtspunkten, dem Leuchtturm und dem früheren Wachtposten. Der Aufstieg ist leichter, als er aussieht, man kann es gut in einer Viertelstunde bis 20 Minuten schaffen 😉 .
Als Belohnung wartet unten das unkomplizierte Selbstbedienungs-Restaurant Ketarri mit leckeren Pintxos und einem perfekten Sundowner-Blick übers Meer.
9. Die Txakoli-Weinberge
Rund um Getaria wachsen die Reben teilweise mit Blick aufs Meer. Der Wein der geschützten Herkunftsbezeichnung Getariako Txakolina wird vor allem aus der weißen Rebsorte Hondarrabi Zuri gekeltert.
Typisch für den Txakolí sind Frische, deutliche Säure und je nach Ausbau eine leichte natürliche Kohlensäure. Mich hat er ein wenig an einen Riesling erinnert.
Einige Weingüter bieten auch Führungen und Verkostungen an. Spontan vorbeizufahren ist allerdings nicht immer eine gute Idee. Reserviert am besten vorher.
Was ist der Ursprung von Getaria?
Nachdem Alfons VIII. von Kastilien das Gebiet im Jahr 1200 erobert hatte, bestätigte er die Rechte Getarias 1209. Dieses Jahr gilt daher häufig als offizielles Gründungsjahr, obwohl die Siedlung und wohl auch ihre Privilegien älter sind. Denn bei Ausgrabungen wurden auch Spuren aus römischer Zeit gefunden. Als befestigte Hafenstadt entstand Getaria jedoch erst im Mittelalter.
Die Lage zwischen Land und Meer bestimmte die Entwicklung. Getaria wurde zum Handels-, Fischerei- und Walfanghafen. Der harpunierte Wal im Stadtwappen erinnert noch heute daran, wie wichtig der Walfang im Mittelalter und in der frühen Neuzeit für den Ort war.
1397 trat in der Kirche San Salvador die Bruderschaft von Gipuzkoa zusammen, eine Vorläuferin der späteren Provinzordnung. Getaria erlebte danach jedoch nicht nur Wohlstand. Kriege, Angriffe und Brände zerstörten Teile der Stadt wiederholt. 1638 wurde die Bucht zum Schauplatz einer Seeschlacht zwischen einer französischen und einer spanischen Flotte. Auch während der napoleonischen Kriege nahm der Ort schweren Schaden.
Welche berühmten Söhne und Töchter stammen aus Getaria?
Für seine Größe besitzt Getaria eine erstaunliche Dichte berühmter Persönlichkeiten. Zwei Namen kennt fast die ganze Welt. Eine bedeutende Tochter des Ortes ist dagegen außerhalb Spaniens weit weniger bekannt.
Elkano, der erste Weltumsegler
Juan Sebastián Elkano (spanisch Elcano) wurde um 1487 in Getaria geboren, sein Geburtshaus überblickte die Bucht Gaztetape, einige Grundmauern stehen noch dort. Elkano gehörte zur Expedition, die 1519 unter Ferdinand Magellan aufbrach, um auf westlichem Weg die Gewürzinseln zu erreichen.
Magellan starb 1521 auf den Philippinen. Elkano übernahm das Kommando über die verbliebene Victoria und führte sie über den Indischen Ozean und um das Kap der Guten Hoffnung zurück nach Spanien. Am 6. September 1522 erreichten lediglich 18 Männer der ursprünglich rund 240 Expeditionsteilnehmer Sanlúcar de Barrameda. Damit war die erste belegte Weltumsegelung vollendet.
Getaria erinnert an vielen Stellen an Elkano. In der Kirche San Salvador befindet sich außerdem eine Gedenkplatte, die bereits 1671 zu Ehren des Seefahrers angebracht wurde.
Pepita Enbil: die Königin der Zarzuela
Josefa „Pepita“ Enbil Etxaniz wurde 1918 in Getaria geboren und war die Mutter des Opernstars Placido Domingo. Die Sopranistin gehörte zu den bedeutenden Interpretinnen der Zarzuela, einer spanischen Form des Musiktheaters, und wurde als „Königin der Zarzuela“ bekannt. Nach Auftritten in Spanien zog sie mit ihrem Ehemann, dem Bariton Plácido Domingo Ferrer, nach Mexiko. In Getaria erinnert unter anderem ihr Geburtshaus an Pepita Enbil und eine Musikschule.
Cristóbal Balenciaga: vom Fischersohn zum Meister der Haute Couture
Cristóbal Balenciaga Eizaguirre wurde 1895 in Getaria geboren. Sein Vater war Fischer, seine Mutter Schneiderin. Sie arbeitete unter anderem für die Familie der Markgrafen von Casa Torres, die ihre Sommer in Getaria verbrachte. So kam der junge Balenciaga früh mit Stoffen, Handwerk und der eleganten Kleidung wohlhabender Kundinnen in Berührung.
Später eröffnete er Modehäuser in San Sebastián, Madrid und Barcelona. 1937 präsentierte er seine erste Pariser Kollektion. Mit präzisen Schnitten, skulpturalen Volumen und neuen Silhouetten prägte er die Haute Couture entscheidend.
Praktische Tipps und häufig gestellte Fragen
Für Altstadt, Hafen und San Antón reichen etwa vier bis fünf Stunden. Mit dem Balenciaga Museum, einer ausgedehnten Mittagspause oder einer Txakoli-Verkostung lohnt sich ein ganzer Tag. Wer den Sonnenuntergang und die Abendstimmung auf der Terrasse erleben möchte, sollte über Nacht bleiben.
Ein großer Teil der Besucherparkplätze liegt im Hafenbereich. Die Markierungen haben unterschiedliche Bedeutungen: Weiß umrandete Flächen sind ganzjährig kostenlos, blaue Flächen saisonal gebührenpflichtig und blau-weiße Flächen Kurzzeitparkplätze mit maximal 40 Minuten. Im September ist die regulierte Zone täglich von 10 bis 20 Uhr aktiv. Prüft dennoch immer die Beschilderung vor Ort, da Regeln geändert oder Flächen vorübergehend gesperrt werden können.
Fahrzeuge über 1,90 Meter und Wohnmobile dürfen nicht alle Hafenzufahrten benutzen. Für Wohnmobile gibt es an der Playa Gaztetape einen gesonderten Bereich mit begrenzter Kapazität.
Einige kostenlose Parkplätze findet ihr im oberen Teil des Ortes. Sie sind mit weißen Linien gekennzeichnet. Wenn ihr keine weiteren Schilder, Hinweise oder Buchstaben dabei findet, sind sie wirklich kostenlos. Parkt aber niemals an den mit “Residente” oder auch nur “R” oder “E” gekennzeichneten Flächen. Die sind nur für die Anwohner:innen reserviert.
Regionale Busse verbinden Getaria unter anderem mit Zarautz, Zumaia und San Sebastián. Die Fahrpläne können jedoch saisonal variieren. Prüft die Verbindung deshalb am Reisetag beim regionalen Verkehrsverbund.
Der nächste Bahnhof liegt in Zarautz.
Ja. Die rund vier Kilometer lange Promenade folgt weitgehend der Küste und bietet immer wieder freie Blicke auf das Meer. Sie ist eine schöne Möglichkeit, Getaria ohne Parkplatzsuche zu besuchen. Allerdings verläuft der Weg unmittelbar an der Küstenstraße (immerhin gut vom Autoverkehr abgetrennt) und ist kein einsamer Naturpfad. Etwa 40 bis 50 Minuten sollte ihr dafür schon einplanen
Mai, Juni und September sind für Spaziergänge und Besichtigungen die angenehmere Zeit. Im Juli und August wird es voller. Im Baskenland kann es jedoch zu jeder Jahreszeit regnen. Packt auch bei freundlicher Vorhersage eine leichte Regenjacke ein. Das Wetter am Golf von Biskaya wechselt schnell, wie wir es selbst erleben konnten 😉 .
Es gibt sehr viele gute Restaurants in Getaria. Wer gegrillten Fisch probieren möchte, sollte besonders am Wochenende unbedingt vorher reservieren. Es lohnt sich, nach Tagesfang und natürlich Preis zu fragen. Größere Fische werden nach Gewicht berechnet und für mehrere Personen serviert.
Unbedingt einen Fisch vom Holzkohlegrill! Unsere Empfehlung ist el rape, (Monkfish oder Seeteufel), denn der hat wunderbar festes Fleich und keine Gräten 😉 .
Oder auch Pulpo en su tinta, kleine Tintenfische in ihrer Tinte und Anchovis aus der Region, Bonito del Norte und den Wein Txakoli. Manche werden traditionell gern aus etwas Höhe eingeschenkt. Das sieht nicht nur effektvoll aus, sondern belüftet den jungen Wein und bringt seine Frische stärker zur Geltung und nimmt etwas von der Säure.
Probiert auch Cidra, der wird immer aus großer Höhe eingeschenkt, denn durch Belüftung und Kohlensäurefreisetzung ist der Eindruck frischer. Die Flasche hat einen speziellen Korken, der umgedreht zu einem schmalen Auslass wird.
Getaria ist im Baskenland bekannt und wegen seiner Restaurants sowie des Balenciaga Museums längst kein unentdeckter Ort. Im Vergleich zu San Sebastián oder Bilbao wirkt es jedoch deutlich entspannter und ruhiger. „Geheimtipp“ beschreibt daher eher die angenehme Atmosphäre als einen unbekannten Platz.
Getaria ist der offizielle baskische Name und heute die übliche Schreibweise. Guetaria ist die traditionelle spanische Form, die weiterhin in älteren Texten und manchen spanischsprachigen Veröffentlichungen erscheint. Daher wird das G vor dem e auch nicht als spanisches ch ausgesprochen.
Getaria hat sogar zwei Strände. Malkorbe liegt geschützter auf der Ostseite und hat meist ruhigeres Wasser. Gaztetape liegt westlich des San Antón am offeneren Meer und ist bei stärkerem Wellengang auch bei Surfern beliebt.
Grundsätzlich ja, wenn ihr nur die wichtigsten Punkte sehen möchtet. Für einen entspannten Besuch mit Museum, Essen und Wanderung ist ein Tag pro Ort jedoch besser. Besonders die Flyschküste im nahegelegenen Zumaia verdient ausreichend Zeit. Die solltet ihr am besten bei Ebbe besuchen, denn dann sind die Flysch-Ablagerungen im Meer am besten zu sehen.
Der Hafenbereich und Teile der Promenade sind gut durch eine große Rampe zugänglich. In der mittelalterlichen Altstadt wird es jedoch schwieriger. Sie besitzt Steigungen, Treppen und unebenes Pflaster.
Zum Balenciaga Museum führen Rolltreppen von der Straße aus nach oben (allerdings nicht nach unten, es gibt aber eine Rampe). Das Museum selbst ist barrierefrei ausgestattet und stellt nach Verfügbarkeit Rollstühle bereit. Für konkrete Anforderungen solltet ihr vorab beim Museum oder Tourismusbüro nachfragen.
Die Expedition begann 1519 unter Ferdinand Magellan. Nach Magellans Tod führte Juan Sebastián Elkano aus Getaria die Victoria nach Spanien zurück und vollendete 1522 mit 17 weiteren Überlebenden die erste belegte Erdumrundung.
Warum Getaria auf uns so sympathisch wirkt
Die Menschen hier sind sehr entspannt und ausgesprochen freundlich. Abends, wenn die meisten Tagesurlauber abgereist sind, trifft sich gefühlt das halbe Dorf auf der großen Terrasse am Hafen. Familien mit kleinen Kindern, Jugendliche, Mitglieder des Rudervereins von Getaria und ältere Menschen feiern sich und das Leben bei eine Glas Txakoli, einem Wermut oder einem Kalimotxo (Rotwein mit Cola, in Bayern scherzhaft als „Kalte Muschi“ übersetzt 😉 ), der hier im Baskenland 1972 erfunden wurde.
Wir wünschen euch einen wunderschönen Aufenthalt in dem Fischerdorf und möglichst gutes Wetter!
Siegbert Mattheis
Siegbert Mattheis, Jahrgang 1959, ist seit seinem ersten Italienaufenthalt 1977 vom mediterranen Lebensgefühl begeistert. Seitdem bereist er mehrmals im Jahr die Länder rund um das Mittelmeer. Nach seinen Studien Kommunikationsdesign, Philosophie, Wissenschaftstheorie und Kunstgeschichte gründete er eine Werbeagentur, die er seit 1998 gemeinsam mit seiner Frau Claudia Mattheis führt. 2002 bauten beide gemeinsam Ambiente–Mediterran.de auf, das inzwischen größte Lifestyle-Magazin rund um die mediterrane Kultur. Darüber hinaus ist er Fachjournalist und Fotograf, begeisterter Hobbykoch und Liebhaber stilvoller Einrichtung. Gründliche Recherche und Liebe zum Detail gehören zu seinen Leidenschaften. Mit seiner Frau lebt er in Berlin Prenzlauer Berg.





































