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Maut in Spanien, wie bezahlen und welche Spur nehmen?

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In Spanien gibt es kostenlose staatliche, sog. autovías (A) sowie privat betriebene, kostenpflichtige Autobahnen und Autobahnabschnitte mit Mautgebühren, autopistas (AP) genannt. Diese sind dafür aber deutlich besser ausgebaut. Generell muss man dabei mit Kosten von etwa 10 Euro pro 100 km rechnen.

Autobahn mit blauem Schild
Die Autovía del Mediterráneo ist kostenlos befahrbar © Wikipedia
Weiße Straßenspuren auf blauem Grund, darüber der Schriftzug autovia
Das Zeichen für eine kostenlose "autovía" © Wikipedia
Weißes Autobahnzeichen auf blauem Grund
Das Zeichen für eine kostenpflichtige "autopista" © Wikipedia

Wie bezahle ich die spanischen Mautkosten?

Sie können die Kosten ähnlich wie in Frankreich oder Italien in bar, mit Kreditkarte oder per elektronischer Telepass-Mautbox (in Spanien nennt sich das elektronische Mautsystem Via-T) begleichen. EC-Karten werden allerdings nicht akzeptiert.

  1. Bar bezahlen: Dazu nehmen Sie die Spur, über der „Manual“ angezeigt wird oder lediglich ein grüner Punkt leuchtet.

Dabei entnehmen Sie bei den meisten Einfahrtstationen ein Ticket durch Knopfdruck aus dem Automaten. Manchmal gibt es auch Autobahnabschnitte, für die Sie eine pauschale Gebühr entrichten müssen, unabhängig von der gefahrenen Strecke. An den Zahlstellen müssen Sie dafür eine personell besetzte Fahrspur anfahren. Sie übergeben dem Personal das Mautticket und zahlen den geforderten Betrag in bar.

2. Mit Kreditkarte bezahlen: Dies Spuren sind mit einem Kartensymbol gekennzeichnet
Stecken Sie zuerst das Ticket und anschließend die Kreditkarte zur Bezahlung der Maut in den Automaten.

3. Elektronisch bezahlen: Dazu nutzen Sie einfach die Spur, die mit einem weißem T, Telepeaje oder VIA-T gekennzeichnet ist.
Mithilfe einer Mautbox können Sie ohne anzuhalten (mit max. 30 km/h Geschwindigkeit) die Mautstationen passieren, denn die Mautkosten werden über die Box automatisch registriert. Mautbeträge werden bequem über Ihr hinterlegtes Zahlungsmittel abgerechnet.

Eine Mautbox erhalten Sie z.B. beim deutschen Anbieter Maut1.de*. Diese Mautbox kleben Sie am besten oben an die Windschutzscheibe neben dem Rückspiegel an. Sie hat etwa die Größe eines Mobiltelefons.

Die Mautbox von Maut1.de können Sie außer für Spanien auch für Frankreich, Italien und Portugal sowie demnächst auch für Kroatien nutzen.

weiße Mautbox
Telepass-Mautbox von Maut1.de

Was ist der Unterschied zwischen dem T im blauen Kreis und dem Rechteck?

Alle Fahrspuren, die mit einem blauen Kreis mit einem weißen „T“ gekennzeichnet sind, sind ausschließlich für VIA-T-Mautbox-Nutzer reserviert.
Fahrspuren mit einem blauen Rechteck mit weißem „T“ erlauben neben der VIA-T-Mautbox auch zusätzliche Zahlungsmittel, etwa Kreditkarten oder Bargeld.

Tipps GetYourGuide*

Wovon hängt die Maut in Spanien ab?

Die Höhe der Mautkosten auf dem spanischen Festland ist zudem abhängig von der jeweiligen Fahrzeugkategorie. Es gibt drei verschiedene Kategorien, die sich folgendermaßen unterscheiden:

  • Kategorie 1: Motorräder und Kraftfahrzeuge bis drei Achsen (ohne Zwillingsbereifung)
  • Kategorie 2: Kraftfahrzeuge bis drei Achsen mit Zwillingsbereifung
  • Kategorie 3: Alle Kraftfahrzeuge mit vier oder mehr Achsen

Gibt es Maut auf Mallorca und den kanarischen Inseln?

Auf Mallorca gibt es seit Jahresende 2017 keine Mautpflicht mehr. Zuvor war der Tunnel von Sóller gebührenpflichtig. Diese Gebühr wurde komplett abgeschafft, so dass diese wichtige Verkehrsader auf der beliebten Mittelmeerinsel kostenfrei befahren werden kann. Auch auf Ibiza und auf den kanarischen Inseln existiert keine Maut.

Einen Überblick über die Mautkosten in Spanien erhalten Sie auf der (spanischen) Seite der Autopistas

¡Buen viaje!

Siegbert Mattheis

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