Paradiese in Frankreich zwischen Land und Meer

Languedoc-RoussillonLanguedoc-Roussillon – Verlockende Destination für Naturfreunde.

Von der Camargue bis zu den Pyrenäen, aber auch im Hinterland prägen grandiose Naturgebiete diese beliebte Ferienregion in Südfrankreich. Mal zeugen sie vom ewigen Kampf zwischen Meer und Land, wie in den weiten Camargue-Ebenen oder rund um die zahlreichen Lagunenseen. Dann wieder haben Flüsse atemberaubende Canyons in das Kalkgestein gegraben und großartige Felskessel gebildet. Von der Erosion geformte Steilfelsen, legendäre Gipfel und herrliche Wälder sind in der Region die reizvolle Kulisse für Wanderungen und sportliche Aktivitäten. Und überall ist die erhaltene grandiose Natur ein Refugium für eine bemerkenswerte Fauna und Flora.

 

Camargue – zwischen Land und Meer
Camargue – zwischen Land und Meer ein Paradies für Flamingos

Im Rhone-Delta bilden Salzsteppen, Schilf und Röhricht im Departement Gard eine einzigartige Landschaft. Hier erheben sich die Hügel des gewonnenen Meersalzes, dehnen sich Reisfelder und reihen sich die Reben des „Sandweines“, ein erfrischender leichter Rosé. Auf den oft überfluteten Weiden grasen die bekannten weißen Pferde und schwarzen Stiere, rosa Flamingos staksen durch die flachen Gewässern, die auch zahlreichen anderen Vögel ein Refugium bieten. Das von Pfaden durchzogene regionale Naturreservat Le Scamandre eignet sich besonders für Beobachtungen dieser bemerkenswerten Tier- und Pflanzenwelt. Aufgrund der einzigartigen Natur aber auch der historischen Sehenswürdigkeiten, wie die Wehrmauern von Aigues-Mortes oder die romanische Abtei von Saint-Gilles, wurde die Camargue als „Grand Site de France“ ausgezeichnet. Ob mit dem Pferd, dem Fahrrad oder bei Wanderungen, diese Landschaft begeistert alle Naturfreunde.

 

Cevennen und Causse – Grandiose Natur Cevennen und Causse - Grandiose Natur für Bergsteiger

Das aufgrund der eigenwilligen Geologie und der überlieferten Weidewirtschaft zum UNESCO-Welterbe erklärte Gebiet Causses-Cévennes erstreckt sich auf 302 000 Hektar vom Mont Lozère über das Aigual-Massiv bis zur Karsthochfläche Larzac. Dazu gehört auch der Cevennen-Nationalpark mit Esskastanienwäldern und steppenartigen Flächen, über die nach wie vor Schafherden ziehen. Über dem Himmel dieser Landschaft ziehen inzwischen wieder Geier ihre Kreise. Die weiten Anhöhen sind ein Paradies für Ross und Reiter, während unzählige gekennzeichnete Wege Wanderer und Mountain-Biker begeistern. Mit zu den spektakulärsten Naturschauspielen gehört der Cirque de Navacelles. Das Flüsschen Vis hat in drei Millionen Jahren einen tiefen Canyon gegraben und in einem Mäander bei dem Dorf Navacelles einen riesigen Felskessel gebildet. Kühl und klar strömt die Vis in Kaskaden herab, ein Anblick der nach Wanderungen über die Karsthöhen begeistert.

 

Tarnschlucht – Ein Erlebnis für SportlerTarnschlucht - Ein Erlebnis für Sportler

Nachdem der Tarn seine Quellen am Mont Lozère verlassen hat, strömt er zwischen den Karsthochflächen Sauveterre und Méjean durch die wohl spektakulärste Schlucht Frankreichs. Unterhalb von bis zu 600 m hohen Steilfelsen schlängelt sich das Gewässer vorbei an dem mittelalterlichen Dorf Sainte Enimie durch eine wilde Landschaft. Kajak- und Kanu-Touren, aber auch Höhlenerkundung und Klettern sind beliebte sportliche Aktivitäten in der Tarn-Schlucht. Wer es gerne gemütlicher angeht, kann sich ab La Malène einem erfahrenen Schiffer anvertrauen und die herrliche Schlucht von einem Kahn aus bewundern.

 

Erhaltene Natur in Strandnähe

Parc Naturel régional de la Narbonnaise

Zwischen den Anhöhen der Corbières und einem Lagunen-Gebiet erstreckt sich bei Narbonne der 80 000 ha große „Parc Naturel régional de la Narbonnaise“. In unmittelbarer Nähe beliebter Mittelmeerstrände findet sich eine erhaltene Natur mit einer bemerkenswerten Artenvielfalt. Seltene Insekten werden hier ebenso geschützt wie die hier heimischen Osterluzeifalter, ein nur hier heimischer Schmetterling, oder die im Clape-Massiv bedrohte Asternpflanze „Centaurea corymbosa“. Die empfindliche Umwelt dieses regionalen Naturparks kann bei 30 Rundwanderungen von insgesamt 200 km Länge und zwei Fernwanderstrecken entdeckt werden. Dazu gehört auch die reizvolle Tour rund um den Lagunensee „Etang de Bages“, in dessen seichten Gewässern auch Flamingos und andere Wasservögel zu beobachten sind.

 

Großartige Bergwelt und UNESCO-Welterbe

Großartige Bergwelt im Naturpark der katalanischen Pyrenäen

 

Über dem regionalen Naturpark der katalanischen Pyrenäen wacht der Hausberg des Roussillon, der 2 784 m hohe Mont Canigou. Zu seinen Füßen liegen die im 10. Jahrhundert gegründete Abtei Saint-Martin-du-Canigou und das romanische Kloster von Serrabone. Rund um den Gipfel erstreckt sich in Höhen zwischen 300 und 3000 m der 137 000 ha große Naturpark in den Landschaftsgebieten Cerdagne, Capcir und Haut-Conflent. Zwischen Bergseen, Moorflächen und Bergkiefern ist eine außergewöhnliche Fauna zuhause, darunter die Pyrenäengemse Isard, Schneehühner und Auerhähne. Der Canigou wurde 2012 als „Grand Site de France“ ausgezeichnet, während die beiden Festungsorte Mont-Louis und Villefranche-de-Conflent im „Parc naturel regional des Pyrénées catalanes“ zum UNESCO-Welterbe gehören.

 

 

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