Trüffeln in der Provence, im Var und Vaucluse

Im Herbst und Winter überbieten sich die bunten Märkte der Provence geradezu mit heimischen kulinarischen Highlights. Feigen und Olivenöl haben im Süden Symbolkraft und keine andere Delikatesse ist so heiß begehrt wie die schwarze Trüffel. Wer dem Geheimnis des edlen Pilzes auf den Grund gehen möchte, ist im Var und Vaucluse genau richtig!
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Was sind Pintxos? Und was hat Rita Hayworth damit zu tun?

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Pintxos ist die baskische Bezeichnung für kleine Häppchen, die mit Zahnstochern normalerweise auf einem kleinen Stück Brot aufgespießt sind (bask. pintxos oder span. pinchos bedeutet Spieß, die Aussprache ist Pintschoss). Pintxos werden zu einem Getränk, typischerweise als Aperitif zu einem Glas Rot- oder Weißwein (genannt Txikito) oder Zurito, ein kleines Glas mit einem halben Rohrbier verzehrt.

In baskischen und nordspanischen Bars und Restaurants werden Pintxos in einer vielfältigen Auswahl angeboten. Im Unterschied zu den in ganz Spanien verbreiteten Tapas sind es raffinierte kleine kulinarische Kunstwerke aus verschiedene Zutaten, die mit dem Spießchen zusammengehalten werden. Oft sind es sogar anspruchsvolle Mini-Gerichte und es braucht einige Zeit, sie zuzubereiten.

Pintxos-Köstlichkeiten aufgereiht in einer Bar © Bilbao Turismo
Pintxos-Köstlichkeiten aufgereiht in einer Bar © Bilbao Turismo

Woraus bestehen typische Pintxos?

Pintxos werden aus allen Zutaten hergestellt, die die Region Bizkaia hergibt und die zu einem Glas Wein oder Bier passen. Sardellen auf Serrano-Schinken und Ziegenkäse, Glasaal auf mit gekochtem Ei gefüllter Zucchini, Fisch wie Seehecht, Thunfisch, Kabeljau, oder auch Kartoffelomelett, gefüllte Paprika, Kroketten uvm.

Wie bestellt man Pintxos?

Üblicherweise gehen Sie in der Bar an die Theke und bitten den Kellner oder Barmann um einen Teller. Darauf stapeln Sie sich eine Auswahl der Pintxos. Je nach Bar zeigen Sie entweder dem Kellner anschließend Ihre Auswahl, der diese dann abrechnet, oder es werden Ihnen zum Schluss die Anzahl der übriggebliebenen Zahnstocher berechnet. Früher warf man die Zahnstocher nach dem Essen auf den Boden, und sagte dem Kellner die Anzahl der verzehrten Pintxos, die der dann vertrauensvoll berechnete.
Manche warme Pintxos werden extra zubereitet und an einer Tafel angezeigt, diese bestellen Sie dann beim Kellner zusätzlich.

Filmplakat "Gilda" mit Rita Hayworth © Wikipedia

Was ist ein Gilda Pintxo?

Ein Gilda Pintxo ist ein Pintxo mit einer ungewöhnlichen Hintergrundgeschichte. Er besteht aus einer aufgespießten Olive, einer eingelegten Sardelle und einer scharfen Peperoni. Den Namen gaben ihm die Spanier nach dem Hollywoodmelodram „Gilda“ von 1946, in dem Rita Hayworth die Hauptfigur spielte. In dem erotischen Klassiker ist sie für ihren legendären Handschuh-Striptease berühmt. Da der Gilda Pintxo scharf und würzig schmeckt, ist es eine Hommage an die als „Liebesgöttin“ verehrte Schauspielerin mit spanischen Wurzeln.

Aber nicht nur das. Denn der Film löste in Spanien einen Skandal aus, als Falangisten des Franco-Regimes in Madrid Gilda-Filmposter mit Farbe beschmierten und die Kirche jedem Zuschauer aufgrund der in ihren Augen unmoralischen Darstellungen des Films mit Verdammnis drohten. Durch diesen Skandal wurde der Filmtitel auf der iberischen Halbinsel zu einem Synonym für die Repression, die die spanische Bevölkerung unter der Diktatur besonders während der 1940er Jahre erleiden musste. Vor allem der Protest der katholischen Kirche verlieh Gilda für die Spanier eine derart erotische Aura, dass sie überzeugt waren, dass sich Hayworth nach dem getanzten Song Put the Blame on Mame und dem Handschuh-Striptease komplett auszog …

Pintxos, im Vordergrund Gilda Pitxos © Bilbao Turismo
Pintxos, im Vordergrund Gilda Pitxos © Bilbao Turismo

Was ist ein Txikiteo?

Ein sowohl in Bilbao als auch in der Region Bizkaia tief verwurzelter Brauch ist der Txikiteo, bei dem man von Bar zu Bar zieht und sich bei einem lebhaften Gespräch das eine oder andere Glas Wein schmecken lässt. Der Name stammt von dem Gefäß, aus dem der Wein einst getrunken wurde: Durch dessen sehr dicken Boden und starken Wände passte wirklich nur eine kleine Menge hinein – man nannte es Txikito (kleines Glas Wein) und freute sich, dass man davon jede Menge trinken konnte.

Txikiteo ist also nichts anderes als einen Kneipentour – aber mit einer ganz besonderen baskischen Tradition. So gut wie jeder Ort in Bizkaia lädt zum Txikiteo ein. Oft gibt es eigens eine Route mit einem besonderen Ambiente, das sich bis auf die Straßen erstreckt. Man mischt sich unter die Menschen und genießt das typisch Baskische. Einen Txikiteo muss man einfach mitgemacht haben, wenn man behaupten möchte, dass man das Baskenland und seine Bräuche kennengelernt hat.

Durchstreifen Sie für einen Txikiteo die Straßen im Altstadtviertel Casco Viejo, Deusto und die Straßen Calle Poza, Calle Ledesma, Calle García Rivero und Calle Diputación. Aber auch in den Orten im Landesinneren und an der Küste finden Sie sicher auf Anhieb die Straßen oder Gassen heraus, die diese authentische Atmosphäre bieten.

Die Hochburg der Pintxos ist die Stadt Donostia-San Sebastián. Einige Orte wie Donostia, Vitoria-Gasteiz oder Bilbao veranstalten regelmäßig Wettbewerbe, um die besten Pintxos der Region zu wählen.

Pintxos-Wettbewerbe

Beim Pintxos-Wettbewerb „Pintxo-Txapelketa“ in Bilbao dreht sich alles um die Kunst der Zubereitung dieser anspruchsvollen Happen im Miniaturformat. Er wird von Jahr zu Jahr immer gefragter und versteht sich als Spiegel der Kreativität, die man an den Küchenherden von Bizkaia an den Tag legt. Alle Regionen sind bestrebt, den besten kulinarischen Ausdruck zu finden, und wetteifern um den „Goldenen, Silbernen und Bronzenen Spieß“, der mittlerweile auch an das beste Lokal vergeben wird. Die Küche im Miniaturformat hat sich zu einem wahren Schauspiel entwickelt, die anderen kulinarischen Wettbewerben in nichts nachsteht.

Siegbert Mattheis

Lassen Sie sich vom Kellner einen Teller geben und nehmen Sie ein Auswahl der leckeren Pintxos © Bilbao Turismo
Lassen Sie sich vom Kellner einen Teller geben und nehmen Sie ein Auswahl der leckeren Pintxos © Bilbao Turismo

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Baklava gehört zu den zahlreichen Süßspeisen, die in der muslimischen Welt traditionell beim Ramadan zur zweiten Mahlzeit Iftar, die nach Sonnenuntergang gegessen wird, neben anderen zuckersüßen Desserts gereicht wird. Ein beliebter türkischer Spruch lautet „wer etwas Süßes isst, wird ein süßes Leben haben“. Nicht umsonst nennt man die Feier zum Fastenbrechen auch „Zuckerfest“.

Aber Baklava passt außerhalb der Fastenzeit auch als Snack am späten Vormittag zum starken Kaffee oder am Nachmittag mit einem Glas Tee.

Baklava mit Pistazienfüllung © Siegbert Mattheis
Baklava mit Pistazienfüllung © Siegbert Mattheis
Baklava wird traditionell zu Minztee und Kaffee verzehrt © Siegbert Mattheis
Baklava wird traditionell zu Minztee und Kaffee verzehrt © Siegbert Mattheis

Woher stammt Baklava?

Baklava soll es schon vor etwa 3.000 Jahren bei den Assyrern aus Mesopotamien gegeben haben. Das älteste bekannte Rezept stammt aus dem spätantiken Griechenland, darin wurde das Gebäck Koptoplakous genannt. Übersetzt bedeutet das so viel wie geschnittener Plattenkuchen.

Berühmt wurde Baklava allerdings erst ab 1453 im Osmanischen Reich unter Sultan Mehmet II. nach der Eroberung Konstantinopels, dem heutigen Istanbul. Mehmet II. war ein Feinschmecker mit einer Vorliebe für große Festgelage in seinem Topkapı-Palast. Die Vielzahl dieser Gerichte, die damals entstanden, sind heute unter dem Namen „Palastküche“ bekannt.

Baklava Stand auf dem Carmel-Markt in Tel Aviv © Siegbert Mattheis
Baklava Stand auf dem Carmel-Markt in Tel Aviv © Siegbert Mattheis
Baklava-Variante aus Kadayif © Siegbert Mattheis
Baklava-Variante aus Kadayif © Siegbert Mattheis

Mehmet II. beschäftigte eine Vielzahl von spezialisierten Köchen, z.B. die baklavacı für süßes Gebäck. Diese kreativen Zuckerbäcker des Palastes ließen sich immer neue Versionen der überlieferten Süßspeisen einfallen. Von hier aus breitete sich vor allem Baklava über das gesamte osmanische Reich aus, das zeitweise bis nach Algier im Westen, bis kurz vor Wien im Norden und bis nach Aden im Süden reichte.

Daher ist Baklava nicht nur in der Türkei, sondern auch in so gut wie allen arabischen Ländern wie auch in Griechenland und Israel eine beliebte Dessertspezialität.

Siegbert Mattheis

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