7 Insider-Tipps Marseille

Tipps Marseille © OTCMDie älteste und zweitgrößte Stadt Frankreichs hat sich seit 2013, als Marseille Kulturhauptstadt Europas war, enorm gewandelt. Die Kriminalität wurde eingedämmt, viele internationale Designer in die Stadt geholt und mehrere Stadtteile aufwändig restauriert und umstrukturiert. Wir haben einige Insider-Tipps für Sie, die Sie vielleicht noch nicht kennen dürften (Stand Februar 2016):

Restaurant Sard’in: hier dreht sich alles um Sardinen!

Das Sard’in, im Juni 2015 über Foodraising ins Leben gerufen, ist das erste reine Sardinenrestaurant – oder eher eine Tapas-Bar. Die 3 jungen sympathischen Inhaber kreieren alle möglichen und (scheinbar) unmöglichen Genussvariationen wie z.B. Sardinen mit schwarzem Trüffel, Sardinenbrötchen mit roten Zwiebeln, Auberginenchips mit Orangen-Olivenöl, geräucherte Sardinen an mit Koriander und Orangenpfeffer gewürztem Kohl …Unbedingt probieren!
Direkt am alten Hafen gelegen, lädt das Sard’in natürlich auch zum apéro mit Blick auf die Yachten ein.

Sard’In
32 Rue Coutellerie, 13002 Marseille, Tel 04 91 91 70 77

Vanille Noire: Vom Manager zum (Speise-)Eiskünstler

Schwarzes Vanille-Eis, Vanille Noire, ist der neue Erfrischungshit in Marseille. Nicolas Decitre, ein ehemaliger Geschäftsführer im Import/Exportgeschäft brachte die Idee dazu aus dem Laboratorio del Gelato in Manhattan mit und verknüpfte sie mit seiner Liebe zur Küche seiner Mutter und Großmutter aus der Provence. Mitte 2014 eröffnete er seinen Laden Vanille Noire in Marseille und entwickelte seine ausgefallenen Eis-Geschmackskreationen u.a. mit Vanilleschoten aus Madagaskar und Indien, Sahne, Milch, Zucker, Eier und einer geheimen Zutat, die der Artisan Glacier natürlich nicht verrät. Aber natürlich gibt es auch andere Geschmacksrichtungen und Farben, wenn man nicht so sehr auf Schwarz steht.

Vanille Noire
13 Rue Caisserie, 13002 Marseille, Tel +33 (0)777336819

Siest’in: Ein Nickerchen nach der Mittagspause

Siest’in – Essen, Trinken, Schlafen: Die Idee zu diesem ungewöhnlichen Restaurant kam den Inhabern Matthieu und Arnaud, als sie sich wie beinahe jeden Tag nach dem Mittagessen um etwa 14 Uhr sich nach einem Nickerchen sehnten. Als sie bemerkten, dass sie damit nicht allein waren, recherchierten sie und stellten fest, dass selbst die NASA meint, dass ein Nickerchen von 20 Min. die Konzentration um 34% und die Produktivität um 25% erhöht. So entschlossen sie sich, in ihre Bar Hängematten zu installieren, um den Gästen die Möglichkeit zu einem Nickerchen zu geben. Für dieses Konzept wurden sie übrigens auch im Dezember 2015 mit einem Innovationspreis ausgezeichnet! Neuerdings wird auch Yoga angeboten!

Das Wort Siesta stammt übrigens aus dem Lateinischen sexta ab, also der 6. Stunde Arbeitszeit.

Siest’in
47 boulevard Paul Peytral, 13006 Marseille

Navettes, eine der ältesten Marseiller Spezialitäten

Die Navette ist ein traditionelles provençalisches Gebäck mit dem Geschmack von  Orangenblüten, geformt wie ein kleines Schiffchen (daher der Name) mit einer Rille in der Mitte, etwa 7 bis 15 cm lang. Sie entstand aus Anlass der Landung des hlg. St. Lazarus an der Küste der Provence. In der ältesten Bäckerei Marseilles, in der Four de Navettes der Familie Imbert (Meister Jean-Claude und sein Sohn Nicolas) werden die Navettes bereits seit 1781 hergestellt, immer noch im selben Backofen vom Ende des 18. Jhdts. Das Originalrezept, das nur 3 Marseiller Familien kennen, ist natürlich geheim.

Four des Navettes
136, rue Sainte (Saint Victor) – 13007 Marseille , Tel : (+33) 04 91 33 32 12

Ein den Navettes der Familie Imbert sehr nahe kommendes Rezept hat übrigens die Bloggerin Anina auf ihrer Seite die Erdbeere vorgestellt:

Milkshake Bouillabaisse?

Die Marseiller Fischsuppe Bouillabaisse kennen Sie sicherlich. Ursprünglich eine Arme-Leute-Mahlzeit der Fischer aus den nicht verkauften Restfischen, ist die Bouillabaisse heute aus der französischen  Feinschmeckerküche nicht mehr wegzudenken.

Das Traditionsrestaurant Miramar serviert seit 60 Jahren „La Vrai Bouillabaisse“. Chefkoch Christian Buffa, der auch Vize-Vorsitzender der Bouillabaisse-Charta zur Wahrung der Qualität dieser köstlichen Suppe ist, bietet übrigens in Zusammenarbeit mit dem Marseiller Tourismus und Convention Büro eine Bouillabaisse-Lesson an.

Aber die jungen Marseiller Köche interpretieren die Suppe inzwischen auch ganz anders, z.B. als Bouillabaisse Hamburger oder als Milkshake Bouillabaisse. Das können Sie z.B. in der Brasserie Les Fenêtres im Hotel Intercontinental probieren

Tauchen in den Calanques

Die Unterwasserwelt vor der Küste von Marseille belegt einen Spitzenplatz als Ziel anspruchsvoller Taucher. Aber auch Laien und Kinder können nun in aller Sicherheit diese faszinierende Welt der Calanques kennenlernen. Zahlreiche Clubs bieten Schnupper-Tauchkurse an, mit denen Sie unter Anleitung erfahrener Taucher die Meeresflora und -fauna sowie auch gesunkene Schiffe erkunden können.

Mehr dazu bei Marseille Tourismus

360-Grad-Blick über Marseille

Bis vor einigen Jahren war der einzigartige Rundblick über den alten Hafen und Marseille nur von „La Bonne Mère“, der Wallfahrtskirche Notre-Dame de la Garde aus möglich. Jetzt können Sie diesen einzigartigen Panoramablick auch von einem der Top 10-Rooftops der Welt genießen. Im neo-industriellen Stil gehaltenen R2 oben auf den neuen Shopping-Center Terasse du Port, designt vom französischen Architekten Michel Pétuaud-Létang, können Sie auf 400 qm zu Abend essen, dem romantischen Sonnenuntergang zusehen, zu DJ-Musik chillen oder tanzen uvm.

Das Terrasse du Port liegt auf dem Gebiet zwischen Meer und den Docks, das früher nicht für die Öffentlichkeit zugänglich war.

Diese Tipps gab uns freundlicherweise Charlotte GUIRAUD vom Office de Tourisme et des Congrès de Marseille.
11 la Canebière, 13211 Marseille , Tel + 33 (0)826 500 500, info(at)marseille-tourisme.com

Siegbert Mattheis

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